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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Selten und nur in salzhaltigem und brackigem Wasser an der Nord- und Ostsee(oft übersehen); ausserdem ganz vereinzelt an salzigen Stellen im Binnenland, so in denMansfelder Seen und in Lothringen (Salzwasser bei Vic, Moyenvic, Marsal, Dieuze, Saar-burg, Chäteau-Salins). Angeblich auch bei Bernburg (in der Bornschen Aue), bei Münster.Fehlt in Oesterreich und in der Schweiz gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: An der Ost- und Nordsee.

Aendert wenig ab: var. nätans Marsson. Schwimmblätter 3-spaltig, mit umgekehrt-eiförmigen,kerbig-dreilappigen Zipfeln. var. Godrönii Marsson. Schwimmblätter fächerförmig-dreiteilig mit dreieckig-keiligen, 3-spaltigen, oft schmalen Zipfeln. var. marinus Marsson. Alle Laubblätter untergetaucht, haar-förmig-vielspaltig, die unteren kurzgestielt. var. terrestris Godron. Stengel kurz. Zipfel der meist vierteiligenLaubblätter kurz und starr.

Eine von E. Krösche (Allgemeine Botan. Zeitschrift 1909, pag. 83) beschriebene Form R. pseudo-Bauddtii unterscheidet sich von R. Baudotii durch folgende Merkmale: Staubblätter in voller Blüte gewöhnlichvon gleicher Höhe mit dem Stempeikopfe. Blattzipfel ausserhalb des Wassers zusammenfallend. Frucht nichtaufgeblasen. Honigblätter nicht 6, sondern 7 bis 9 mm lang. Diese Batrachium-Art ist eine Salz- und Brack-wasserpflanze der Ost- und Nordseeküste. Im Binnenland erscheint sie sehr vereinzelt, im Gebiet der MansfelderSeen bei Eisleben neben vielen andern Halophyten wie Salicornia herbacea (pag. 254), Suaeda maritima (pag. 257),Artemisia maritima, Aster tripolium, Plantago maritima, Glaux maritima, Samolus Valerandi, Erythraea linarii-folia, Bupleurum tenuissimum, Melilotus dentatus, Spergularia salina und marginata (pag. 423), Triglochin mari-timum, Heleocharis parvula, Blysmus rufus (Bd. II, pag. 43), Juncus Gerardi, Carex secalina sowie neben verschiedeneninteressanten halophilen Algen (Enteromorpha intestinalis und salina, Lyngbya salina, Gloeotrichia salina etc.)

1142. Ranunculus circihätus 1 ) Sibth. (= R. divaricätus auct. germ. non Schrank, = R.stagnälis Wahr., = R. rigidus Hoffmann, = Baträchium divaricatum Wimmer). SpreizenderHahnenfuss. Franz.: Grenouillette; engl.: Eel-beds, white crowfoot, water-fennel; ital.:Ranuncolo soldinello, peucedano acquaiuolo. Taf. 118, Fig. 6, Fig. 704a und g und Fig. 706.

Ausdauernd, bis 1 m lang, dunkelgrün. Stengel untergetaucht, verzweigt, kahl.Laubblätter sämtlich untergetaucht, sitzend, 1 bis 2 cm lang, viel kürzer als die Stengel-glieder, im Umkreis kreisrund, am Grunde 3-teilig (Fig. 704a), darnach mehrmals gabelig geteilt,mit spreizenden, borstlichen Gipfeln, starr, auch nach dem Herausnehmen aus dem Wasserspreizend, nicht zusammenfallend, mit borstlich behaarten, kurzen Blattscheiden. Blüten-achse länglich-eirund. Blüten + lang gestielt (Stiel zuletzt bis 8-mal länger als die Laub-blätter), über das Wasser emporragend, 0,5 bis 2 cm im Durchmesser. Perianthblätter meist 5,7 bis 10 mm lang, weiss mit hellem Nagel und unbedeckter Honiggrube. Staubblätterzahlreich, länger als die Fruchtknoten. Früchte auf behaartem Fruchtboden, bis 1,5 mmlang, schwach gedunsen, borstlich behaart, runzelig, mit kurzem, aufgesetztem Spitzchen. V bis IX.

Zerstreut in stehenden oder langsam fliessenden Gewässern, in Teichen, Tümpeln,Altwässern der Flüsse, seltener in Flüssen, Gräben, Bächen; nur in der Ebene.

Allgemeine Verbr eitun g: Fast ganz Europa, gemässigtes Asien (ostwärts bisRussisch-Turkestan).

Aendert verhältnismässig wenig ab. Hieher: var. terrestris Gren. et Godr. Stengel verkürzt.Laubblätter dicker, länger als die Zwischenglieder. Blattabschnitte breiter (Seltene Landform bei sinkendemWasserstand, auf Mooren). var. globulif ö rmis A. Schwarz. Blattzipfel kurz, dicklich, nicht flächenförmigausgebreitet, sondern nach allen Richtungen abstehend, eine Kugel bildend. Blüten kleiner (Diese Form machtden Eindruck einer Landform, wächst aber im tiefen Wasser). var. p s eu dost aim'n eu s A. Schwarz.Blattzipfel weniger stark, kürzer und die radförmige Ausbreitung weniger zeigend, jedoch nicht pinselförmigzusammenfallend. Blüten kleiner, namentlich die Knospen sehr klein (Habituell an R. paucistamineus erinnernd,aber schon durch die langen Blütenstiele von dieser Art verschieden).

J ) Kreisförmig; von lat. ci'rces = Kreis. Nach der Gestalt der Blätter.