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Fig. 706.
Tümpel mit Ranunculus circinatus Sibth.Phot. V. Zünd, München.
Diese durch die fein zerteilten (niemals Schwimmblätter erzeugend) Blätter ganz an das Wasserlebenangepasste Art erscheint in langsam fliessenden Gewässern oft in dichten Rasen und verbreitet zuweilen einenunangenehmen Geruch. Aus den submersenSprossen erheben sich die weissen, sternförmigenBlüten über die Wasseroberfläche und stellengrosse, schnee weisse Blütenteppiche dar (Fig. 706).Als Begleitpfianzen erscheinen in den Gewässernnicht selten Potamogeton natans, densus odercrispus, Myriophyllum,Callitriche vernalis, Cera-tophyllum (pag. 450), Lemna-Arten, Utricu-larien, in Norddeutschland Hottonia palustris,Hydrocharis Morsus ranae, Stratiotes aloides,Limnanthemum nymphaeoides etc. R. divaricatusgehört wie die Utricularien, die Potamogeton-,Chara- und Nitella-Arten zum „Najas-Typus"von Schimper, d. h. im Boden wurzelndeoder freischwebende, mit ihren Vegetations-organen völlig untergetauchte Pflanzen mitlangen, flutenden Sprossen. Im Spätherbst flot-tieren zuweilen einzelne entwurzelte grüneRasen auf den Seeflächen herum, um dann angeeigneten Stellen bewurzelte Stücke zurückzu-lassen. Diese bilden bei der raschen vegeta-tiven Vermehrung sehr bald neue Kolonien. So erklärt sich auch das alljährliche Auftreten dieser Art an Stellen,wo sie kurz zuvor noch nicht zu finden war (Baumann). Wie bei anderen Batrachiern brechen aus den Knotender Sprosse Beiwurzeln hervor, die namentlich als Haftwurzeln Bedeutung haben. — R. divaricatus Schrankist ein nomen confusum und deckt sich nicht mit R. divaricatus von Koch und anderen deutschen Autoren.
1143. Ranunculus aquätilis L. (= Baträchium aquatile Wimm.). Gemeiner Wasser-
Hahnenfuss. Fig. 707a bis e, i und k.
Ausdauernd, 10 bis 150 cm lang. Stengel untergetaucht, kahl, verzweigt. Unter-getauchte Blätter wiederholt 3-spaltig, zuletzt gabelig verzweigt, mit allseits abstehendenZipfeln, zart (ausserhalb des Wassers schlaff, pinselförmig zusammenfallend), meist länger alsdie Stengelglieder. Schwimmblätter selten fehlend, gestielt, im Umriss und in der Teilungsehr veränderlich, rund bis nierenförmig, oder 3- bis 5-spaltig, seltener 3- bis 5-teilig, mitstumpfen, gekerbten Lappen. Blütenachse halbkugelig. Blüten lang gestielt, sich über denWasserspiegel erhebend (Stiele oben verjüngt, nach der Blüte gekrümmt), 20 bis 25 mm imDurchmesser, mit meist 5 weissen, ziemlich grossen (9 bis 14 mm), breit-verkehrteiförmigen,gelbbenagelten Honigblättern. Honigdrüse rundlich-oval, ringsum (unten am stärksten)umwallt. Staubblätter meist + 30, länger als die Griffel, gelb. Früchte querrunzelig, aufborstlich behaartem Fruchtboden, behaart oder kahl, mit kurzem Schnabel. — (III) V bis VIII.
Ziemlich verbreitet (doch stellenweise über grosse Gebiete ganz fehlend) instehenden und langsam fliessenden Gewässern, in Seen, Buchten, Teichen, Gräben, in Flüssenund Bächen; fast nur im Tieflande.
Allgemeine Verbreitung: Europa, Mittel- und Ostasien, Nordamerika, tro-pisches und südliches Afrika, Andines Südamerika.
Aendert stark ab: subsp. heleöphilus (Arvet-Touvet) (= var. submersus Gren. et Godr.). Fig. 707k.Schwimmblätter fehlend. Alle Laubblätter untergetaucht (Submerse Form). Von R. circinatus durch die grösserenBlüten und die zahlreichen Staubblätter verschieden. — subsp. heterophyllus (Weber) Neilr. (= R.longifölius Ross-mann). Fig. 707a bis e. Schwimmblätter fast stets vorhanden,herzförmig, 3 bis 5-Iappig, mit gekerbten Lappen. Stengelmeist aufrecht. Blüten lang gestielt, gross. Früchtchen gross, borstlich behaart. — Hieher ferner: var. truncätusKoch. Basis der Schwimmblätter abgestutzt, nicht herzförmig. — var. peltätus (Schrank). Schwimmblätter herz-förmig-rundlich, bis über die Mitte 3-spaltig, mit gekerbten Lappen, am Grunde mit übergreifenden Rändern. — var.