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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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der Scheidewand nicht eingeschnürt, nicht auffällig gedunsen, noch besonders stark netzaderig (Taf. 127, Fig. 6b):Scheidewand rundlich-eiförmig bis rhombisch-elliptisch (1:17s bis 2). Kelchblätter (1,2)1,5 bis 2 (274) mm lang-Kronblätter etwa (3) 4 bis 5 (57s) mm lang. Griffel kaum über 1 ji mm lang. . . . C. of ficinalis nr. 1220.3*. Grundblätter am Grunde abgerundet bis kurz keilförmig (Fig. 766 a 1); die Spreite am Stiel etwasherablaufend. Stengelblätter meist länglich-lanzettlich, bis 3 mal so lang als breit. Frucht (Fig. 766c) gross (bis1,6 cm lang), meist rundlich-elliptisch, über der Scheidewand stark eingeschnürt-gefurcht (namentlich auf der Ober-seite); ihre Hälften stark aufgeblasen-gedunsen, sehr deutlich netzaderig; Scheidewand elliptisch-länglich odersichelförmig-lanzettlich (etwa 1:3 bis 5). Kelchblätter 27s bis 3 mm lang. Kronblätter 57s bis 672 mm lang-Griffel etwa 2 /s bis über 1 mm lang...................C. Anglica nr. 1221-

1220. Cochlearia officinälis L. (= C. Linnaii Griewank pro parte, = Nastürtium cochleariaKrause, = Crucifera cochlearia Krause pro parte). Echtes Löffelkraut, Löffelkresse,Scharbockskraut. Franz.: Cranson, herbe aux cuilleres, herbe au scorbut, cranson offi-cinal; engl.: Spoonwort, scorbute-grass, scurvy grass; ital.: coclearia. Taf. 127, Fig. 6;

Taf. 125, Fig. 2, 12, 55 und Fig. 765.

Nach dem Standort heisst die Pflanze in Niederösterreich Quellenkräut'l, nach ihrer (volks-)medizinischen Anwendung Lung'nkress.

Zwei-bis mehrjährig, 15 bis 30 (35) cm hoch, kahl, mit spindeligem, reichfaserigemWurzelstock, 1- oder mehrstengelig, fruchtbare und unfruchtbare Sprosse erzeugend. Stengelaufsteigend bis fast aufrecht, einfach oder verzweigt, kantig-gefurcht, beblättert. GrundständigeLaubblätter in lockerer Rosette, rundlich-herzförmig oder nierenförmig, ganzrandig odergeschweift, langgestielt. Stengelblätter eiförmig bis rundlich, grob entfernt gezähnt (seltenfast ganzrandig), mit herzförmigem Grunde stengelumfassend. Blüten in zuerst gedrängter,etwas überhängender, später verlängerter Traube, gross, weiss, wohlriechend. Kelchblätter(1,2) 1,5 bis 2 (274) mm lang, schmal elliptisch, weiss-hautrandig. Kronblätter (3) 4 bis 5(570 mm lang, länglich-verkehrteiförmig, in den Nagel verschmälert (Taf. 125, Fig. 2). Staub-beutel gelb. Frucht auf fast wagrechtem bis spitzwinkelig abstehendem Stiel, (3) 4 bis 7 mmlang, kugelig oder eiförmig bis rhombisch-ellipsoidisch, durch den kurzen, bleibenden,kaum über 7 2 mm langen Griffel gekrönt (Taf. 127, Fig. 6b). Fruchtklappen gewölbt,

durch den starken Mittelnerv oftetwas gekielt, bei der Reife (nichtsehr stark) netznervig. Scheide-wand rundlich, eiförmig oderrhombisch-elliptisch, etwa bisdoppelt so lang als breit, meistsymmetrisch, oft zerrissen-durch-löchert. Samen 2 bis 4 pro Fach(Taf. 127, Fig. 6 a), rundlich-ellip-soidisch,wenig zusammengedrückt(Taf. 127, Fig. 6 c), 1 bis 3 mmlang; Samenschale meist rot-braun, fein stumpfhöckerig-warzig(Taf. 125, Fig. 55), bei Benetzungnicht verquellend. (IV) V, VI(die Gebirgsformen blühen später).Hie und da an feuchten Stellen,in Sümpfen, an Quellen und Bach-rändern, oft in grösseren Kolonien

Fig. 765. Cochlearia officinälis L. subsp. P y r en aic a (DC.) Rouy et Fouc,. nc.e:\ \ A' TT <- Arl

bei Wasserburg am Inn in Bayern. Phot. stud. Andre Pratj e, Bremen. (^lg. /OO), V g l - flle Unterarten.