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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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seitlich zusammengedrückt, mit meist 10 (15) stellenweise anastomosierenden Längsrippen. VII, VIII,

Stellenweise häufig auf steinigen Alpenwiesen, im Weiderasen, in Hochmooranflügen

der Zentralalpen; von ca. 1900 bis2800 m.

Fehlt in Deutschland (Bayer.Alpen) vollständig. In Oesterreichstellen weise inTirol (Fasultal bei St. Anton,Fimbertal, Seiseralpe, Schierngebiet), inSteiermark (einzig auf dem Hohenwart,besonders am Abhang gegenPusterwald),Salzburg (Malnitzer Tauern), Kärntenund Krain; fehlt in Vorarlberg, Ober-und Niederösterreich vollständig. In derSchweiz einzig in Graubünden (Puschlav[le Gersi], Ofenpass, Münstertal,Val Tuoisüdlich vom Piz Buin); ebenfalls im an-grenzenden Italien (Livigno, Fraele).

All gemeine Verb reitung:Pyrenäen, Westalpen (Provence,Dauphine), Oestliche Zentral-alpen, Siebenbürgen (Butsets), Wales, Schottland, nördl. und arktisches Europa, Asien undAmerika, Kaukasus, Gebirge von Zentralasien, Rocky Mountains (bis Colorado), Neufund-land, Anticosti-Insel (Fig. 710).

Diese zierliche alpine Wiesen-Ranunculacee zeigt in den Alpen zwei vollständig getrennte Verbreitungs-areale ohne irgendwelche Verbindungsstationen. In den westlichen Alpen ist sie auf die Provence (Basses-Alpesund See-Alpen) und Dauphine (sehr selten : Drome, Hautes-Alpes) beschränkt, in den östlichen Alpen auf diezentrale Kette vom Engadin und dem Ofengebiet bis nach Kärnten. Auffallend ist auch das disjunkteVerbreitungsgebiet in Tirol, wo sich die Art einzig im Oberinngebiet anschliessend an das schweizer.Areal und im Schiernmassiv vorfindet. Im Ofengebiet erscheint Th. alpinum in Masse auf den Alpweiden(Verrucano, Silikatgestein, seltener auch auf Hauptdolomit) neben Selaginella selaginoides, Nardus stricta, FestucaHalleri, Avena Scheuchzeri, Sesleria disticha, Nigritella nigra, Coeloglossum viride, Anemone sulphurea, Potentillaaurea und villosa, Geum montanum, Sibbaldia procumbens, Trifolium alpinum, Empetrum, Meum Mutellina, Azaleaprocumbens,Viola calcarata, Androsace obtusifolia. Soldanella pusilla, Gentiana nivalis, excisa, campestris,Veronicabellidioides, Euphrasia minima, Bartschia alpina, Phyteuma hemisphaericum, Campanula Scheuchzeri und barbata,Globularia nudicaulis, Plantago montana und alpina, Galium anisophyllum, Antennaria dioica, Leontodon hispidusund Pyrenaicus, Arnica montana, Crepis aurea, Carlina acaulis, Cetraria Islandica, Cladonia rangiferina (nachBrunies). In Hochmooranflügen (Sphagnetum) erscheint das unscheinbare Pflänzchen, das man oftauf allenVieren" suchen muss. neben Eriophorum vaginatum und latifolium, Trichophorum caespitosum, Equisetumpalustre, Vaccinium Myrtillus, uliginosum und Oxycoccus. Th. alpinum ist ausgesprochen windblütig. DieNarben, die vor den Staubblättern entwickelt sind, bleiben während des Aufspringens der Staubbeutel nochemfängnisfähig.

Fig. 7!0. Geographische Verbreitung von Th all c tr um alpinum L.(nach Mar r et).

1147. Thalictrum föetidum L. Stinkende Wiesenraute. Fig. 711.

Ausdauernd, (20) 30 bis 50 (80) cm hoch, mit kurzem, kräftigem Wurzelstock.Stengel aufrecht, gerade, seltener hin- und hergebogen, verzweigt, stielrund, mit schwachausgeprägten Längsrillen, drüsenhaarig, seltener kahl. Laubblätter ,3- bis 4-fach gefiedert,gestielt, die obersten sitzend, mit sehr kleinen (5 bis 10 mm), fast runden oder breit-eiförmigen,vorn unregelmässig eingeschnitten-gelappten, meist beiderseits stark drüsig-behaarten, 3 bis6 mm breiten und 4 bis 7 rnm langen Blättchen an sehr zarten Stielen (Fig. 711b). Blütenin sehr lockerer, reichhaltiger, unregelmässig verzweigter Rispe, sehr lang gestielt (Aestefast wagrecht abstehend, wenig verzweigt, behaart), hängend, gelb. Perigonblätter 4, eiförmig,bis 5 mm lang, grün, mit schmalem Hautrand, abstehend, kahl. Staubblätter zuletzt doppelt