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9. Kronblätter stark strahlend, (3) 4 bis 5 mal so lang als der Kelch. Griffel die Ausrandung der
Frucht überragend................................. 10.
9*. Kronblätter kaum strahlend, l'/imal so lang als der Kelch. Griffel deutlich kürzer (bei der Frucht-reife meist nur */* so lang) als die spitzen, vorgestreckten Flügellappen. Laubblätter an der Spitze fiederspaltig,
mit kurzen Lappen. Blütenstiele allseitig behaart.............. I. odorata (s. oben).
10. Pflanze kurz-rauhflaumig. Laubblätter meist fiederteilig, mit schmaler, linealischer Spindel undjederseits 1 bis 3 entfernten, linealischen Fiedern, seltener nur gekerbt. Blütenstiele nur innen flaumig. Fruchtkahl, fast rechteckig (an der Spitze kaum verschmälert), mit auseinanderstehenden, stumpfen Flügellappen (Fig. 7571)
I. pinnata nr. 1208.
10*. Pflanze mit feinen, ziemlich langen (4- 1 mm), abstehenden Haaren bekleidet. Laubblätter tief
kammförmig gekerbt, mit jederseits meist 4 bis 5 Lappen. Blütenstiele allseits behaart (später zuweilen aussen
verkahlend). Frucht von kurzen Papillen rauh. Flügellappen spitz, meist vorgestreckt. I. pectinata (s. oben).
1204. IberiS saxätilis L. (= I. sempervirens subsp. saxatilis Bonnier, = Biauricula saxa-tilis Bubani, = I. arbüscula ß Spach, = I. Zanardinii Vis.). Felsen-Bauernsenf.
Fig. 757 a, b und e.
Halbstrauchig, meist nur 5 bis 10 cm hoch. Wurzel dick, holzig, mehrstengelig.
Stengel holzig, durch die Narben der abgefallenen Blätter knorrig, ausgebreitet-niederliegend,
meist sehr ästig, wie die Aeste in sterile undfertile Blattrosetten endigend. BlütentragendeAeste aus den letzteren entspringend, aufrecht,einfach, beblättert, kahl oder flaumig bis kurzborstlich rauhhaarig. Rosettenblätter linealischbis linealisch-lanzettlich, stumpf oder spitz bisstachelspitzig, dick, etwas fleischig, gegen denGrund zu verschmälert, etwa 1 cm lang und 1bis 1 Ya mm breit, ganzrandig, kahl oder gewimpert.Astblätter den rosettenständigen gleichgestaltet,nach oben allmählich kleiner werdend. Blüten(Fig. 757 b) in gedrängter, erst später sich ver-längernder Doldentraube, weiss oder rötlich. Kelch-blätter oberwärts meist rötlich, weiss berandet.Kronblätter weiss, äussere ungefähr doppelt solang als die inneren, etwa 6 bis 8 mm lang. Frucht-stand traubig, seine Achse gleich dem Stengelbehaart bis fast kahl; Fruchtstiele abgeflacht, aufder Innenseite stets flaumig, bogig abstehend, etwaso lang wie die Frucht. Letztere rechteckig-eiförmig,beiderends wenig verschmälert und stumpf, etwa7:6 mm, vom Grunde bis gegen die Mitte schmal,dann rasch zunehmend breiter geflügelt, an derSpitze ziemlich tief (etwa auf Y 3 bis '/ 2 der
Scheidewandlänge) ausgerandet. Flügellappen ziemlich kurz, stumpf bis spitzlich, meist
vorgestreckt. Griffel ungefähr so lang wie die Ausrandung (Fig. 757 e). Same halbeiförmig,
etwa 3:2 mm. — V, VI.
Sehr selten an felsigen Stellen, in Felsspalten, an schattigen Abhängen. Nur im
Schweizerischen Jura: Ravellenfluh bei Oensingen, Sonnenwirbel und Kluserroggen im
Kanton Solothurn; früher auch an der Hasenmatt und bei Schloss Bipp (wohl angepflanzt);
angeblich ferner (nach Shuttleworth bei Thurmann) auf der Dent de Vaulion (Waadt).
Fig-. 757. lbcris saxatilis L. a Habitus ^/s natürl.Grösse), b Blüte (vergrössert). e Frucht. — Iberispinnata L. d Habitus ( 3 /5 natürl. Grösse). / Frucht.