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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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Verbindungsbahn Basel 190") und H. pendulum L. aus dem Mittelmeergebiet (in der Rheinpfalz 1841, 1851,1860, 1880 und 1887 auf Aeckern mit Daucus Carota bei Eilerstadt, 1858 bei Topfstedt bei Greussen inSchwarzburg-Sondershausen).

2. Papaverofdeae. Blüten radiär. Alle Kronblätter ungespornt, ungeteilt. Staubblätter zahlreich,frei, mit 2-fächerigen Antheren. Fruchtknoten 2- bis mehrfächerig. Kräuter oder Stauden, seltener Sträuchcr(Boccoma), milchsaftführend, mit einfachen oder geteilten Laubblättern. Pollenblumen. Ausser den auch inMitteleuropa spontan vorkommenden Gattungen Chelidonium, Papaver und Glaucium (siehe dort!) werdenmehrere ausländische Arten dieser Unterfamilie bei uns kultiviert, so vor allem: Es chschöl tzia 1 ) Cali-a Cham. (= Chryse'is Californica Torr, et Gray) aus den Küstenketten von Kalifornien (Fig. 726 f und g).njahng bis ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch, bläulichgrün. Laubblätter fein zerteilt mit linealen Abschnitten.Bluten auf langen Stielen, 2,5 bis 3,5 cm im Durchmesser. Blütenhülle und Staubblätter auf einer den Frucht-noten scheidenartig umgebenden Ausbreitung der Blütenachse schwach perigyn eingefügt (Fig. 726 g). Kelch'egelformig verwachsen, mützenförmig sich ablösend. Kronblätter leuchtend gelb, am Grunde orangerot. Narbeadhch. Bei uns beliebte, in verschiedenen Farben (weiss, blassgelb, blassrosa, karmesinrot) sowie gefüllt gezogene,sehr anspruchslose Rabatten- und Einfassungspflanze. Hie und da auch verwildert, so in Schlesien (zwischenSchertendorf und Lansitz bei Grünberg, bei Oppeln), in Brandenburg (Berlin, Wernitz bei Nauen, Strausberg,Sorau), Thüringen (Erfurt, Soden und Allendorf a. Werra), im Königreich Sachsen (Chemnitz etc.), um Nürnberg,im nordwestlichen Deutschland (Schwarze Berge bei Stade, Hafen von Ludwigshafen a. Rh. und auf der Mühlau).In Amerika dient das Kraut (Herba Eschschöltziae) in der Kinderpraxis als Ersatz für Opium als schlaf-bringendes Mittel. — Romneya Coulteri Harv. aus der westamerikanischen Wüsten- und Steppenprovinz,ngl.: Tree-poppy. Bis Im hohe, oberwärts verzweigte Staude mit fiederteiligen Blättern und grossen (12 cmbreit), weissen Blüten. Kelchblätter auf dem Rücken häutig geflügelt. Fruchtknoten fast vollständig viel-facheng. Kapsel mit abstehenden Borsten. — R. trichocälyx Eastwood aus Südwest-Kalifornien. Aehnlichder vorigen Art, jedoch die Kapsel mit anliegenden Borsten und Stengel oberwärts meist einfach. Beide Artenwerden wegen ihrer ziemlich haltbaren Blüten neuerdings als Zierpflanzen empfohlen; die zweite Art wächst besserals die schwerwüchsige R. Coulteri. — Macleaya cordäta R. Br. (= Boccoma cordata Willd.) aus Ostchinaund dem mittleren Japan. Bis 3 m hohe, stattliche, bläulichbereifte Staude mit safrangelbem Milchsaft, mitgrosser, vielblütiger und endständiger, 25 bis 30 cm langer, locker verzweigter Blütenrispe. Kelchblätter 2,weisshch. Kronblätter fehlend. Staubblätter zahlreich (24 bis 30). Kapsel flach, verkehrt-eiförmig, mit 4 bis6 Samen. Diese starke, wegen ihrer prächtigen Belaubung beliebte Solitärpflanze wurde 1795 aus China durchGeorg Stanuton eingeführt. Adventiv bei Speyer, 1909. — Boccöniafrutescens L. aus dem tropischenAmerika. 1 bis 3 m hoher Strauch mit fiederteiligen Blättern und endständiger, 25 bis 40 cm langer Blütenrispe.Samen einzeln, grundständig. — Roemeria 2 ) hybrida DC. (= Chelidonium hybridum L.) aus dem Mittel-meergebiet. Einjährige, ca. 50 cm hohe, im Habitus an Papaver erinnernde Art mit gelbem Saft und fieder-teiligen Blattern. Kelchblätter 2, rauhhaarig. Kronblätter in der Knospenlage zerknittert, violett, 2 bis 2,5 cmang, nach dem Verblühen bald abfallend. Staubblätter zahlreich. Frucht schotenartig, 5 bis 7,5 cm lang und> ^ bis 0,3 cm breit, 4-klappig aufspringend. Selten auch adventiv, so bei Bremen (Mühlen 1894), Hamburg,ei Berlin (bei Köpenik und Rüdersdorf 1894), in Sachsen (Zwickau 1893), in Posen (bei Meseritz über 40 Jahreang), m Schleswig (Wandsbeck), Hafen von Mannheim etc. — Ro em eria Orientälis Boiss. als Seltenheit beiam urg (Wandsbek). — Meconöpsis Cämbrica Viguier (= Papaver Cambricum L., = P. flävum Moench).^raiz.: Pavot-jaune, p. du pays de Galles; engl.: Welsh poppy. Heimat: Westeuropa (Pyrenäen [bis 2000 m],Jj" ralfranzös - Bergland, Normandie, England, Schottland bei Edinburg). Pflanze ausdauernd, 20 bis 45 cm hoch,4 c g ? em Saft ' ' m Habitus ganz an Papaver erinnernd. Kelchblätter 2. Kronblätter 4, breit-eiförmig. 3 bisverkehrt 8 ' " 6lb -' StaubbIätter zahlreich. Griffel deutlich ausgebildet. Narbe kopfig. Kapsel schmal länglich(Park tt rnil S' kahl, mit 4 bis 6 Nerven. Vorübergehend auch verwildert beobachtet, so in Schleswig

zierlich e U Art St - rUP ^ Angeln ^' Schlesien (Görlitz 1890), in der Schweiz (Rheineck und Creux du Vent). Diesepoppy me/ - Clne dankbare Pflanze für's Alpinum. — Argemö ne Mexicäna L. Stachelmohn. Engl.: Prickly

Asien Afrik P op P^- Heimat: Mittelamerikanisches Xerophytengebiet und tropisches Amerika, ausserdem in»,-r,r,J,-M„„ <- "^ ■ ustralien verschleppt, selten auch in Mitteleuropa, z. B. Hafen von Mannheim, mit Wollabfällen

«oft A.S. hio an i r S' Hamburg, Westbahnhof Regensburg. Einjährig, mit gelbem, ätzendem Milch-

au.iu, 4j Dis vu cm noch lrn 1 1

borst'tr BI"t 3 K- ' ' S ra ugrün, abstehend verzweigt. Laubblätter eingeschnitten-fiederteilig, am Rande

v ui-«. ü IS 6 cm im Durchmesser. Kelchblätter

ivronblatter gelb bis orane-e <-

j . ° ' am wunde breit keilförmig. Narbe fast sitzend, in den Einsattelungen zwischen

den zusammenneigenden Griffelästen.

mit in der Knospe vorgezogenen Spitzen, borstig.

: fast sitzend, in den Einsattelungen zwischen

Kapsel breit-länglich, mit 4 bis 6 Klappen sich öffnend, meist borstig

') Benannt nach dem Zoologen Dr. Johannes Friedrich Eschscholtz aus Dorpat (1793 bis 1831).2 ) Nach dem Zürcher Botanikprofessor Johann Jakob Römer (1763 bis 1819).

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