äusseren Kante (wo das Würzelchen des Keimlings liegt) oft schmal durchscheinend
geiig berandet, bei Benetzung stets stark verschleimend. Keimling meist rückenwurzelig
en sc hief seitenwurzelig (L. Virginicum). Keimblätter (im Samen) kantig-walzlich oder
geflacht, nach der Keimung eiförmig bis fast kreisrund (bei einer Art [L. sativum]
U1 g> Fig. 745 c, d, i), stets an ihrem stielförmigen Grunde^abgeknickt, d. h. mit ihrem Ur-
prung über die Krümmung des Keimlings hinaus auf die Seite des Würzelchens übergreifend
J- J g. 752e, i). Mesophyll-Idioblasten, bei L. Draba ausserdem (oder ausschliesslich?) Leit-
bündel-Idioblasten.
, I" biologischer Hinsicht sind die Blüten der Lepidium-Arten niedrig organisiert. Die Kronblätter sind
sich Schauapparat, die Kelchblätter sind abstehend; nirgends kommt es durch Zusammenschliessen der- und Kronblätter zur Bildung eines Honigreservoirs oder eines bestimmt vorgeschriebenen Weges fürussel des besuchenden Insektes. Immerhin sind die Arten mit verhältnismässig ansehnlichen Blüten undP ettem Androeceum an die Bestäubung durch Insekten angepasst. Die Blüten sind meist schwach proterogynie Autogamie wird durch spontanes Abbiegen der Staubbeutel der längeren Staubfäden nach aussenwert; sie scheint auch erfolglos zu bleiben. Dagegen geht Hand in Hand mit der Rückbildung der Kronezunehmende Neigung zur Selbstbefruchtung, die bei apetalen Arten mit homogamen Blüten (z. B. bein" era ' e ) zur Autokarpie führt; das Ausbleiben der Verdoppelung der medianen Staubblätter ist für die, estäubung günstig, weil ihre Staubbeutel genau in der Medianebene liegen und im jugendlichen Zustand
e durch die geschlossenen Kelchblätter an die Narbe angedrückt werden. — Einrichtungen zur Verbreitungruchte fehlen den mitteleuropäischen Arten der Gattung. Die Flügelränder der Fruchtklappen könnena ls Mittel der Verbreitung durch den Wind aufgefasst werden, da die Schäfchen bei der Reife auf-6 n und die Samen zu Boden fallen lassen. Die über das Ende der Scheidewand vorspringenden Flügel-,( s °lche fehlen bezeichnenderweise bei dem schliessfrüchtigen L. Draba) dienen vielmehr als Ausstreu-ung für die Samen in Form von Angriffspunkten für mechanische Eingriffe (z. B. das Vorbeistreifenleren), die das Schötchen zum Aufspringen bringen. Die Reduktion der Samen auf 1 pro Fruchtfachlologisch reichlich kompensiert durch die Reichblütigkeit und den starken Fruchtansatz der meisten' nam entlich der einjährigen Spezies. So stellen bei massig verzweigten Exemplaren von L. campestren L, Draba 800, von L. Virginicum 1000 Blüten noch gar keine besonders hohen Zahlen dar: bei einemhohen, auf gedüngtem Boden gewachsenen Exemplar von L. sativum wurden 5500 Schötchen gezählt,. l em südafrikanischen L. myriocärpum Sonder, das seinen Namen (das „10000 früchtige") mit Recht trägt,
000 Blüten keine Seltenheit. Die Samen sind wegen ihrer Kleinheit für die Windverbreitung geeignet;as klebrige Verschleimen der Samenschale bei Benetzung dürfte bei der Verbreitung und namentli ch beiestigung der Samen im Keimbett eine Rolle spielen (bei den schliess- und spaltfrüchtigen Cruciferen,den Arten der verwandten Gattung Coronopus, tritt keine Verschleimung der Samenschale ein). Der
e - charakteristische Geruch und Geschmack der Kresse-Arten beruht auf der Bildung eines ätherischenSenföli •
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(bei L. sativum vorzugsweise Benzylsenföl) aus einem Glykosid (bei L. sativum Glykotropaeolin) unter
lmvirkung des (im unverletzten Zustand der Pflanze auf besondere Zellen, die sog. Eiweissschläuche
rten, Fermentes Myrosin bei Verletzung der Gewebe durch mechanische Eingriffe (z. B. beim Zer-
Blätter). Ausserdem enthalten die meisten Lepidium-Arten in Kraut und Samen einen eigentüm-
bisher noch nicht rein dargestellten Bitterstoff „Lepidin".
Die Gattung ist in ca. 125 Arten, die sich auf 5 Sektionen verteilen, gleichmässig über die gemässigten
fi ri Subtropen beider Hemisphären verbreitet; auch in Neuseeland, den Südsee- und Hawai-Inseln
ich endemische Vertreter, was auf ein hohes Alter der Gattung schliessen lässt. In den Polarländernund den T t
^ -iropen fehlen Lepidium-Arten oder sind in den letztern auf die Gebirge beschränkt (Abessinien, Anden).
j, ihrer Standortsansprüche sind die Arten der Gattung Lepidium ursprünglich teils Fels- und Weide-
(besonders in meridionalen Gebirgen), teils Bewohner salzhaltiger Stellen (Steppen, Salzwiesen usw.).
v Arten haben aber in einem Teil ihrer Individuen diese natürlichen Standorte verlassen, sind auf die
übp nscnen geschaffenen künstlichen Lokalitäten (Mauern, Kulturland, Schutt, Wegränder, Bahngeleise usw.)
; n >j & n S en und werden jetzt durch die unbeabsichtigte Tätigkeit des Menschen verbreitet. So ist das ursprünglich
j^-l ^ e utralamerika heimische L. Virginicum im Begriff, auf diese Weise ein Kosmopolit zu werden. Eine
Worrl ' Ivum ! ist vom Menschen als Salatpflanze in Kultur genommen und so über die ganze Erde verbreitet
f r g] ' u L. Iatifolium wird zuweilen als Küchengewächs gezogen. Medizinische Verwendung fanden
en den zuletzt erwähnten Arten auch L. campestre, L. ruderale und L. graminifolium (siehe unten)-
usser den im Text mit Beschreibung aufgeführten Arten wurden im Gebiet der mitteleuropäischen
Aus der Sekt. Lepia: Lepidium pratense Serres (= L. Villärsii
FloGr eri
1 adventiv vereinzelt beobachtet:
odron, = L. heterophyllum var. pratense F. Schultz, = Thläspi hfrtum Vill. nee L.) aus den Gebirgen