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klappen gekielt, fast flügellos, zur Reifezeit ziemlich glatt. Samen schmal ovoidisch, massigstark zusammengedrückt, fast glatt, nicht berandet, gelbbraun. Keimling rückenwurzelig.— VI, VII.
An Felsen, Hügeln, Rainen, in Weinbergen, auf Dämmen, an Ufern, Mauern, aufSchutt; nur im. Gebiete der Mittelmeerflora und deren Ausstrahlungen.
In Deutschland am Mittelrhein und in einigen Seitentälern. Rheintal von Karlsruhe bis zur nieder-ländischen Grenze (Wesel), nur selten sich über die Talsohle erhebend; unteres Maintal bei Frankfurt und nochin der Wetterau bei Nauheim und Friedberg; Nahe- und Glantal auf Porphyr, Melaphyr und Rotliegendem(bis hinauf nach Sobernheim und Meisenheim); Moseltal einzeln bei Müden und auf dem Mayenfelde bei derKirche von Dreckenach auf Felsen; vereinzelt (verschleppt?) noch in Westfalen (z. B. Holzwickede a. d. Emscherbei Dortmund) und (nach Leunis) im südwestlichen Hannover. In Oesterreich: Südtirol vom Gardaseebis Bozen, 1887 auch Arzl bei Innsbruck (adventiv); Küstenland (gemein); Krain: im südlichen und südwest-lichen, an das Küsteniand angrenzenden Teil zerstreut (Paulin br.); 1865 adventiv am Bahndamm vor derBelvederelinie bei Wien. In der Schweiz bei Genf (selten, meist nur adventiv), Waadt (in der Weinbauzoneam Genfersee stellenweise häufig), Wallis (sehr selten im Unterwallis), Tessin? (sehr zweifelhaft, von neuerenSammlern nicht bestätigt, doch in Oberitalien z.B. bei Pallanza [Thellung] und am Comersee); adventiv beiColombier am Neuenburgersee (leg. Wi r t h) und bei Schinznach (Aargau); früher auch (irrig?) bei Basel angegeben.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (Südeuropa von Portugal bis Griechen-land, zur Türkei und zur Krim, Kleinasien, Syrien und Algerien); als mediterrane Ein-strahlung in den genannten Gebieten Mitteleuropas sowie in Ungarn (Plattensee, Marga-retheninsel bei Ofen); verschleppt in Belgien, den Niederlanden und in England.
Ueber Abänderungen vgl. Thellung Gatt. Lepid. (a. a. O.), pag. 176; im Gebiete sind keine solchenvon Belang nachgewiesen.
In der Volksmedizin dürfte L. graminifolium in Südeuropa, wie der italienische Name „erba di sciatica"andeutet, eine ähnliche Rolle spielen wie L. latifolium. In dem Kapitel Tleol 'IßrjQidog (perf Iberidos), Mat.med. II, 174, das bisher dem Dioskorides zugeschrieben wurde, nach den neueren Forschungen (Wellmann)jedoch unecht ist und vielleicht erst im Mittelalter eingefügt wurde, wird schon die erwärmende und kaustischeKraft der Wurzel unserer Pflanze erwähnt und sie als Heilmittel gegen Ischias empfohlen.
CCCXV. CorÖHOpUS 1 ) Boehmer. Krähenfuss. 2 )Ein- oder zweijährige Kräuter (aussereuropäische Arten auch ausdauernd) mit be-blättertem Stengel. Laubblätter (bei unseren Arten) fiederteilig. Blütenstände (bei unserenArten) scheinbar blattgegenständig. Kelchblätter ohne Sporn. Kronblätter 4, gleich-gestaltet, weiss oder gelblich, selten purpurrot oder fehlend. Staubblätter 2 oder 6, ohneAnhängsel, an ihrem Grunde Drüsen und zwar zwischen den langen Staubblättern je einekleine sitzende, zwischen den übrigen je eine lappenförmige Drüse. Griffel kurz bis fehlend.Schötchen + nierenförmig oder zweiknöpfig, von vorn und hinten zusammengedrückt, dick-wandig, runzelig oder höckerig, 2-fächerig (Taf. 127, Fig. lb), nicht aufspringend oderjedes Fach mit dem eingeschlossenen Samen abfallend. Scheidewand schmal-linealisch.In jedem Fach eine kampylotrope Samenanlage ohne Funikulus. Samen eiförmig-ellip-soidisch. Keimling rückenwurzelig mit über der Ursprungsstelle abgeknickten und ausserdemnochmals quergeknickten Keimblättern und stark entwickeltem, am unteren Ende umge-bogenem und bis an den medianen Rand des Samens reichendem Würzelchen (Taf. 125,Fig. 63 und Fig. 755 c). Samenschale glatt, bei Benetzung nicht verschleimend. Eiweiss-zellen an die Leitbündel gebunden.
Die Gattung ist mit 10 Arten in den Tropen, Subtropen und den gemässigten Zonen der ganzen Erde(mit Ausnahme von Asien) verbreitet. Selten dringen einzelne Arten in die subarktische oder subantarktischeZone vor; im natürlichen Zustand sind es Bewohner sandigen oder salzigen Bodens, von Steppen und Wüsten,
') Gr. "Angävrj (koröne) = Krähe, nötig (pus) = Fuss; y.oQcavonovg (koronöpüs), PHanzenname beiTheophrast und Dioskorides Mat. med. 130 (wohl eine Crucifere, möglicherweise C. procumbens).
2 ) Vgl. Muschler, R. Die Gattung Coronopus (L.) Gaertn. — Englers bot. Jahrb. XLI, 3. Heft(1908), 111 bis 147.
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