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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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(ursprünglich indisch-malayisch, heute aber in allen Tropengegenden kultiviert), welche einen Bestandteil derPomadeBorbori" bilden, wird dasHang-Hang-« oder Makassar-Oel gewonnen, aus denen von Artabötrysintermedia Hassk. (Java) und anderen Arten das OelMinjak-Kenangan". Gewürze liefern die Samen derafrikanischen Xylöpia Aethiöpica A. Rieh. (Mohren-pfeffer) und X. aromatica (Meleguetta,Neger- oder Guinea-pfeffer), ferner die Samen von Monodöra Myristica Dun.in Westafrika (die Samen werden wie die Muskatnüsseverwendet). Essbare Früchte liefern ausser einigen Uväria-Arten vor allem An 6 na squamösa L., franz.: pomme deCanelle; engl.: Sweetscop, sugar-apple (ursprünglich inWestindien heimisch, heute in den Tropen allgemein kul-tiviert), A. reticuläta L. und A. muricäta L. DieFrüchte der letzten Art werden bis 2 kg schwer. Aus denFrüchten von Anona Cherimölia Mill. aus Peru (inItalien und Algier kultiviert) wird ein gegohrenes Getränkbereitet. Mehrere Xylopia- und Anona-Arten liefern Tex-tilfasern, viele Anonaceen Werkholz.

Fig. 725. Liriodendron tulipifera L.Phot. Haus er, "Wadenswil (Schweiz).

4. Myristicäceae. Die an die Anonaceae sich enganschliessende Familie unterscheidet sich von dieser Familiedurch die eingeschlechtigen, dioezischen Blüten mit ein-fachem, 3-lappigem Perianth und durch die zu einer Röhreverwachsenen Staubfäden. Frucht eine einsamige, fleischige,am Rücken und an der Bauchnaht aufspringende Beeren-kapsel. Samen mit grossem, gelapptem Samenmantel(Arillus), mit zerklüftetem (ruminatem) Endosperm. DieFamilie umfasst Holzpflanzen mit immergrünen Blätternund gehört ausschliesslich den Tropen und zwar über-wiegend dem tropischen Asien an. Myrfstica frägransHouttuyn von den Molukken (speziell den Banda-Inseln) liefertdie. ölreichen Muskatnüsse (Endosperm und Embryo derSamen), während der geteilte, karmoisinrote SamenmanteldieMacis" oderMuskatblüte" des Handels liefert. Derstreng dioezische, immergrüne Baum von 6 bis 10 m Höheentwickelt 7 bis 10 Monate nach der Blütezeit eine an-nähernd kugelige, fleischige, pfirsichähnliche Beerenfrucht

von 3 bis 6 cm Länge, die sich bei der Reife in 2 Klappen spaltet (vgl. Einleitung Fig. 296). Sie enthält eineneinzigen von der holzigen, harten Testa und dem Arillus umgebenen Samen. Die getrockneten, harten Samenkerne(nucleus) bilden die Muskatnüsse des Handels (SemenMyristicae. Pharm. Germ., Austr.,Helv.), welche als Gewürzund Aromaticum, früher auch als Stomachicum, Stimulans und Carminativum bei Dyspepsie, Darmkatarrh,Kolik etc. Verwendung finden. Aus den Nüssen wird ein fettes Fett, das Muskatöl oder die Muskatbutter(Oleum Nucistae, O. Myristicae expressum), aus dem Samenmantel ein ätherisches Oel (Oleum Macidis)gewonnen. Neben der echten oder Banda-Muskatnuss kommen die Nüsse von verschiedenen anderen Arten inden Handel, so vor allem die Papua- oder Neuguinea-Muskatnuss von Neu-Guinea, die Batjang-Muskatnussvon M. speeiösa Warburg, die Bombay-Muskatnuss von M. Malabärica Lam., die Samen von M. succe-danea Bl. (Halmaheira-Muskat), von M. Schefferi Warburg, M. sebifera Sm. (Trop. Amerika), M. offici-nahs Martius (Trop. Amerika), M. Bicuhyba (Schott) Warburg (Brasilien), M. Surinamensis Roland usw. Menispermäceae. Meist schlingende, sommergrüne Holzpflanzen ohne Oelzellen, mit wechsel-standigen, ungeteilten (seltener gelappten), handförmig-genervten Blättern. Nebenblätter fehlend. Blüten klein,in achselstandigen Trauben, fast immer dioezisch, zyklisch, radiär, homoio- oder heterochlamydeisch. Kelch-blatter 6 bis 9 (in 2 Kreisen angeordnet). Kronblätter 6, kleiner. Staubblätter 6 bis 24, frei oder verwachsen.Antheren mtrors, basifix, mit Spalten sich öffnend. Fruchtknoten 3 (selten mehr, zuweilen nur 1), mit je eineran der Bauchnaht hängenden, halbumgewendeten Samenanlage. Frucht eine einsamige, nierenförmige Stein-frucht. Einzelne Arten zeigen eine abnorme Stammstruktur. Im Stamm und in der Wurzel zeigt sich eineigentümlicher Zuwachs aus sekundären Cambiumbündeln, welche sich in der Rinde bilden. Die Meni-spermaeeen mit ca. 400 Arten gehören vorzugsweise den Tropen beider Hemisphaeren an; nur wenigeGattungen kommen in Nordamerika, im östlichen Mittelmeergebiet (Cöcculus Leaeba DC.) und in Japan vor.Mehrere Arten enthalten in den Wurzeln Bitterstoffe oder in den Früchten narkotische Verbindungen. Offizineil