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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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lr n Wallis (Alpen von Zermatt, 2400 bis 3000 m: Fluhalp, Riffelberg, Findelen, Augstelberg, Riffelbord, Gorner-g r at, Schwarzsee, Matterhorn); angeblich auch in den Tessiner Alpen (Val d'Efra); ausserdem in den Fran-zosischen und Piemonteser Alpen.

2*. Stengel niedrig, meist 5 bis 10 cm hoch. Fruchtstand kurz (bis 3 cm lang).

III. var. Kerneri (Huter) Rouy et Fouc. (= T. Kernen Huter, = T. alpinum auct. Austriac. proParte, nee Crantz). Fig. 763 c bis f. Aeste der Grundachse (ähnlich wie bei T. rotundifolium) verlängert,a °er nicht wurzelnd; Wuchs daher lockerrasig, Laubblattrosetten nicht gedrängt. Grundblätter fast kreis-r undlich; Stengelblätter länglich-eiförmig. Frucht verkehrt-eiförmig (Fig. 763 e, f), gestutzt oder schwach aus-standet. Griffel meist nur 1 bis l'/iram lang. Unterscheidet sich von der var. eu-alpinum ausserdem durchblaugrüne, matte (statt grüne, glänzende) Laubblätter und durch kleinere (kaum 5 mm lange) Blüten, von* rotundifolium, dem es sich durch die Tracht nähert, durch die stets weissen Kronblätter, von den meistenformen jener Art auch durch (fast) ganzrandige Grundblätter, schmälere und stärker geöhrte Stengelblätter,"eutlich- (wenngleich sehr schmal-) geflügelte Fruchtklappen und den sehr kurzen Griffel. Zerstreut in den^stalpen in Kärnten (Obir, Vellacher Kocna), in Steiermark (Felsschutt in der Krummholz- und Hochalpen-re gion der Sanntaleralpen, 1600 bis 2000m), in Krain (nach Paulin [briefl.] auf Felsschutt in der Krummholz-Ur >d Alpenregion; häufig in den Sanntaler Alpen und Karawanken, in den Julischen Alpen sicher nur unter der^odica) und im Küstenland, aber nicht in Tirol (jedoch nahe der Tiroler Grenze in Venetien, sowie in Illyrien).

1*. Stengel 20 bis 50 cm hoch. Blütenstand (normal) ästig. Fruchtflügel 1 /s bis 1 mm breit. Frucht-fächer meist (3-) 4- bis 6-samig.

IV. var. G oe singens e') (Haläcsy) Thellung (= T. Gcesingense Hai.). Fig. 764. Aeste der Grund-achse sehr kurz, die grossen Laubblattrosetten daher dicht rasig gedrängt, seltener (an schattigen Stellen)"rundachse mit verlängerten (bis 10 cm langen), an ihrer Spitze die Rosetten tragenden Aesten (= f. um-brösum [Waisbecker pro spec] Hayek). Stengel meist einzelnaus jeder Rosette entspringend. Grundblätter meist gross (4 bis 10 cm

n g)> elliptisch oder spatelig, in den Stiel verschmälert. Stengel-blätter länglich-eiförmig bis lanzettlich, meist spitzlich, am Grunde pfeil-förmig, zuweilen bläulich bereift. Kronblätter oft 7 bis 8 mm lang.Frucht länglich-verkehrteiförmig, meist doppelt so lang als breit(Fig. /64c); Griffel meist l'/a bis 2'/s mm lang. Nur in Oester-r eich in Niederösterreich (lichte Wälder und steinige Stellen"es Gösing-Berges bei Ternitz bis auf die Fiatzerwand, auf Kalk;ar n Ochsenriegel bei Redschlag [an der ungarischen Grenze] aufSerpentin), in Steiermark (in lichten Nadelwäldern und an sonnigenabhängen, nur auf Serpentin zwischen Kirchdorf und Traföss°ei Pernegg). Ausserdem in Ungarn im Eisenburger Komitat.Verfällt nach der Ausbildung der Frucht in folgende Formen: subvar.'ypicum Beck. Flügellappen der Frucht an der Spitze schmal aus-gezogen, vorgestreckt oder schwach divergierend; Frucht daher deutlichur, d ziemlich tief und schmal ausgerandet (Fig. 764c), am GrundeVerschmälert. subvar. truneätum Borbäs. Frucht dreieckig keilig-v erkehrteiförmig, an der Spitze fast gestutzt, die Flügellappen starkauseinanderfahrend (Bei Redschlag und in Ungarn).Hieher auch' (?) cochleätum 2 ) Borbäs. Frucht löffeiförmig, fast kreisrund, amGrunde abgerundet (Ebenfalls bei Redschlag; vielleicht eine Ab-normität).

Ueber die Blütenbiologie der Rasse sylvium sind von^'rchner auf dem Gornergrat bei Zermatt folgende Beobachtungengemacht worden: Der Durchmesser der geöffneten, weissen Blütebeträgt 7 mm. Trotz Homogamie erscheint spontane Selbstbestäubungdadurch ausgeschlossen, dass die Narbe die Antheren der langenStaubblätter etwa um 1 mm überragt. Alle 6 Antheren kehren ihrePollenbedeckte Seite nach innen. Bestäubung würde demnach nurdurch besuchende Insekten erfolgen können.

Fig. 764. Thlaspi alpinum Crantz var.

Goesingense (Haläcsy) Thellung. «Habitus

der blühenden Pflanze (</s natürl. Grösse).

b Fruchtstand, c Frucht, d Same.

') Nach dem Fundorte, dem Gösing-Berg in Niederösterreich.2 ) Lat. cöchlear = Löffel.

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