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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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Allgemeine Verbreitung: Strandgegenden von West- und Nordeuropa (auchIsland, Spitzbergen und Nowaja Semlja); felsige und quellige Stellen in Mitteleuropa (fehltdem mediterranen Süd-Europa; in Nord-Italien angegeben, aber wohl nur verwildert);arktisches Nordamerika; nahe verwandte Formen auch in Nord-Asien.

Zerfällt in 2 Unterarten: I. subsp. eu-officinälis Aschers, et Graebner emend. (= C. officinalis L.se ns. strict., = C. Linn&i a) officinalis Ascherson, = Cruci'fera cochlearia b) officinalis Krause, = Cochleariaflagrans Gilib., = C. renifölia Stokes, = C. vulgaris Bubani, = C. officinalis var. maritima Gren. et Godron, = var.microrrhi'za Schur?, = var. vulgaris Alef., = var. typica Beck, = var. vera Beckhaus-Hasse). Frucht kugeligoder eiförmig, beiderends oder wenigstens am Grunde abgerundet-stumpf; die unterern beträchtlich kürzer(meist kaum l fa so lang), die oberen etwa so lang als der (in der Regel unter 60 bis 90° abstehende)Fruchtstiel. Fruchtstand meist ziemlich kurz und dicht. Kronblätter etwa (3) 4 bis 5 mm lang. GrundblätterEndlich, am Grunde gestutzt oder (schwach-) herzförmig. Pflanze meist 2-jährig oder infolge der Vermehrungdurch unterirdische Knospen auch ausdauernd, mit dünner Wurzel, in der Regel kräftig, etwa 20 bis 30 cm"Och. Wildwachsend in den Küstengegenden (auf Salzwiesen, Aussenweiden, an Grabenrändern, sumpfigenstellen usw.) und an salzhaltigen, sumpfigen Stellen des Binnenlandes; ferner häufig (namentlich früher) inApotheker- und Gemüse-Gärten als Arzneipflanze gezogen und gelegentlich daraus verwildernd. In Deutsch-end an der Küste der Nordsee nicht überall, aber gesellig, am häufigsten in Schleswig-Holstein (auch ver-wildert, z. B. an der Elbe bei Blankenese), an der Küste der Ostsee in Schleswig-Holstein (mit Sicherheit nurar n Barsbecker See bei Kiel), in Mecklenburg (Salzwiesen an der Wismarischen Bucht nicht selten), in West-Preussen (nur vorübergehend verschleppt auf der Westerplatte bei Danzig, Pillau). Ausserdem selten an salz-haltigen Stellen des Binnenlandes im westlichen Ober-Weser-Emsbezirk (Dissen [Rothenfelde] zwischen Osna-brück und Bielefeld, Salzuflen [Lippe], Salzquelle bei Pyrmont [Indigenat hier etwas zweifelhaft]), ferner sicherwild im Salzgebiet der Wetterau (Soden am Taunus); verwildert oder verschleppt auch in Westfalen (Hattingenu nd Annen). Aus Süd-Deutschland ist die subsp. eu-officinalis mit Sicherheit nur als Kulturflüchtling bekannt, soaus dem Elsass (zur Kirschleger 's Zeiten [um 1850] hin und wieder), aus Baden (verwildert ehedem nach Gmelin[1808] bei Karlsruhe, neuerdings am Neckar bei Ilvesheim und Wieblingen und bei Mannheim; ferner bei Wert-heim und im Bodenseegebiet bei Pfullendorf, Klosterwald, Heiligenberg usw.; ob hier nicht subsp. Pyrenaica?),aus Württemberg (Dörzbach; Kirchener Tal; Risstissen, Erisdorf, Krauchenwies, Biberach, Ochsenhausen, Guten-ze ll, Mühlhausen, Wolfegg, Weissenbronnen, Roth, Ravensburg, Weingarten, Isny; ein Teil der Vorkommnissedürfte sich auf die subsp. Pyrenaica beziehen und wäre demnach als ursprünglich wild zu betrachten), ausBayern (Augsburg, Simbach am Inn und wohl noch anderwärts [vgl. subsp. Pyrenaica]; auch gebaut, z.B. beiRegensburg, Schweinfurt) [die übrigen Angaben aus Süd-Deutschland sind wohl durchwegs auf die UnterartPyrenaica zu beziehen; siehe dort!]. In Oesterreich gelegentlich verwildert beobachtet, so vielleicht inNiederösterreich zwischen Moosbrunn und Mitterndorf unweit Wien (die Pflanze dieses Fundortes ist starkv ariabel und nähert sich in manchen Exemplaren mehr der subsp. eu-officinalis, in andern mehr der subsp.Pyrenaica!); weitere Fundorte sind festzustellen [die Angabe aus Tirol (Fassa) neuerlich nicht bestätigt]. In derSchweiz früher als verwildert angegeben aus dem Birstal bei Basel, von Moutier-Grandval und Pierre' ertuis (Berner Jura), [Pontarlier (Französ. Jura)], Baden im Aargau, Bex (Waadt) und Massongex (Wallis).~~ Aendert ab: f. p arv i s f li qu a Thellung. Frucht sehr klein, kaum 3 mm lang (Nordseestrand).

IL subsp. Pyrenaica (DC.) Rouy et Fouc. (= C. Pyrenaica DO, = C. officinalis var. PyrenaicaGren. et Godr., = Crucifera cochlearia c) Pyrenaica Krause, = C. officinalis Lapeyr. et auct. mult. pro parte,nec L., = C. officinalis ß et y Smith?, = var. minor Pers.?, = var. rotundifolia DO?, = C. rotundifoliaS- F. Gray?, = C. officinalis var. alpfna Babington? 1 ), = C.alpina Watson?, = C. officinalis var. macrorrhiza Schur,== T ar. macrocärpa Alef.?, = var. microcärpa Reichenb. ex Rouy et Fouc, = C. Grccnländica With.?, Sm. ? nec L. 2 ),== C. Dänica Gunnerus? nec L.). Frucht meist rhombisch-ellipsoidisch oder rhombisch-verkehrteiförmig, beiderendsve rschmälert; die unteren kaum kürzer, die oberen meist länger als der dicke, meist unter 45 bis 60° abstehendeötiel. Pflanze meist ausdauernd, mit dickerer Wurzel. Grundblätter oft nierenförmig. An quelligen, moorigen(nicht salzhaltigen) Stellen des Tieflandes und der Gebirge (Pyrenäen, Cantal, Puy de Dome, Alpen, Karpaten;

') Die nordische var. minor Pers. (= var. alpina Bab.) stellt vielleicht eine besondere, mit den var.eu -Pyrenaica und excelsa zu koordinierende Rasse der subsp. Pyrenaica dar; möglicherweise fällt sie auch mitder var. excelsa zusammen.

2 ) C. Groenländica L. ist, wie Nolte (Novit, fl. Holsat. [1826], pag. 61 und bei Ko ch in Flora XXIV. 2.

LI841J, pag. 466) wohl mit Recht hervorhebt, ein Gemenge aus Zwergformen (mit verkümmerten Stengelblättern)

Vorl C. officinalis und C. Danica; es empfiehlt sich daher, diesen von Anfang an konfusen und in der Folgezeit

ganz verschieden interpretierten Namen völlig fallen zu lassen. Lange (Consp. fl. Grccnl. in Meddel. om Grcenl.

Heft [1890], pag. 34) behält dagegen den L inn eschen Namen für eine arktische Sammelspezies bei.