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randigen, seltener gelappten (Sassafras, Cinnamömum), fieder- oder bogennervigenLaubblättern,mit Schleim- und Oelzellen. Blüten radiär (Fig. 726b), meist zwitterig oder seltener durchAbort monoecisch, 3-zählig (selten 2- bis 5-zählig), perigyn, homochlamydeisch, klein,grünlich oder weisslich, in rispen- oder köpfchenförmigen, reichblütigen Blütenständen.Blütenhüllblätter 6 (4), am Grunde manchmal verwachsen, in 2 Wirtein stehend. Staub-blätter meist 12, in 3 oder 4 gleichzähligen Quirlen angeordnet. Antheren sich mit 2oder 4 aufwärts gerichteten Klappen öffnend, 2- bis 4-fächerig; die äusseren intrors, dieinneren extrors, manchmal teilweise als Staminodien ausgebildet. Fruchtknoten oberständigoder + in die ausgehöhlte Achse versenkt, aus 3 verwachsenen Karpellen gebildet,1-fächerig mit 3 wandständigen Plazenten, deren eine eine einzige anatrope, hängendeSamenanlage trägt. Frucht eine Beere oder eine Steinfrucht, an ihrem Grunde oft voneiner fleischigen, napfförmigen Blütenachse (Hypanthium) umhüllt. Samen mit dünner Testa.Keimling ohne Nährgewebe, mit 2 dicken Keimblättern (Taf. 122, Fig. 2c und Fig. 726b).
Die Gattung umfasst ca. 1000 Arten, in der Elauptsache Holzpflanzen mit immergrünen Blättern,welche in den tropischen und subtropischen Gebieten beider Hemisphären zu Hause sind. Als Hauptzentren derVerbreitung sind das tropische Südostasien nebst den Sunda-Inseln und Brasilien zu bezeichnen. In Australienund im kontinentalen Afrika sind die Lauraceen sehr spärlich vertreten. Die parasitisch lebende Gattung(ähnlich der Gattung Cuscuta) Cassytha weicht durch die fast blattlosen, nur mit schuppenförmigenBlättern besetzten und Haustorien treibenden Sprosse von den übrigen Lauraceen stark ab. Cassytha fili-förmis L. ist in den Tropen beider Erdhälften weit verbreitet. In Europa (zum Teil auch in der Arktis) warendie Lauraceen im Miocaen durch verschiedene Arten der Gattungen Persea, Benzöin, Sassafras, Cinnamömum,Laurus, Trianthera, Lindera vertreten; im Flvsch-Sandstein von Tegernsee in Oberbayern wurde OcoteöxylonTigurinum Schuster festgestellt. Eine Art fand man auch im Bernstein an der Ostsee. Wegen ihres Gehaltes anaromatischen Oelen haben eine grössere Zahl Lauraceen als Gewürze liefernde Pflanzen grosse Bedeutung, währendandere in der Medizin eine Rolle spielen. Die Zimmtrinde des Handels stammt von zwei Bäumen, von Cinna-mömum Zeylanicum Breyn (einheimisch auf Ceylon) und C. Cässia Blume aus China und Cochinchina.Aus den Blättern und den jungen Sprossen der letzteren Art wird durch Destillation das Zimmtoel oder Zimmt-aldehyd (Oleum Cinnamoni) gewonnen. Cinnamömum Cämphora Nees et Ebermayr (= Laurus Camphora L.) rheimisch an der chinesischen Küste, liefert den Kampfer, genauer Chinesischer-, Japanischer- oder Laurineen-kampfer, ein sauerstoffhaltiger, einem festen ätherischen Oele vergleichbarer Körper. Andere Kamphersorten,wie der Borneo- und Sumatra-Kampfer, stammen von einer Dipterocarpacee (Dryobälanops Camphora). EssbareFrüchte „Avocato Birnen" liefert die ursprünglich im tropischen Amerika heimische, jetzt überall in den Tropenkultivierte Persea gratissima Gaertn.; aus ihren Früchten ebenso aus denen von Litsea sebiferaBl. wird einfettes Oel gewonnen. Medizinische Verwendung findet das Holz, die Rinde sowie die Wurzel des laubabwerfendenFenchelholzbaumes Sassafras off i cinälis Nees ab Esenbeck, ein 6 bis 8 m hoher Baum aus dem atlantischenNordamerika mit ungeteilten und tief 3-lappigen Blättern. Bei uns ist der Baum in der Jugend gegen Kältesehr empfindlich. In Nordamerika wird aus der zerkleinerten, ungeschälten Wurzel durch Destillation mitWasserdampf ein ätherisches Oel gewonnen. Mehrere Arten liefern Werkholz. Ueber die Früchte undBlätter von Laurus nobilis vgl. pag. 12.
CCCVI. LaÜrus 1 ) L. Lorbeerbaum.
Zu dieser Gattung gehört neben nr. 1159 einzig noch L. Canariensis Webb. von den Canaren und Madeira.
1159. Laurus nobilis L. Echter Lorbeer. Franz.: Laurier, 1. commun, 1. d'Apollon,1. franc, 1. ä jambon, 1. sauce; engl.: Sweet bay; ital.: Alloro, alloro poetico; imTessin:Lori, Loiro. Taf. 112, Fig. 2 und Fig. 726 a, b.Strauch oder bis 10 m hoher Baum mit schwarzer Rinde. Laubblätter wechsel-ständig, lanzetthch, + 10 cm lang, beidseitig zugespitzt, am Rande häufig schwach wellig,dunkelgrün, lederig, kurzgestielt, immergrün. Blüten in achselständigen, büscheligen Schein-
i) Name des Lorbeers bei den Römern. Das Wort Lorbeer (mittelhochdeutsch lörber) bedeuteteigentlich nur die Beere des „lorboumes" (schon althochd. f. die Bezeichnung unseres Baumes). Der ersteBestandteil des Wortes stammt aus dem lat. laurus.