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solang als das Perigon, hängend, mit kaum verdickten Filamenten, lineal, wenig
zahlreich. Fruchtknoten sitzend, + 10, kürzer als das Perigon, mit fransig-gezähnelten,
sitzenden, roten Narben, die sich mit ihren
Rändern nach hinten zusammenlegen (Fig. 711c).
Früchte aufrecht, ungeflügelt, gegen den Grund
verschmälert, mit deutlichen Längsnerven, drüsig
behaart. — VI bis VIII.
Selten und nur stellenweise an trockenen,sonnigen Stellen, auf Felsen, an steinigen Ab-hängen, trockenen Rainen, unter Gebüsch; inden Alpen bis 2400 m. Gern auf Kalk.
Fehlt in Deutschland vollständig. In O est er-reich in Böhmen (selten bei St. Iwan und St. Prokop beiPrag. Schladniger bei Brüx, Stein. Basaltfelsen des Busch-berges bei Teinitz, Berauntal bei Srbsko), in Mähren(Heiliger Berg und Turold bei Nikolsburg [auf Kalk],Klentnitz, Polauer Berge), in Steiermark (Westseite derLantschgruppe auf der Rotwand der Dirnauer Alpe, obMixnitz, hinter Peggau; angeblich auch bei Tragöss undan der Gösserwand), in Tirol (zerstreut im mittleren undwestlichen Gebiet von Finstermünz überTumpen, Putsch,Taufers, Fassa, Trient, ValVestino, Stenico zum Stilfser-joch) und in Krain. In der Schweiz vereinzelt imZentralgebiet.
Allgemeine Verbreitung: Pyre-näen, Alpenkette, Balkan, Kaukasus, UralKleinasien, Centralasien.
Aendert ab: var. genuin um Rikli. Pflanzereichlich drüsig behaart, bis 80 cm hoch. — Hieher
subvar. alpestre Gaud. Kleine gedrungene Hochgebirgsform, 10 bis 20 cm hoch. Laubblätter grundständig,dichtgedrängt (Schweiz). — var. gläbrum Koch. Pflanze ganz kahl, selten die Früchte noch etwas drüsenhaarig(Seltener, oft mit dem Typus. Schweiz). — var. macrölobum Schur. Blättchen schwachdrüsig, grösser(8 bis 15 mm breit und 10 bis 1/ mm lang), eingeschnitten gekerbt oder 3-lappig, mit gezähnten Lappen(Steiermark: Peggau). — Diese xerophil gebaute, stark drüsige Art findet sich vor allem in den Haupttälern derzentralen Alpenkette; im Wallis nach Binz neben Astragalus Monspessulanus, Ononis rotundifolia, Rhamnuspumila, Libanotis montana und Laserpitium Siler (alles xerophile Kalkpflanzen), in Südtirol nach Murr inGesellschaft von Aster alpinus, Athamantha Vestinae, Carex ornithopodioides, Poa alpina, Cytisus sessilifolius,Scorzonera Austriaca, Asplenium lepidum. lieber das eigenartige Vorkommen in Steiermark vgl. Bd. III, pag, 415.
Fig. 711. Thalictrum foetidum L. a Habitus ( l j:i natürl.Grösse). a\ Wurzelstock, b Blattfieder (vergrössert). c Frucht.
1148. Thalictrum minus L. (= T. montanum Wallr.). Kleinblätterige Wiesen-raute. Fig. 712.
Ausdauernd, 30 bis 150 cm hoch. Stengel aufrecht, verzweigt, rillig- bis tiefkantiggefurcht, wie die ganze Pflanze kahl, seltener kurz drüsenhaarig. Laubblätter mehrfachgefiedert, mit gestielten, meist derben, seltener dünnlaubigen, ganzrandigen, 3-lappigen,3-zähnigen oder 3-spaltigen Blättchen, sehr verschieden gross (0,5 bis 5 cm lang), mit +eiförmigen oder dreieckigen, 3- bis 4-kerbigen Lappen, etwa so lang als breit. Blüten inlockerblütiger Rispe, gelb. Blütenhüllblätter 4. Honigblätter fehlend. Staubblätter zahl-reich, hängend (Fig. 712b). Früchte ungestielt, längsrinnig, gerade aufrecht (Fig. 712f).Narben am Rande nicht gezähnelt. — V bis VIII.
Zerstreut an steinigen Abhängen, Waldrändern, Felsen, in Steinbrüchen, auf trockenen,mageren Wiesen; von der Ebene bis in die Alpen, bis 2450 m (Bernina). Gern auf Kalk.Selten auch eingeschleppt (Lübeck: Schwartau).