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Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im Süden), Sibirien,Kaukasus.
Aendert ab: var. typicus Beck (= R. binatus Kit., = R. cervicörnis Kittel). Grundständige Laub-blätter oben + tief eingeschnitten, 3- bis 7-lappig. Lappen stumpf oder zugespitzt oder mit keiligemGrunde, breit (Häufig). — var. reniförmis Kittel. Unterstes Laubblatt handförmig, 9- (selten bis 15-) teiligmit ganzrandigen oder gekerbt-gezähnten Abschnitten (f. incisifölius Rchb.). Die übrigen Grundblätternierenförmig, ringsum gekerbt-gezähnt. — var. decipiens Warnsdorf. Grundblätter nur 1. Die übrigen zuScheiden reduziert (Selten). — var. fällax Wimmer et Grabowski. Grundblätter herzförmig-kreisrund bisnierenförmig. Vielleicht hybride Form. — var. Hevellus Hülsen. Pflanze in allen Teilen kleiner, niedrig,oft 1-blutig. Blätter zarter, alle grundständigen fast stets geteilt, die stengelständigen gezähnt. Blüht etwasfrüher als die Art (Selten in Deutschland: im westl. Havelland in der Prov. Brandenburg). — var. pseudo-cassübicus Spribille nee Christ. Aehnlich var. Hevellus, jedoch am Grunde mit 2 blattlosen Scheiden undmehr als 3 Grundblättern (Posen). — var. pseudocassübicus Christ nee Spribille. Stengel 35 bis 40 cm hoch.Grundblätter 2 bis 3. Abschnitte der Stengelblätter breit-lanzettlich, gegen die Spitze zu grob gezähnt (Basel).— var. Brahnaviensis Spribille Pflanze mit je einem 5-lappigen Grundblatt. — var. palüster Hegetschw.Honigblätter + verkümmert (Besonders auf Sumpfwiesen, oft auch unter der Normalform).
Neben der starken Variation (in Form und Zerteilung) der grundständigen Laubblätter, welche wiebei Anemone silvestris zwei verschiedenen Achsen angehören (die ungeteilten, in deren Achsel sich eineKnospe vorfindet, gehören zu der im nächsten Jahre blühenden), neigen die Blüten dieser und der folgenden Artstark zu monströsen Bildungen.. Regelmässige, vollständigeBlüten sind sehr selten anzutreffen; Vergrünung, Durch-wachsung, petaloi'de Ausbildung. Verkümmern bis + voll-ständiges Fehlen sowie Vermehrung der Perianthblätterkönnen nicht selten konstatiert werden. Ebenso sind dieGlieder des Honigblattkreises leicht einer vor- oder rück-schreitenden Metamorphose unterworfen. Füllung der Blütendurch Petalisation der Staubblätter ist ferner möglich. Auchkönnen alle Stamina unfruchtbar sein oder aber ganz ver-kümmern, so dass dann die Blüten rein weiblich erscheinen^Endlich können alle Stamina in Carpelle (oder umgekehrt)umgewandelt sein. Die Gestalt der Nektardrüse ist gleich-falls veränderlich, zuweilen 2-lippig und unvollständig be-deckt. Die proterandrischen Blüten werden von Fliegenund Apiden besucht. — In Westpreussen erscheint R. auri-comus nach Scholz zuweilen in Menge auf den nassen, häufigauf kurze Zeit unter Wasser stehenden „Flusstalwiesen"neben Caltha palustris, Ranunculus Ficaria, Anemone nemo-rosa, Ranunculus acer, Cardamine pratensis, denen sich imSommer Euphrasia pieta, Lythrum Salicaria, Cirsium ole-raceum, Campanula patula und seltener Inula Britannicahinzugesellen.
1130. Ranunculus Cassübicus 1 ) L. Kas-
subischer Hahnenfuss. Franz.: Renoncule
de Pomeranie. Fig. 69/.
Aehnlich nr. 1129, aber Pflanze höherund schlanker. Ausdauernd, 30 bis 50 (60) cmhoch mit kurzem, gegliedertem Wurzelstock undmit zahlreichen dünnen Wurzelfasern. Stengelaufrecht, weniger verzweigt, vielblütig, an denVerzweigungen mit sitzenden Stengelblättern;die untersten Stengelblätter 5- bis 7-teilig mit
Fig. 697. Ranunculus Cassübicus L. a Habitus('-/änatürl. Grösse), b Perianthblatt. c Honigblatt, d Honig-tasche (vergrössert). e Junges Früchtchen.
') Im Kassubenland (zwischen der Persante und der unteren Weichsel) wachsend.