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Tafel 129.
Erklärung der Figuren.
Rg.
1. Sisymbrium officinale (nr. 1232). Spross mit
Fig. 3b. Frucht (vergrössert).
Blüten und Früchten.
„ 3 c, d. Querschnitt durch eine reife und eine
la. Blüte (vergrössert).
junge Frucht.
Ib. Frucht.
„ 4. Myagrum perfoliatium (nr. 1240). Spross mit
2. Sisymbrium Sophia (nr. 1229). Spross mit
Blüten und Früchten.
Blüten und Früchten.
„ 4 a. Längsschnitt durch die Frucht.
2 a. Same (stark vergrössert).
„ 4b. Querschnitt durch den Samen.
2b. Querschnitt durch den Samen.
„ 5. Eruca sativa (nr. 1243). Spross mit Blüten
3. Calepina irregularis (nr. 1241). Spross mit
und Früchten.
Blüten und Früchten.
„ 5 a. Blüte.
3 a. Staubblätter und Fruchtknoten.
„ 5b. Querschnitt durch den Samen.
und Fig. 766 c), über dem Kelchansatz nicht gestielt, nicht oder wenig zusammengedrückt,nieist breitwandig (nur bei C. Anglica schmalwandig), 2-klappig aufspringend (Fig. 766 f);Wappen meist deutlich netznervig, gewölbt, ungeflügelt, dünnwandig, mit deutlichem, bisZu r Spitze reichendem Mittelnerv. In jedem Fach (1) 2 bis 4 (6) hängende, 2-reihig an-geheftete Samenanlagen (Taf. 127, Fig. 6 a). Scheidewand rundlich bis rhombisch-elliptisch°der lanzettlich, oft durchlöchert. Griffel kurz. Narbe kreisrund (Taf. 125, Fig. 12). Samenei förmig oder ellipsoidisch, wenig zusammengedrückt, ohne Rand, mit stark höckeriger oderPapillöser (Taf. 125, Fig. 55), bei Benetzung nicht verschleimender Samenschale, mit flachen(•Taf. 127, Fig. 6c), an der Krümmung des Keimlings entspringenden Keimblättern und seit-lichem, seltener nach dem Rücken des einen Keimblattes verschobenem Würzelchen.
Die Gattung umfasst etwa 15 Arten, die in den gemässigten, gebirgigen und arktischen Gebieten EuropasUn d Asiens, sowie im arktischen Nordamerika zu Hause sind. Von unseren drei einheimischen, untereinanderSe "r nahe verwandten und am besten zu einer Gesamtart C. officinalis zu vereinigenden Arten sind zwei\>- Anglica und Danica) ausgeprägte, auf das Strandgebiet der nördlichen Meere beschränkte Salzpflanzen(Halophyten), während C. officinalis auch im Binnenland an salzhaltigen Stellen (verwildert?), sowie in einerbe sondern Unterart (subsp. Pyrenaica) an quelligen Stellen (besonders der Gebirge) vorkommt. —■ Ausseru nsern Arten wurde aus Mittel-Europa angegeben C. glas tifölia 1 ) L. (= Kernera glastifolia Rchb.). Vgl. den"estimmungsschlüssel! Einheimisch in Spanien. In frühern Zeiten in Süd- und auch in Mitteleuropa mehrfachlals Arzneipflanze von ähnlicher Wirkung wie C. officinalis) in Gärten kultiviert; eingebürgert in Portugaln d in Süd- und Mittelfrankreich. Die Angaben aus Norditalien und Korsika sind zweifelhaft; sie sind, wieauc h diejenigen aus Mitteleuropa (Regensburg nach Ray 1694 [vgl. Fürnrohr in Flora XIV. 2. (1831),P a g-787]; Schlesien nach Krocker 1790), wenn überhaupt richtig, nur auf kultivierte oder allenfalls ver-wilderte Exemplare zu beziehen. Die Angabe aus Istrien beruht nach Marchesetti auf einer irrigen Inter-P re tation des „Lepidium annuum glastifolium" C. Bauhin, das in Wirklichkeit dem Thlaspi arvense entsprechens oll. — Ueber C. fenestrdta R. Br. und ihre Unempfindlichkeit gegen Kälte vgl. unter C. officinalis (pag. 138).
1. Pflanze einjährig. Stengel aufrecht, 40 bis 80 cm hoch, reichbeblättert. Stengelblätter lanzettlich,min destens 3 mal so lang als breit, ganzrandig, mit tief herz- oder pfeilförmigem Grunde stengelumfassend,"•ronblätter fast 3 mal so lang als der Kelch. Frucht kugelig, etwa 4 mm lang, nicht aufgeblasen, auf etwa
bis 5 mal längerm Stiel. Samen klein, eiförmig, rotbraun, dicht mit weissen, spitz kegelförmigen, stachel-
art igen Papillen besetzt.......................C. glastifolia (s. oben).
1*. Pflanze meist 2- bis mehrjährig (aber zuweilen nur einmal blühend). Stengel aufsteigend, etwa's 30 (40) cm hoch. Stengelblätter eiförmig bis länglich-lanzettlich, meist nur bis doppelt (seltener bis 3-mal)° lan g als breit, in der Regel eckig-gezähnt. Samen stumpf körnig-höckerig (Taf. 125, Fig. 55). ... 2.
2. Mittlere und obere Stengelblätter ungestielt, mit deutlich geöhrtem Grunde umfassend. Kron-bl ätter mehr als doppelt so lang als der Kelch (Taf. 125, Fig. 2)........'........ 3.
2*. Stengelblätter sämtlich gestielt oder die mittleren und oberen doch stielartig oder keilförmiger schmälert, ungeöhrt. Kronblätter nur doppelt so lang als der Kelch......C. Danica nr. 1222.
3. Grundblätter am Grunde abgestutzt bis herz- oder nierenförmig, ihre Spreite vom Stiel scharf abge-- tz t. Stengelblätter meist eiförmig bis rundlich, bis etwa doppelt so lang als breit. Frucht etwa bis 7 nun lang, über
') Lat. glästum = antiker Name für Isatis tinctoria und fölium = Blatt.