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licher als bei den vorigen Arten. Kelchblätter elliptisch, meist 3 ji mm lang. Kronblätter(wenigstens an den ersten Blüten) den Kelch deutlich überragend (bis doppelt so lang),verkehrteiförmig-spatelig. Staubblätter 2 bis 4, median. Fruchtstände verlängert, ziemlich
dicht; Fruchtstiele schlanker, unter +60° abstehend,die unteren 1 */a mal so lang als die Frucht, die oberenso lang als dieselbe. Schötchen fast kreisrund, 3 bis4 mm lang und 2 x /a bis 3 mm breit, an der Spitzedeutlich (obgleich seicht) und ziemlich breit ausgerandet(Ränder der Ausrandung etwa rechtwinkelig), mit stumpf-lichen, etwas zusammenneigenden Flügellappen (Fig. 753b),daher an der Spitze im Umriss stumpflich. Griffel fastfehlend, viel kürzer als die Ausrandung. Fruchtklappengekielt, von der Mitte zur Spitze schmal geflügelt, zurFruchtzeit glänzend. Samen ovoidisch, stark zusammen-gedrückt, fast glatt, am äussern und untern Randedeutlich flügelig berandet (Fig. 753 d), gelbbraun. Keimlingmeist schief seitenwurzelig, mit (im Samen) eiförmigenoder eiförmig-lanzettlichen, abgeflachten Keimblättern(Fig. 753 c). — V bis VIII.
Diese aus Amerika stammende Art (durch Nord-, Mittel-und das nördliche Südamerika verbreitet und in anderen Erdteilen häufigverschleppt) ist bei uns durch folgende zwei Unterarten vertreten:I. subsp. eil-Virginicum Thellung. Obere Stengelblätterlinealisch-lanzettlich, beiderends verschmälert, deutlich- (obgleich ent-fernt-) sägezähnig, meist mit deutlichen Seitennerven. Blütenstands-achse flaumig, matt. Die häufigste Form. Im Gebiet in der zweitenHälfte des 18. 1 ) und zu Beginn des 19. Jahrhunderts hin und wiederin botanischen Gärten gezogen und damals zuweilen aus der Kulturverwildert, anscheinend zuerst von Roth 1786 bei Gestendorf(Bremen) und 1792 bei Sweiburg (Oldenburg) gefunden. 3 ); Reichen -bach nennt die Pflanze 1832 auf Aeckern bei Altona verwildert.Seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhundert findet sie sich imGebiete da und dort, mit amerikanischem Gras- und Kleesamen oderGetreide eingeschleppt, auf Grasplätzen, Schuttstellen, an Dämmen, inBahnhof en usw.; wirklich eingebürgert ist sie, entsprechend ihrer hauptsächlich subtropischen Herkunft, nur in Südwest-Deutschland und vielleicht in Südtirol. In Deutschland beobachtet z.B. bei Hamburg, Blankenese, Lübeck,Swinemünde (Pommern), Berlin (seit 1877); Westfalen: Steele, Horst a. d. Ruhr (1882); Anhalt: Schönebeck, Aken,Rosslau, Hautwollfabrik Rodleben, Dresden, Breslau (1886); Rheinprovinz: Homburg a. Rhein (1912 Bonte!), Ro-landseck, Linz a. Rh., Kreuznach, Bonn, Darmstadt (1890); bayerische Pfalz: Ludwigshafen (eingebürgert); Baden:um Mannheim (Mühlau seit 1879 eingebürgert), Schwetzingen, Karlsruhe (seit 1890), um Freiburg i. B. längs derDreisam häufig, Leopoldshöhe, Konstanz; Elsass: Strassburg (seit 1900 eingebürgert). Sennheim, Kurzenhausen,Kolmar, Ingersheim, Weissenburg, Hüningen; Württemberg: Stuttgart; Bayern: Seefeld, Herrsching, Nannhof en,Nürnberg (z.B. Forsthof), Augsburg, Grünwald, München, Fürth, Erlangen. In O esterreich in Vorarlberg(vorübergehend bei Bregenz und Feldkirch); Tirol: seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts mehrfach,z. B. Zirl, Völs, Brixen, Trient, Arco; Salzburg: Salzburg, Aigen (1887); Fiume; Niederösterreich : Krems a. d. Donau.In der Schweiz: Zürich seit 1889 (im Güterbahnhof beständig, aber nicht zahlreich), Buchs, Brunnen, Stillibei Brugg, Basel, Liestal, Dornach (Solothurn), Orbe, Lausanne, Genf, Unterwallis, Tessin (Someo-Coglio imMaggia-Tal, Cadenazzo, Morcote).
Allgemeine Verbreitung der Unterart: Gleich der der Art; eingeschleppt auf den atlantischen[nseln: Kanaren, Madeira, Azoren; in Europa (im Mittelmeergebiet vielfach eingebürgert): Portugal, Spanien,
1 ) Aus dem botanischen Garten von Montpellier wird die Pflanze schon 1697 vonMagnoI angegeben.
2 ) Die Angaben von Schkuhr (1796): „Schlesien, Bayern, bei Barbi, Bremen, Leipzig" scheinen,obgleich die Beschreibung und die Abbildung des Autors stimmen, teilweise nicht genügend zuverlässig.
Fig. 753. Lepidium Virginicam L. a Ha-bitus ( l J3 natürl. Grösse). b Frucht. c Quer-schnitt durch den Samen, d Seitenansicht des-selben. — Lepidium p er f oliatum I.. £ Ha-bitus ( l /3 natürl. Grösse). /Frucht.
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