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4. Stengel stielrund, glatt bis schwach kantig. Ganze Pflanze meist drüsig. Alpenkette, Böhmen, Mähren
Th. foetidum nr. 1147.4*. Stengel rillig bis tief kantig-gefurcht. Pflanze meist kahl......Th. minus nr. 1148.
5. Blüten + entfernt. Staubfäden nickend. Staubbeutel bespitzt (Fig. 713d) Th. Bauhini nr. 1149.5*. Blüten + dicht büschelig-gedrängt. Staubfäden aufrecht. Staubbeutel meist unbespitzt (Fig. 714b) 6.
6. Grundachse nicht kriechend................Th. lucidum nr. 1150.
6*. Grundachse kriechend.......................... 7.
7. Blütenrispe ziemlich zusammengezogen, länglich-oval. Stengel nicht glänzend. Obere Blättchenlänglich-lanzettlich. Verbreitet....................Th. flavum nr. 1151.
7*. Blütenrispe weit ausladend, breit-oval. Stengel glänzend. Obere Blättchen lineal. Selten in derSüdschweiz und am Bodensee...................Th. exaltatum nr. 1152.
1145. Thalictrutn aquilegifölium L. (= Ruprechtia aquilegifolia Opiz). Akelei-
blätterige Wiesenraute, Amstelkraut. Franz.: Colombine panachee, C. plumacee, rue
de bois, pigamon ä feuilles d'Ancolie; engl.: Meadow-rue; ital.: Pigamo aquilegifolio,
fiocchitt (Tessin). Taf. 121, Fig. 1 und Fig. 709.
Der Name Wiesenraute (in der alten Nomenklatur: ruta pratensis), der kein volkstümlicher ist.bezieht sich auf die rautenähnlichen Blätter. Echte Volksnamen sind: Kaisertee (Riesengebirge), Gesund-heitstee (Egerland), Hir schw urzblüh [vgl. das in den Blättern ähnliche Peucedanum Cervaria] (Salzburg),Streustudä, Geisslaube (Schweiz).
Ausdauernd, (22) 40 bis 100 (130) cm hoch, mit büscheliger Wurzel. Stengel auf-recht, verzweigt, unten hohl, glatt mit ganz feinen Längsrillen, kahl. Grundblätter denStengelblättern gleichgestaltet, 2- oder 3-fach gefiedert, an den Verzweigungen und amStielgrunde mit breiten, knorpeligen, muschelförmigen Nebenblättchen. Blättchen ziemlichdünn, rundlich bis verkehrt-eiförmig, 2 bis 3 cm lang, vorne eingeschnitten-gekerbt odergelappt, kahl, bläulich bereift. Blüten in meist reichblütiger, - 1 - gedrungener Trug-dolde, nicht hängend, violett, seltener weiss. Blütenhüllblätter verkehrt-eiförmig, 4 bis6 mm lang, kahl, grünlich (selten weiss), sehr hinfällig. Honigblätter fehlend. Staubblätter
zahlreich, unter-halb der Antherekeulig verdickt,viel länger alsdie Fruchtknoten(Taf. 121, Fig. la,1 d). Staubfädenweisslich oderhell-lila. Fruchtknotenwenig zahlreich,deutlich gestieltmit hakig geboge-nerNarbe. Früchtebraun, glatt (nichtgerieft),überhäng-end, 3-kantig ge-flügelt, allmählichin den fast eben-solangen Stiel ver-schmälert (Taf.121, Fig. lb und
Fig. 709. Thalictrum aquilegifölium L. Thot. Dr. K.. Maisch, München.
lc). — V bis VII.