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von Südost-Frankreich und Südost-Spanien im Hafen von Mannheim 1903 (vgl. den Bestimmungsschlüssel derArten). — L. hi'rtum (L.) DC. (= Thläspi hirtum L.) aus dem Mittelmeergebiet, in der subsp. eu-hirtumThell. (Süd-Europa, Syrien) im Hafen von Mannheim 1901. — Aus der Sektion L ep io cär damon : L. spi-nösum Ard. (= L. cornütum Sibth. et Sm., = L. Carreräsü Rodriguez), einheimisch in der Türkei, Griechen-land und Südwest-Asien, verschleppt und eingebürgert auf den Balearen und in Süd-Spanien; Schöngrün beiSolothurn (Schweiz), aus Abfällen von der Malzfabrik (orientalisches Getreide!), 1912, leg. Probst. — L. Au-cheri Boiss. aus Südwest-Asien und Aegypten (ob hier einheimisch?), einmal (1895) bei der Wollkämmereiam Reihersteg bei Hamburg. — Sekt. Dileptium: L. neglectum Thellung (= L. medium Thellung olimnee Greene) aus Nordamerika (vgl. den Bestimmungsschlüssel und Fig. 754a bis d), meist nur vorübergehendmit amerikanischem Getreide eingeschleppt bei Kornhäusern, Mühlen und auf Eisenbahngelände in England,Frankreich, Deutschland (Freiburg i.B. 1900 bis 1903, 1912; Hafen von Ludwigshafen, 1903 [Poeverlein];Dresden; Döhrener Wollwäscherei bei Hannover 1912 [Scheuermann!]; Homberg a. Rhein 1912 [Bonte!]; auchvon Luitpoldheim [Bayern] angegeben), Oesterreich (Rauchsche Schleppbahn in Mühlau bei Innsbruck).Schweiz (Sitten 1891, Hombrechtikon [Zürich] 1894, Zürich mehrfach 1901 bis 1904, 1911, Embrach [Zürich] 1902,Schwanden [Glarus] 1897, Schavaretschas bei St. Moritz 1904), Siebenbürgen. — L. Bonariense L., aus demöstlichen Südamerika, 1912 bei der Hautwollfabrik Rodleben (Anhalt) von Z ob el gesammelt. — L. hyssopi-f ölium Desv. em. DC. (ähnlich dem L. ruderale) aus Australien, mit australischer Schafwolle 1907 und 1910 beider Kammgarnfabrik Derendingen bei Solothurn (Schweiz) eingeschleppt.
1. Frucht nicht aufspringend, 2-fächerig, 1- bis 2-samig (Taf. 126, Fig. 3b), weder geflügelt nochausgerandet, gedunsen, mit nur schwach gekielten Klappen. Griffel schlank, mindestens 1 jz so lang als dieScheidewand, frei vorragend. Narbe über den Fruchtklappen stärker entwickelt. Blüten vollständig. Frucht-stiele schlank, abstehend, mehrmals länger als die Frucht, kahl. Obere Stengelblätter (bei unsern Formen) mitherz- oder pfeilförmigem Grunde stengelumfassend (Sect. Cardäria) .......L. Draba nr. 1188.
1*. Frucht ein 2-klappig aufspringendes, 2-samiges Schötchen, meist geflügelt und ausgerandet (wennnicht, dann wenigstens stärker zusammengedrückt und mit kürzerm Griffel). Narbe ringsum gleichmässig oderüber den Rahmenstücken stärker entwickelt....................... 2.
2. Schötchen oberwärts breit geflügelt, die Flügel ein Stück weit an den untern Teil des Griffelsangewachsen. Fruchtstiele + wagrecht abstehend, etwa so lang wie die Frucht. Blüten vollständig. Stengel-blätter ungeteilt, mit geöhrtem Grunde stengelumfassend (Sect. Lepia) ............ 3.
2*. Fruchtflügel, wenn ausgebildet, vom Griffel frei (bei L. sativum kurz angewachsen, aber.zugleichFruchtstiele aufrecht abstehend, kürzer als die Frucht, und Stengelblätter am Grunde verschmälert) . . 6.
3. Pflanze ein- bis zweijährig. Wurzel spindelig, am Wurzelhals ohne Faserschopf. Stengel meisteinzeln aus der Mitte der Blattrosette entspringend, aufrecht. Schötchen dicht schuppig-rauh, sonst kahl. FreierTeil des Griffels höchstens '/imm ' an g (Taf. 126, Fig. 5a).........L. camp es tr e nr. 1189.
3*. Pflanze ausdauernd. Wurzel dicker, am Wurzelhals von faserigen Ueberresten vorjähriger Laub-blätter umgeben. Schötchen glatt oder schwach schuppig-rauh, zuweilen behaart. Freier Teil des Griffelsmindestens 1 mm lang (nur bei behaarter Frucht zuweilen kürzer). Stengel zu mehreren aus den Achseln derRosettenblätter oder ihrer Ueberreste entspringend, aus niederliegendem Grunde aufsteigend bis aufrecht . 4.
4. Schötchen auch in der Jugend ganz kahl................... 5.
4*. Schötchen rauh- oder weichhaarig..............L. hirtum (s. oben).
5. Fruchtklappen vom Grunde an allmählich breiter geflügelt; Flügelbreite an der Spitze = '/* derLänge der Scheidewand. Blütenstiele ganz kahl. Stengel unterwärts mit + zurückgeschlagenen Haaren besetzt,meist 20 bis 30 cm hoch, in der Regel ganz einfach............L. praten s e (s. oben).
5*. Fruchtklappen vom unteren Drittel an sehr schmal-, dann plötzlich breitgeflügelt; Flügelbreite ander Spitze = */» der Länge der Scheidewand. Stengel, wie die Blütenstiele, von abstehenden Haaren flaumigbis zottig, niedrig und einfach oder höher und oberwärts + verästelt . . . L. het erophyllum nr. 1190.
6. Keimblätter fast stets 3-teilig oder 3-spaltig (Fig. 752 e). Frucht 5 bis 6 mm lang, beträchtlich längerals der von der Achse wenig (meist 20 bis 30°) abstehende Stiel, an der Spitze deutlich geflügelt (Fig. 752 c)und ausgerandet. Blüten vollständig. Kronblätter oft rötlich. Stengel bläulich bereift (Sect. Cärdamon)
L. sativum nr. 1191-
6*. Keimblätter stets ungeteilt. Frucht bis 3 1 /2 mm lang, kürzer oder höchstens so lang wie der unter
mindestens 45 ° abstehende Fruchtstiel. Kronblätter weiss oder gelblich oder fehlend. Pflanze nie blau
bereift (Sect. Dileptium) ............................. 7-
7. Schötchen an der Spitze deutlich ausgerandet. Griffel (mit der Narbe) kürzer oder höchstens so langwie die Ausrandung. Seitliche Staubblätter fehlend (Subsect. Eu-Dilep ti um). Vgl. auch L. perfoliatum. 8.