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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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rot, darüber noch 4 kürzere, sackförmig ausgebildete Honigblätter (Nebenkrone;

Fig. 721 d). Staubblätter 4, etwas kürzer als die Krone. Antheren klappig aufspringend, mit

verlängertem Connectiv (Fig. 72 le, f).Fruchtknoten länglich-eiförmig(Fig.721 g),mit breiter Narbe und zahlreichen, längsder Bauchnaht stehenden Samenanlagen.Fruchtkapsel trocken, etwas gekrümmt, un-gleich 2-klappig aufspringend (Fig. /21h),mit kurzem Schnabel. Samen zahlreich. III bis V.

Sehr selten in Gebüschen und Wäl-dern, an feuchten Stellen, auf Felsen;wild nur im südlichen Oesterreich.Fehlt wild in D eutschl and und in derSchweiz vollständig.

Fig-, 722. Epimedi 11m alpin umL. (rechts) und Aposeris foe-

tida Less., oberhalb San Francesco bei Lovrano (Nordistrien). Phot.

Frl. A. Mayer, Wien (Photographie aus dem Botan. Institut der

Universität Wien).

In Oesterreich stellenweise in Süd-steiermark (häufig bei Cilli, Tüffer, Römerbad,Steinbrück, Trifail, Lichtenwald, Videm, Rann;angeblich auch an der Drau bei Mahrenberg),in Kärnten (Saveufer am Mitalawasserfall, auf dem Kumberge bei Ratschach, bei Arnoldstein etc.), Krain (nachPaulin nur in Unterkrain und auch hier fast nur im Verbreitungsgebiet der Weinreben, westlich bis Kumberg-Seisenberg-Morowitz. Fehlt in lnnerkrain und in dem Oberkrainer Alpengebiet vollständig). Küstenland und Südtirol(im Tale der Etsch bei Zambana, Vela, zwischen Salurn und St. Michael, im untern Cembratal, Monte Vaccino,San Rocco, Maranza, Suganertal, Calliano, Rovreit, Brentegano, Cengialto, Terragnolo, Vallarsa, Lizzana, Marco,Albaredo, Mori, Monte Baldo). Nur auf Kalk und höchstens bis 1000 m steigend. Ausserdem ab und zu aus älterenGärten verwildert und eingebürgert, so in Oberbayern (zwischen Starnberg und Possenhofen), in Schlesien(Schmiedeberg, Reichenbach), Baden (Heidelberg, Schlierbach 1881 bis 1906), am Mädelstein bei Eisenach, ander Wartburg, bei Halberstadt, am Klüt bei Hameln, in Hessen bei Offenbach (am Buchrainweiher), Schiffen-berg, Laubacher Wald, Obermühle, Taufstein, in Brandenburg (z. B. bei Buckow in der märkischen Schweiz),bei Danzig (mehrfach seit 1/70 beobachtet [zum Teil nur vorübergehend] bei Königstal, Pelonken, Oliva,Jenkauer Park), bei Schleswig (Neuwerk), in Böhmen (verwildert im Erzgebirge und Böhmerwaldgebiet), inder Schweiz in den Kantonen Zürich (Bühl und Kyburger Schlosshalde bei Winterthur), Thurgau (Castell), Basel(an der Rheinhalde im St. Albantal [bereits 1774], St. Margarethengut) und Waadt (Bevieux).

Allgemeine Verbreitung: Südliches Europa (von Bosnien und Serbien bis zuden Tiroler Alpen, bis zur Lombardei und bis Oberitalien).

Dieser illyrisch-südalpine Typus gehört in den obengenannten Gebieten des südlichen Alpengebieteszu den Bestandteilen des südalpinen Mischwaldes, gebildet von Ostrya carpinifolia, Quercus-Arten, Acerpseudoplatanus, Fraxinus Ornus, Tilia-Arten etc, und erscheint daselbst neben Helleborus niger var. macanthusund H. viridis, Isopyrum thalictroides (Bd. III, pag. 4/6), Anemonetrifolia, EuphorbiaCarniolica, Omphalodes verna,Symphytum tuberosum, Pulmonaria Vallarsae, Lithospermum purpureo-caeruleum, Mellttis MelissophvilumLamium Orvala, Scrophularia vernalis und Hoppei (Bd. VI, pag. 31 u. 34), Asperula Taurina, Hacquetia EpipactisCirsium Erisithales, Aposeris foetida, Philadelphus coronarius, Euonymus verrucosus undlatifolius, StaphilaeapinnataDaphne Laureola etc. Im Schüttgebiet bei Arnoldstein in Kärnten erscheint die Pflanze neben Crepis incarnataCytisus purpureus, Viola elatior und Lamium Orvala. Die Einwanderung in den südlichen Teil von Steiermarkwo sich Epimedium besonders im Savetal vorfindet, erfolgte wie bei Omphalodes verna, Lilium CarniolicumAsparagus tenuifolius, Ruscus hypoglossum etc. von Unterkrain aus. Die Blüten sind als proterogyne Blumenmit verborgenem Honig zu bezeichnen. Die blutroten Kronblätter dienen als Schauapparat. Die eine Neben-krone darstellenden, becherförmigen Honigblätter sind gelb und besitzen eine nektarabsondernde, kurze Aussackung. Epimedium alpinum wird in mehreren Formen seit langem (in Schlesien schon zur Zeit Ludwigs XIV.) bisheute kultiviert.

52. Fam. Lauräceae. Lorbeergewächse.

Bäume oder Sträucher mit nebenblattlosen, meist wechselständigen und leder-artigen, dicken, immergrünen, glänzenden, seltener abfallenden (Sassafras, Lindera), ganz-

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