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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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als yellow poplar, white wood oder tulip-wood zu Pumpröhren sowie beim Schiffsbau Verwendung.Offizineil(Pharm. Austr. et Helv.) sind die Früchte des Sternanis (Fructus anisi stelläti), als deren StammpfianzeIlli'cium verum Hook, f., ein in China einheimischer, 6 bis 12 m hoher Baum zu bezeichnen ist. ausser in

der Medizin (als Carminativum,mildes, blähungstreibendes undmagenstärkendes Mittel, Ge-schmackskorrigens, Zusatz zudiuretischen Getränken, zu Husten-tee etc.) werden die Früchte inder Liqueurfabrikation (Anisette)oder als Gewürz (Sternanis oderßadian) benützt. Die giftigenFrüchte (sie enthalten die terpen-artige Verbindung Shikimmen)von Illicium anisätumL. (= I.religiösum Sieb, et Zucc.) ausJapan werden leicht mit denvorigen verwechselt; seine Rindewird zu Weihrauch verwendet.Die GattungDrimys besitzt einenHolzbau, der stark an jenen derConiferen erinnert; denn Holz-gefässe und Tüpfeltrachei'denfehlen. Von D. Winteri Forst.(Mexiko bis zurMagelhaenstrasse)wird die Rinde in Südamerika(früher auch in Europa) gegenSkorbut angewendet.

2. Calycan thacea e.Sträucher mit Oelzellen. Laub-blätter gegenständig, ungeteilt.Blüten durchweg spiralig gebaut,einzeln, achselständig, meist wohl-riechend. Blütenhüllblätter zahlreich, kronblattartig. Staubblätter 5 bis 30, die äusseren in Staminodien um-gewandelt. Fruchtknoten ca. 20, getrennt, im Innern der hohlen Blütenachse, mit je 2 Samen. Früchte ein-samige Schliessfrüchte, in der vergrößerten Blütenachse eingeschlossen (Fig. 726 d, e). Samen fast ohne Nähr-gewebe, mit spiralig gerolltem, grossem Embryo. Zu dieser Familie gehören 6 Arten der beiden GattungenCalycänthus (= Butneria) und Chimon änthus aus Japan, Queensland (einzig Calycanthus Austrälis Diels),Kalifornien und aus dem atlantischen Nordamerika. Ein beliebter Zierstrauch bei uns istCalycanthusflöridaL.(= Butneriaflorida Kearney), derErdbeer-Gewürzbaum.Franz.: Arbre aux anemones; engl.: Hairy straw-berry shrub.Carolina allspice (Fig. 726c bis e). Heimat: Südliche Weststaaten der Union (North-Carolina bis Georgia, Alabamaund Mississippi. Strauch ziemlich sparrig verästelt, dicht, 1' bis 2 (3) m hoch. Knospen nackt. Blätter unterseitsweichfilzig. Blüten an den Laubzweigen gestielt, wohlriechend (nach Apfelester), 4 bis 5 cm im Durchmesser. Blüten-hüllblätter gleichfarbig, braunrot. Seltener finden sich in Kultur C. f ertilis Walt, aus Nordamerika (Blüten nichtoder schwächer duftend), C. occidentälis Hook, et Arn. aus dem nordwestlichen Amerika (Blüten übel-riechend) sowie Chimonänthus praecox Link aus China (Blüten vor der Belaubung blühend, gelblichweiss).3. Anonäceae. Holzpflanzen mit Oelzellen. Laubblätter ungeteilt, nebenblattlos. Blüten zwitterig,spirozyklisch, meist heterochlamydeisch. Blätter der Blütenhülle zumeist in 3 dreigliederigen Quirlen. Staub-blätter meist zahlreich, spiralig angeordnet. Fruchtknoten in der Regel getrennt, zahlreich. Früchte sehr oftgrosse fleischige Beerenfrüchte mit zahlreichen (4 bis 20) Samen; letztere mit zerklüftetem Endosperm undkleinem Embryo. Die Anonaceen gehören fast ausschliesslich dem Tropengürtel und zwar in der Mehrzahlder alten Welt an. Extratropisch sind einzig Asimina im atlantischen Nordamerika und einige Arten inAustralien. In Mitteleuropa befindet sich in Kultur (seit 1736) einzig Asimina triloba Dun. (ein starkesExemplar im Park zu Badenweiler) aus dem atlantischen Nordamerika mit essbaren Früchten (Assiminier,papaw"). Mehrere Arten sind wichtige Nutzpflanzen, welche deshalb auch ausserhalb der Heimat kultiviertwerden. Ausserdem finden die stark aromatischen Teile vieler Arten teils medizinische Verwendung, teils sindsie als Gewürze beliebt. Aus den wohlriechenden Blüten von Canänga odorata (Lam.) Hook. f. et Thoms.

Fig. 724. Mag-nolia. cd Blüte, e, f Laubspross

b Fruchtstand, c Same. L ir i o d en dr on tulipifera L.nit Nebenblättern, g Fruchtstand, h Diagramm (nach Eichler).