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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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'222. Cochlearia Dänica L. (= C. officinälis [var.] Danica Alef., = Nastürtium DanicumKrause, = Crucifera Danica Krause, = Cochlearia hastäta Mönch). Dänisches Löffel-kraut. Fig. 766d bis f.

Pflanze meist zweijährig, mit dünner, spindeliger Wurzel, nach der Fruchtreifeabsterbend (nur ausnahmsweise ausdauernd), 10 bis 20 cm hoch, meist vielstengelig. Stengelin der Regel aufsteigend und am Boden ausgebreitet, meist einfach, seltener verzweigt,kantig gestreift, kahl, wenig beblättert. Grundständige Laubblätter lang gestielt, etwa1 cm im Durchmesser, rundlich- oder dreieckig-herzförmig, meist fast ganzrandig. Stengel-blätter gleichfalls klein und grösstenteils gestielt; die unteren im Umriss rundlich, in derRegel handförmig- (efeuartig-) (3-) 5- bis 7-lappig, die mittleren oft dreieckig-eiförmig mitspiessförmig-ausgezogenen Ecken, die oberen länglich-lanzettlich, spiessförmig oder ganz-randig, in den kurzen Blattstiel verschmälert oder mit keilförmigem (nie geöhrtem) Grundesitzend. Blüten in meist armblütigen, anfangs kurzen, später sich verlängernden undwenigstens unterwärts lockeren Trauben, kleiner als bei den 2 vorhergehenden Arten, weissoder blasslila angehaucht. Kelchblätter elliptisch, weiss hautrandig, oft purpurn überlaufen,etwa l 1 /* bis 2 mm lang. Kronblätter kaum doppelt so lang (etwa 2*/2 bis 3 1 /* [4] mmlang), mit länglich-elliptischer Platte, in einen kurzen Nagel verschmälert. Staubblätter oftnur 4 (die 2 seitlichen fehlend). Frucht auf etwa gleichlangem, meist unter 45° abstehendem,ziemlich kräftigem, kantigem Stiel, klein (etwa [3] 4 bis 6 mm lang), rundlich-eiförmig oderbreit bis schmal ellipsoidisch, kaum länger bis über doppelt so lang als breit, beiderends ab-gerundet-stumpf bis verschmälert-spitzlich, durch den kurzen (Ys bis 3 / B m m langen) Griffelbespitzt. Fruchtklappen massig stark gewölbt (nicht aufgeblasen), kaum gekielt, feinerhaben-netzaderig (Fig. 766f). Scheidewand breit-eiförmig oder breiter oder schmälerelliptisch, beiderends stumpf bis spitzlich. Samen in jedem Fache meist 5 bis 7, klein(kaum über 1 mm lang), eiförmig oder ellipsoidisch, zusammengedrückt, mit rot- oderdunkelbrauner, fein stumpfhöckerig-warziger Samenschale. V, VI.

Hin und wieder am nördlichen Meeresstrande auf Strandwiesen, Erdumwallungen,schwach begrasten Dünenabhängen und sandigen Weiden (hier namentlich auf Ameisen-haufen). In Deutschland ziemlich verbreitet an den Küsten der Nord- und Ostsee vonHannover bis Mecklenburg; häufig namentlich auf den ostfriesischen Inseln, auch auf Helgo-land sowie auf der Insel Rügen. An der Weser aufwärts bis Blexen, an der Elbe vorüber-gehend bei Blankenese beobachtet. Fehlt in Oesterreich und in der Schweiz vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Faer-Öer (aber nicht auf Island), südliches Nor-wegen, südliches und mittleres Schweden, südwestliches Finnland, Inseln Oesel und Mohn,Dänemark, Norddeutschland, Belgien, Niederlande, Grossbritannien, Frankreich (Küsten desKanals und des Ozeans), Nordwest-Spanien (Asturien, Galicien), Portugal (Porto und südlichbis zu den Berlenga- und Farilhöes-Inseln); arktisches Nord-Amerika (?).

Aendert ab: var. integrif ölia DC. (= var. minima Pers.? [nomen nudum], = var. praecox Lejolis?,5=3 C. Grcenländica L. pro parte [cf. pag. 137], = C. Danica var. Grccnlandica Gullan et Scully). Stengelblätterw enig zahlreich, rundlich, fast ganzrandig (Wohl Kümmerform). var. stenocärpa 1 ) Rouy et Fouc. Fruchta uffallend schmal-elliptisch, über doppelt so lang als breit, beiderends verschmälert, an diejenige von Dräbarciurälis oder von gewissen Formen von Eröphila verna erinnernd; Scheidewand gleichfalls verlängert-elliptisch(Hie und da). Ueber weitere Abänderung vgl. Mc. Taggart Cowan in Trans, and Proc. Bot. Soc. Edinburgh-^XVI. part II (1913), pag. 136 bis 140, wo drei Abarten a)typica, b) suberecta und c) agglomeräta)"»t umfangreichen Beschreibungen unterschieden werden.

Die Blüten sind beträchtlich kleiner als bei C. officinälis; ihr Durchmesser beträgt nur 4,5 mm. DieAntheren aller 6 (bzw. 4) Staubblätter sind gegen die Mitte der Blüte geneigt und bewirken leicht spontaneSelbstbestäubung (die auch von Erfolg ist), falls nicht vorher durch Insektenbesuch Auto- oder Allogamie

*) Gr. OTEVÖg [stenos] = schmal und xagnög [karpös] = Frucht.