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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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der Biegung des Embryos entspringendem, seitlich anliegendem, gegen die Scheidewandgerichtetem Würzelchen. Eiweisszellen an die Leitbündel gebunden.

Die Gattung umfasst 6 Arten, wovon 5 auf das Mittelmeergebiet und auf das südliche ZentraleuropaSchränkt sind. Einzig B. levigata dringt weit nach Mitteleuropa vor (vgl. pag. 98).

Ausser unseren Arten wurde im Gebiete noch adventiv beobachtet: B. didyma 1 ) L. em. Bertol., Cosson

(= B. levigata Bergeret nee L., vgl. den Bestimmungsschlüssel), eine im ganzen Mittelmeergebiet (ausser

rankreich) verbreitete 2 ), vielgestaltige Art, deren wichtigere Formen sich in folgende Reihe gliedern:

s «bsp. Apula 3 ) (L.) Murbeck (= B. didyma L. sens. strict., = B. Apula L., = B. didyma a Apula Cosson,

68 B- Colümnae Ten., = B. erioeärpa DC., = B. didyma a typica Fiori et Paoletti). Laubblätter ungeteilt,

s Patelförmig, nur gesägt. Hafen von Mannheim, 1906 [auch in den Niederlanden adventiv]. Hiezu:

c iHäta (DC.) Gren. et Godr. Schötchen auf der Fläche kahl, nur am Rande bewimpert (Hafen von Mann-

eim > 1891; bei Ludwigshafen, 1901). var. depressa (Willd.) Ascherson et Schweinfurth (= B. depressa

lI 'd., = B. Colümnae ß depressa Boiss.). Pflanze niedrig, nur etwa 2 bis 6 cm hoch. Laubblätter sämtlich

grundständig (so im urwüchsigen Zustand besonders aus Aegypten bekannt; Hafen von Mannheim, 1896,

Ludw 'gshafen 1904). II. subsp. lyräta (L.) Murbeck (= B. lyräta L., = B. raphanifölia Poiret, = B. didyma ß

ra Phanifölia Cosson, = B. marginäta Ten., = B. maritima Ten., = B. erueifölia Rchb.). Laubblätter leierförmig-

fiederspaltig. Hafen von Mannheim, 1883, 1893; im Getreide bei Dannstadt (Pfalz), 1893. Angeblich in Schlesien

Um 1700 kultiviert (?).

1. Kelchblätter abstehend, alle am Grunde ohne spornartige Verlängerung. Nägel der + ausge-ben Kronblätter viel kürzer als der Kelch (Taf. 127, Fig. 2a). Staubfäden am Grunde nicht höckerig. . 2.1*. Kelchblätter aufrecht, die 2 seitlichen am Grunde unter der Ansatzstelle in ein deutliches, spornartiges

br

AnhPäd.

an gsel vorgezogen (Fig. 756 c, d, £). Nägel der Kronblätter aufrecht, so lang wie der Kelch, Platte abstehend.er > der längeren Staubblätter am Grunde höckerig. Pflanze stets einjährig. Kronblätter ganzrandig. Fruchter halb des Randnervs von einem bis 1 mm breiten, häutigen Flügelsaum umgeben (Fig. 756 e, g) . . 3.

2. Pflanze ausdauernd, mit kräftiger, oft holziger Wurzel. Kronblätter am Grunde der Platte (beimer gang in den Nagel) jederseits mit einem kleinen, rundlichen Zahn (Taf. 127, Fig. 2a). Honigdrüsen sämt-

ausserhalb des Grundes der Staubfäden gelegen, die medianen einfach, die seitlichen zuweilen doppelt.

c "t stets mit kahlem, dünnem, sehr scharfem Rand ...........B. levigata nr. 1201.

2*. Pflanze einjährig, mit dünner Wurzel. Kronblätter völlig ganzrandig. Seitliche Honigdrüsen innerhalb

otaubfadenbasen gelegen. Frucht gegen den Rand hin wulstig verdickt, der Rand selbst scharf, meist

ewimpert............................B. didyma (s. oben).

3. Stengel bis zum Blütenstand steiflich borstig-behaart. Sporn der seitlichen Kelchblätter schlank,a * bis 5mal so lang als breit (Fig. 756c), ± 3 bis 4 mm lang (Fig. 756c, d). Seitliche Honigdrüsen un-

eut , polster- oder höckerförmig, nicht in den Honigsporn der Kelchblätter eindringend. Frucht an der Spitze

"ch ausgerandet, nicht lang in den Griffel vorgezogen (Fig. 756 e) . . . . B. c ichoriif oli a nr. 1202.

3*. Stengel oberwärts kahl. Sporn der seitlichen Kelchblätter kürzer, etwa 2 bis 3 mal so lang als

t 2 bis 3 mm lang (Fig. 756 f). Seitliche Honigdrüsen zweiteilig, mit fädlichen Zipfeln, bogig zurück-

ummt, in die Sporne eindringend. Frucht an der Spitze nicht ausgerandet, gestutzt oder in den Griffelgrund

s gezogen (angewachsen) (Fig. 756g).................B. auriculata nr. 1203.

! "' Biscutella levigata L. (= Thlaspidium levigätum Medikus, = Crucifera biscutella

rause, = B. didyma Kramer, Gouan nee L., = Clypeola didyma Crantz). Glattes

Brillenschötchen. Franz.: Lunetiere lisse. Taf. 127, Fig. 2.

Ausdauernd, (10) 15 bis 30 (45) cm hoch, mit stark verholztem, meist ästigem,

rköpfigem Wurzelstock. Wurzeläste ausläuferartig. Stengel am Grunde mit den ab-

-n . 0rrjene n Resten vorjähriger Laubblätter bekleidet, aufrecht, 1 oder mehrere, im oberen

ei e meist verzweigt, wenig beblättert, + borstig behaart bis fast kahl. Grundständige Laub-

er meist rosettenförmig angeordnet (Rosetten mit oder ohne Blütenstengel), keilförmig-

s ich und in den Blattstiel verschmälert, steif borstig-bewimpert oder behaart bis fast kahl,

ziandig oder + gezähnt bis fiederspaltig, am Grunde mit 2 seitlichen Anhängseln

) Gr. öiöv/xog [di'dymos] = doppelt, zweifach; wegen der zweiteiligen Frucht.

") Die Pflanze fehlt im urwüchsigen Zustand der mitteleuropäischen Flora; die alten Angaben vonyma und apula aus Deutschland und Oesterreich beziehen sich auf Formen von B. levigata.al ^ Nach der Landschaft Apulien in Süditalien. Die Pflanze heisst bei Columna (1616) Iondraba

B

didv

iS0 *des apu i a splcata .He gi, Flora, Bd. IV.

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