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Frankfurt a. d. O.), Posen (Theerkente), Schlesien (Birnbäumel bei Militsch), Westpreussen (mehrfach). — 11. A.alpina L. subsp. sulphurea DC. x A. vernalis L. (= A. Wilczekii F. O. Wolf) im Wallis. —12. A. Halleri All. X A. vernalis L. (= A. Emiliäna F. O. Wolf) im Wallis. — Für die von Brüggerpublizierte Kombination A. alpina L. x A. sulphurea (= A. ochroleuca Brügger) fehlen nach Seiler die Belege.
CCC. MyosÜrilS 1 ) L. Mäuseschwänzchen.
Die Gattung umfasst 7 Arten, die besonders in der nördlichen gemässigten Zone, doch auch in Chileund Neuseeland verbreitet sind.
1107. Myosurus mfnimus L. Acker-Mäuseschwänzchen. Franz.: Queue de souris;
engl.: Mousetail. Taf. 117, Fig. 8.
Einjähriges, bis 11 cm hohes Pflänzchen, mit kurzer Faserwurzel. Laubblättersämtlich grundständig, zahlreich, büschelig, schmal-lineal, stumpflich, oben etwas breiterals unten, kahl, dicklich, ganzrandig. Stengel mehrere, blattlos, kahl, die Blätter meist über-ragend, mit einer endständigen, radiären Blüte. Perigonblätter meist 5, grünlich, lineal,3 bis 4 mm lang, mit löffelförmiger, länglicher, etwas hohler, abstehender Spreite und miteinem dem Blütenstiel + anliegenden Sporn (Taf. 117, Fig. 8 b). Kronblätter als Honig-blätter ausgebildet, gelbgrün (durch Chlorophyll bedingt), spateiförmig, etwas röhrig, gestielt,in der Mitte mit einer Honiggrube. Staubblätter 5 bis 10, gelb. Fruchtknoten zahlreich, aufzylindrischem, sich zur Fruchtzeit oft bis 6 cm verlängerndem, kahlem Fruchtboden, frei, ein-samig, mit kurzem Griffel, dachziegelförmig angeordnet. Früchte nussig, + 3-kantig, 1 bis1,5 mm lang, mit sehr kurzem Schnabel (Taf. 117, Fig. 8a). — IV bis VI.
Selten, aber dann meist gesellig, auf feuchten, sandigen und lehmigen Aeckern, anschlammigen Ufern, auf überschwemmt gewesenen Stellen, auf Brachfeldern, Schwemmland,an Wasserlachen der Ebene (in Böhmen [Brdygebirge] bis über 600 m); oft unbeständigund nur vorübergehend. Fehlt auf Kalkboden gänzlich.
In Deutschland ziemlich verbreitet, wenn auch in einzelnen Gebieten ganz fehlend. In Oester-reich gänzlich fehlend in Salzburg, Tirol und Kärnten; auch in Steiermark neuerdings nicht mehr beobachtet.In der Schweiz als Seltenheit in den Kantonen Waadt (Fuss der Dole, Payerne), Basel (Bruderholz) undAargau (Boswyl, Würenlingen, Bremgarten, Rheinfelden-Möhlin).
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika, Orient, Kali-fornien, atlant. Nordamerika und S. O. Australien (hier wohl adventiv).
Dieses eigenartige, unscheinbare, kalkfeindliche Pflänzchen schwankt der Zahl nach sehr, je nachdemder Jahrgang nass oder trocken ist. Auf sandigen Aeckern erscheint es zuweilen als Unkraut zusammen mitHolosteum umbellatum (pag. 377), Herniaria, Gypsophila muralis, Spergula arvensis, Hypericum humifusum,Radiola linoides, Lythrum hyssopifolium, Caucalis daucoides, Centunculus minimus, Cicendia filiformis etc. Andrer-seits erscheint Myosurus auf Schwemmland längs der Flüsse, welche Stellen infolge der Wasserbewegung kahlbleiben; hier dann zuweilen mit Pilularia globulifera (Bd. I, pag. 49), Elatine-Arten, Moenchia erecta, Cerastiumanomalum (pag.362), Ranunculus sardous, Limosella aquatica, Helosciadium repens, Hydrocotyle, Lythrum hysso-pifolium, Potentilla supina, Teesdalia nudicaulis. Arnoseris minima, Chondrilla iuncea, Podospermum laciniatum,Gnaphalium arvense und uliginosum, Scirpus setaceus, Cyperus flavescens und fuscus, Carex cyperoides (Bd. II,pag. 58), Juncus bufonius etc. — Die unansehnlichen, grünlichgelben Blüten sind homogam und sondern in derMitte der Honigblätter in einer seichten Grube Nektartröpfchen ab. Als Bestäuber kommen winzige Mücken,Fliegen, Käfer und Schlupfwespen in Betracht, welche teils Fremd-, teils Selbstbestäubung vollführen. Diesehr kleinen Früchtchen werden durch den Wind leicht verbreitet.
CCCI. Ranunculus 2 ) L. Hahnenfuss. Franz.: Renoncule; engl.: Crowfoot,
buttercups; ital.: Ranunculo.
Einjährige oder ausdauernde Kräuter und Stauden, Land- und ± vollständig unter-getauchte Wasserpflanzen. Laubblätter nur selten einfach (R. Ficaria, gramineus, Lingua,
1 ) Gr. j.ivg [mys] = Maus und ovgä [urä] = Schwanz; nach der Gestalt der Fruchtähre.
2 ) Diminutiv von Iat. räna = Frosch. Viele Arten wachsen am oder im Wasser, dem Aufenthaltsortdes Frosches.