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und dadurch + rasenbildend. Stengel aufrecht, meist unverzweigt (nur der Blütenstand zuweilenverästelt), kahl, beblättert. Grundständige Laubblätter in deutlichen Rosetten angeordnet,rundlich-eiförmig bis elliptisch, langgestielt, 2 bis 3 cm lang; Stengelblätter eiförmig bis lanzett-lich, mit kurz herz- oder pfeilförmig geöhrtem Grunde stengelumfassend. Alle Laubblätterkahl, etwas lederig, meist ganzrandig. Blüten in zuerst halbkugeligen, erst später sich strecken-den Blütenständen (Fig. 763b), gross, weiss. Kelchblätter elliptisch, etwa 2 bis 3 mm lang,weiss berandet, grün, später gelblich. Kronblätter 5 bis 7 (8) mm lang, mit verkehrteiförmiger,etwa 2 bis 3 mm breiter Platte und schmalem Nagel, den Kelch weit überragend. Staub-blätter viel kürzer als die Kronblätter; Staubbeutel stets gelb. Fruchtstand bald kurz,bald verlängert. Frucht auf schlankem, gleichlangem oder meist kürzerem, ± wagrecht ab-stehendem Stiel, (6) 8 bis 10 mm lang, keilig-verkehrteiförmig, gegen den Grund ver-schmälert, ungefähr doppelt so lang als breit. Flügelbreite und Ausrandung bei den ein-zelnen Rassen verschieden. Griffel (1) 2 bis 3 mm lang, weit vorragend. Scheidewandelliptisch-lanzettlich, beiderends zugespitzt, mit stark konvexem Unter- und fast gerademOberrand. Samen in jedem Fach meist 2 (bis 4), 1,5 bis 2 mm lang, rundlich ellipsoidisch,zusammengedrückt, hellbraun, glatt. — V, VI (in höheren Lagen bis IX).
An felsigen Stellen, im Felsschutt, an Bergabhängen und auf Flügeln, auf Felsen,steinigen Alpen-Triften, in der Nähe des schmelzenden Schnees; im Gebiet nur in denAlpen von Oesterreich und der Südschweiz.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Ostalpen (französische, südschweizerischeund norditalienische Alpen, Tirol bis Montenegro), Bosnien, Serbien, Karpaten, nördlicherAppennin.
T. alpinum steht dem T. montanum sehr nahe und erscheint von ihm nicht immer scharf geschieden.Namentlich die Form pseudoalpinum des letztern ist von T. alpinum morphologisch kaum zu trennen.Die beiden Arten nach dem Vorgang mancher (auch neuerer) Autoren zu vereinigen, hätte daher manches fürsich. Indessen müsste dann mit gleichem Recht auch T. rotundifolium, das von T. alpinum durch kein durch-greifendes Merkmal zu trennen ist, mit der Sammelart T. montanum verschmolzen werden, wodurch ein allzuheterogenes Gemenge entstehen würde.
Diese Art zerfällt in 4 Rassen:
1. Stengel etwa bis 15 cm hoch, meist ganz einfach (auch der Blütenstand unverzweigt). Frucht-flügel nur bis 7« mm breit. Fruchtfächer meist 2-samig.
2. Stengel meist etwa 10 bis 15 cm hoch. Fruchtstand meist über 3 cm lang.
I. var. eu-alp inum Thellung (= T. alpinum Cr. sens. strict.). Fig. 763a und b. Aeste der Grundachseverlängert, ausläuferartig, wurzelnd; Wuchs daher lockerrasig, wie bei T. montanum. Grundblätter oft fast kreis-rund; Stengelblätter meist länglich-eiförmig bis länglich-lanzettlich, stumpflich. Frucht länglich-verkehrt-eiförmig,an der Spitze abgerundet, gestutzt oder seicht ausgerandet. Griffel ± 2 mm lang. — In den österreichischenAlpen in Niederösterreich (häufig in der Krummholz- und Alpenregion der Kalkgebirge; seltener in denVoralpen, z.B. Radersbach im Steinapiestingtal 600m), in Oberösterreich (mehrfach), in Steiermark (häufig inder Krummholz- und Hochalpenregion der Kalkalpen, von 1500 bis 2300 m; auch in die Täler hinabgeschwemmt),für Krain fraglich (nach Paulin [briefl.] beziehen sich wohl alle Angaben auf die Rasse Kerneri), in Kärnten(mehrfach in den Kalkalpen, auch in die Täler herabsteigend), in Salzburg (Mauterndorf und Bundschuhtal imLungau, 1900 bis 2500 m) und in Tirol (selten; im Zillertal, Vette di Feltre nahe der italienischen Grenze, Montalon).
II. var. sylvium 1 ) (Gaudin) Rouy et Fouc. (= T. sylvium Gaudin, = Lepi'dium sylvium Moritzi,= Noccäa stylösa Rchb. pro parte, = T. alpestre Suter nee L., = T. alpinum auet. Gall. et Helv. nee Crantzsens. strict., = T. stylosum Mutel [sec. Rouy et Fouc] nee [Ten.] Rchb.). Aeste der Grundachse (unternormalen Wuchsverhältnissen) sehr kurz; die grundständigen Blattrosetten daher dicht rasen- oder polster-förmig gedrängt (an rutschigen Stellen im Gesteinsschutt erscheinen jedoch gelegentlich durch gewaltsameStreckung verlängerte Aeste der Grundachse). Grundblätter meist in den Stiel verschmälert; Stengelblätterbreit-eiförmig (oft nur wenig länger als breit). Frucht an der Spitze abgerundet bis schwach ausgerandet.Griffel meist 2 1 /« bis 3 mm lang. Dies die Rasse der Westalpen; vorzugsweise auf Urgestein. In der Schweiz
') Nach dem Mons sylvius = Matterhorn (franz.: Mont Cervin; ital.: Monte cervino) bei Zermatt im Wallis.
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