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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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mooren erscheint Th. flavum gern im Magnocaricetum oder in der Verlandungszone neben Heleocharis acicularis-und palustris, Poa palustris (Bd. I, pag. 317), Deschampsia caespitosa, Scirpus lacustris, Alisma Plantago, Rumexconglomeratus und paluster, Iris Pseudacorus, Equisetum limosum, Ranunculus Flammula (inkl. subsp. reptans)«und Lingua, Veronica Anagallis und scutellata, Scutellaria galericulata, Epilobium parvifiorum, Lythrum Salicaria,.Comarum palustre, Spiraea Ulmaria, Nasturtium palustre, Lathyrus paluster, Senecio paludosus, Stellaria graminea,Hippuris vulgaris etc. Ueber das Vorkommen in den Dünentälern vgl. pag. 355.

1152. Thalictrum exaltätum 1 ) Gaud. Hohe Wiesen-raute, Uferraute. Fig. 715.

Aehnlich der vorigen Art, aber noch kräftiger undhochwüchsiger. Ausdauernd, 50 bis 190 cm hoch, mit krie-chender Grundachse. Stengel aufrecht, stark gerillt, kahl,,glänzend, an den Verzweigungen mit kleinen Nebenblättern.Laubblätter doppelt gefiedert, ziemlich lang gestielt..Blättchen verkehrt-eiförmig-keilig, meist 3-spaltig, dieobern lineal, unterseits ganz kahl (var. g 1 a b ru m Rikli)-oderfein behaart (var. typicum Rikli) Blütenrispe weit aus-ladend, breit-oval, mit etwas abstehenden Aesten. Blütengelb, nebst den Staubblättern aufrecht. Staubbeutel nichtbespitzt. Früchte meist fast kugelig (Fig. 715b).VILVIIL

Sehr selten an buschigen Ufern und in Sümpfen..

In Deutschland einzig im südlichen Baden am Unterseein der Nähe von Konstanz (zwischen Gundholzen und Iznang, Woll-matingerried im Felbirain, unterhalb Gutlohn). Fehlt in Oester-reich gänzlich. In der Schweiz sehr vereinzelt im südlichen Tessin.(zw. Minusio und Navegna, bei Magadino, Paradiso bei Lugano, amMuzzaner-See, zw. Melide und Morcote, bei Riva, Mendrisio) und -im Kanton Thurgau (Gottlieben am Untersee, Güttingen am Boden-see) ; für Graubünden (Bahnhof Tiefenkastei) sehr fraglich.

Allgemeine Ve rbr eitung: Südschweiz,.Bodenseegebiet, Lombardei.

Von Bastarden werden erwähnt: 1. Th. flexuosumBernh. X Th. flavum L. (= Th. medium Jacq.) aus Brandenburg(Drebkau: Laubst), Posen (Obornik: Lopuchowo) und Westpreussen(Danzig: Plehnendorf). 2. Th. minus L. X Th. foetidum L. inBöhmen (Brüxer- und Launer-Mittelgebirge). 3. Th minus L.X Th. lucidum L. in Posen (Kruschwitz).

Fig. 715. Th:a, a\ Habitus \}\\

lictrum cxaltatum Gaud.natürl. Grösse), b Früchtchen.

CCCIII. Adönis 2 ) L. Adonisröschen, Teufelsauge, Feuerauge. Franz.: Adonide,

oeil de perdux, sang de Venus rubiscant, goutte de sang; engl.: Pheasant's-eye,,

rose a ruby; ital.: Fior d'Adone, occhio del diavolo.

Einjährige oder ausdauernde Kräuter und Stauden mit beblättertem Stengel. Laub-blätter doppelt bis dreifach gefiedert, mit schmal-linealen Abschnitten. Blüten radiär, meisteinzeln stehend, lebhaft gefärbt. Kelchblätter 5, kahl oder behaart, anliegend oder ab-stehend. Kronblätter 3 bis 20, lebhaft gefärbt, ohne Nagel und Honiggrube. Staubblätterzahlreich. Fruchtknoten zahlreich auf zylindrisch verlängertem oder kegelförmigem Blüten-boden mit 1 hängenden oder aufrechten, introrsen Samenanlage; letztere mit 2 IntegumenteruFrüchte gedunsen, 1-samig, querrunzelig geädert, nussig, mit Hartschicht (Fig. 717d und n).

') Lat. exaltätus = erhöht; von lat. ältus = hoch.

2 ) Nach dem römischen Mythus (Ovids Metamorphosen) verwandelte Venus ihren Liebling Adonis,der durch einen vom eifersüchtigen Mars geschickten Eber getötet wurde, in die blutrote BlumeÄdonium"..