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Grunde 3- bis 5-teiIig mit schmalen, lanzettlichen, spitzen Abschnitten. Blüten goldgelb, 2 bis 2,5 cm im Durch-messer, an ungerieften Blütenstielen. Früchte auf borstlichem Blütenboden gestielt, mit kurzem, hakigem Schnabel,kahl. — VI, VII. Zerstreut und selten auf Weiden. Typisch vor allem in den östlichen Alpen, doch vereinzeltauch im Schweizer Jura und am Saleve bei Genf.
subsp. Hornschüchii (Hoppe als Art) (= R. Villarsii Koch, = R.'pseüdo-Villarsii Schur, = R. Brey-ninus A. Kerner nee Crantz, = R. Lappönicus Vill., = R. Grenieriänus Jordan, = R. oreöphilus Bieb.).Hornschuchs Hahnenfuss. Fig. 696e und f. Ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch, reichlich behaart. Wurzelstock kurzwalzlich, abgebissen. Stengel aufrecht, 1- (bis 2-) blutig, abstehend dicht behaart. Grundständige Laubblättergestielt, 5-teilig (Mittellappen am tiefsten eingeschnitten), mit breit-eiförmigen, sich mit den Rändern deckenden,unregelmässig eingeschnitten-gesägten, zugespitzten Abschnitten. Stengelblätter sitzend, bandförmig, 3- bis5-teilig, mit lanzettlich-linealen, oft eingeschnittenen Abschnitten. Früchte auf borstigem Blütenboden, mit deut-lichem Kiel und sehr kurzem, hakigem Schnabel (Fig. 696f). — V, VI. Selten auf steinigen Wiesen, aufGeröllhalden der Alpen.
R. montanus gehört, obgleich die Pflanze tief in die Täler und auf die Hochebenen hinabsteigt, zuden typischen, allerdings wenig wählerischen endemisch-alpinen Spezies. Besonders häufig ist er auf frischen,fetten Weiden und Matten (Milchkrautweide) anzutreffen, hier häufig in Begleitung von Crepis aurea, Leon-todon hispidus, Geum montanum, Trollius Europaeus, Ranunculus aconitifolius und Pyrenaeus. Meum Mutellina,Potentilla aurea, Anemone alpina (bezw. sulphurea), Campanula Scheuchzeri, Trifolium badium, Gentiana vernaund acaulis (bezw. excisa), Soldanella alpina, Viola bifiora, Homogyne alpina, Cirsium spinosissimum, Chrysan-themum alpinum, Myosotis alpestris, Alchimilla alpestris, Bartsia alpina, Pedicularis verlicillata, Polygonumviviparum, Poa alpina, Phleum alpinum, Anthoxanthum odoratum, Festuca rubra etc. Anderseits wird R. mon-tanus auch als Geröllpflanze angetroffen, auf Kalk in Gesellschaft von Sesleria caerulea, Poa alpina und minor,Festuca rupicaprina, Carex ferruginea, Salix retusa und reticulata, Thesium alpinum, Rumex scutatus, Alsineverna, Kernera saxatilis, Biscutella, Hutchinsia alpina, Arabis alpina, Saxifraga aizoides, androsacea und caesia,Parnassia palustris, Dryas, Helianthemum grandiflorum, Campanula pusilla, Aster alpinus, Achillea atrata, Bellidi-astrum Michelii, Senecio Doronicum, Carduus defloratus etc. An Bachufern sind auf Urgestein als BegleitpflanzenDeschampsia caespitosa, Triglochin palustre, Carex frigida, Juncus Jacquinii, alpinus und triglumis,Trichophorumcaespitosum, Cardamine amara, Saxifraga stellaris und aizoides, Epilobium alsinifolium etc. zu nennen. Aufder oberbayerischen Hochebene findet sich diese anpassungsfähige Art im Frühjahr auf Sumpfwiesen (im Parvocari-cetum, Schoenetum und Molinietum) als akzessorische Pflanze neben Primula farinosa, Gentiana acaulis, Pingui-cula alpina, Bellidiastrum Michelii, Polygala amara, Cirsium rivulare, Trollius Europaeus, Thalictrum aquilegi-folium, Sesleria caerulea, Tofieldia calyculata, Bartschia alpina, Valeriana dioeca etc.
1129. Ranunculus aurfcomus 1 ) L. (= R. binatus Kit., = R. reniförmis Kit., = R. cervi-
cornis Kit.). Gold-Hahnenfuss. Franz.: Renoncule tete d'or; engl.: Goldilocks; ital.:
Bottoncini d'oro, Margheritino. Taf. 120, Fig. 4.
Ausdauernd, 15 bis 45 cm hoch, mit kurzem, .abgebissenem Wurzelstock und zahl-reichen Seitenwurzeln. Stengel aufrecht, zerstreut behaart, verzweigt, 2- bis mehrblütig, amGrunde manchmal hohl und ohne blattlose Scheiden, mit 5 bis 7 sitzenden, bis zum Grundegeteilten Stengelblättern mit linealen, ganzrandigen Abschnitten. Grundständige Laubblätter(1) 2 bis 4, sehr lang gestielt, nierenförmig, ringsum gekerbt-gezähnt, ungeteilt oder durch2 oder 4 (6) + tiefe Buchten 3- oder 5- (7-) teilig, mit keilförmigen Mittel- und doppeltso breiten oder gleichgestalteten Seitenlappen, kahl oder + behaart. Blüten goldgelb, 1 bis2 cm im Durchmesser, an behaarten, stielrunden (nicht gefurchten) Blütenstielen. Perianth-blätter behaart,. + anliegend. Honigblätter verkehrt-eiförmig, 5 bis 10 mm lang, manchmalverkümmert bis ganz fehlend, mit kurzer, unvollständig bedeckter Honiggrube. Früchtchen3,5 bis 4 mm lang, eiförmig, an den Seiten etwas gewölbt mit kurzem, vom Grunde anhakenförmig gebogenem Schnabel, ohne Nerven, jedoch dicht flaumhaarig (Taf. 120, Fig. 4c).— IV bis VI (zuweilen nochmals im Herbst).
Hie und da (stellenweise ganz fehlend) in lichten, feuchten Laubwäldern, in Baum-gärten, Hecken, Gebüschen, Vorhölzern, auf feuchten, fruchtbaren Wiesen, Auen, Fettmatten;von der Ebene bis in die alpine Region (Bernina in Graubünden 2100 m).
! ) Von lat. aürum = Gold und cöma = Haupthaar, Laub; nach den goldgelben Blüten.