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Tafel 117.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Clematis Vitalba (pag. 511). Blütenspross.
„ la. Fruchtstand.
„ Ib. Einzelfrucht.
„ lc. Querschnitt durch das Früchtchen.
„ 2. Ranunculus aconlüfalias. Blütenspross.
„ 2 a. Früchtchen.
„ 3. Ranunculus parnassifolius. Habitus.
„ 3 a. Fruchtstand.
„ 4. Ranunculus montanus (Hochalpin. Exemplar).
Fig. 5. Ranunculus alpestris. Habitus.
„ 6. Ranunculus Pyrenaeus. Habitus.
„ 6 a. Früchtchen.
„ 7. Ranunculus glacialis. Habitus.
„ 7a. Früchtchen.
„ 8. Myosurus minimus (pag. 540). Habitus.
„ 8 a. Früchtchen (vergrössert).
„ 8 b. Perianthblatt.
Blüten befruchtungsfähig. Die anfangs zusammenschliessenden, hängenden Petalen bilden für die Staub- undFruchtblätter gegen den Regen ein schützendes Dach. Nicht allzuselten kann man beobachten, dass nach derHauptblütezeit im Frühjahr sich bis in den Juli hinein oder noch später stets neue Blüten entfalten, so dassim Sommer neben den Fruchtständen geöffnete Blüten vorhanden sind. A. pratensis tritt in Norddeutschlandzuweilen in Scharen auf den sandigen Triften auf neben Carex praecox, verna und ericetorum, Koeleria pyra-midata, Phleum pratense var. nodosum, Silene inflata, Potentilla arenaria, alba und argentea, Dianthus Car-thusianorum, Viola arenaria, Saxifraga granulata, Trifolium montanum, Galium verum und Mollugo, PeucedanumOreoselinum, Pimpinella Saxifraga, Calamintha Acinos, Erigeron acer, Centaurea Scabiosa, Senecio Jacobaea,Armeria vulgaris, Hypochoeris glabra, Arnoseris minima etc. In Böhmen (z. B. um Aussig) ist diese Steppen-pflanze auf den Sandfluren vergesellschaftet mit Veronica spicata, Rumex Acetosella, Jasione montana, Aira caryo-phyllea, Danthonia, Avena pratensis, Scleranthus perennis, Calluna, Eryngium, Helichrysum arenarium, Lactucasaligna, Cytisus nigricans etc. In Niederösterreich zählt die Art zu den Bestandteilen der pontischen Heideoder niederösterreichischen Federgrasflur (vgl. Bd. I, pag. 204). — Die vegetativen Teile dieser und andererPulsatillen waren früher unter dem Namen Herba Pulsatillae nigricantis offizinell.
Hybride Formen sind in grösserer Zahl beschrieben worden sowohl von Anemonen als Pulsatillen;namentlich die letzten zeigen einen grossen Formenreichtum. Dagegen sind Kombinationen zwischen Arten ausden beiden Sektionen nicht bekannt geworden. Einzelne Pulsatilla-Bastarde sind in Posen und Westpreussen nichtallzu selten anzutreffen. Hieher: 1. A. nemorosa L. X A. r anunculo ides L. (= A. Seemeni Camus).Perigon + erbsengelb (Mehrfach). Beck unterscheidet von diesem Bastard zwei Formen: a) A. LipsiensisBeck (= A. intermedia Winkler, = A. nemorosa L. var. flava Peterm., = var. sulphürea Pritz.). Hüllblätterlang gestielt. Stiel 5 bis 13 mm lang, ungefähr von der halben Länge der Blätter. Abschnitte wie bei A.ranunculoides. Blütenhüllblätter zitronengelb, in weissgelb verbleichend. Nüsschen wenig abstehend. 2) A.Vindobonensis Beck. Hüllblätter wie bei A. ranunculoides kurz gestielt, doch die Blattabschnitte breitrhombisch, der Mittellappen zweimal so lang als breit (wie bei A. nemorosa). Blütenhüllblätter stark hellgelb,fast weiss, aussen reichlich behaart. — 2. A. nemorosa L. X A. trifolia L. (= A. Pittönii Glowacki,= A. hybrida Keil). Unterscheidet sich von A. nemorosa durch die fast ungeteilten Blätter und den blassenWurzelstock, von A. trifolia durch die tiefer eingeschnittenen, oft zweispaltigen, an den grundständigen Blätternstets deutlich gestielten Blättchen und das nickende Fruchtköpfchen. Zerstreut in Niederösterreich (häufig in derUmgebung von Waidhofen an der Ybbs, Seitenstetten, Kematen), Tirol (Grübele-Bühel bei Lienz, Cimirlo-Sattelbei Povo), Steiermark (Bachergebirg ob Rothwein bei Marburg), Kärnten (Tarvis), Krain und Küstenland(Groiner Tal bei Görz). — 3. A. patens L. X A. pratensis L. (= A. Hackelii Pohl, = Pulsatila HalleriPresl. = A. Halleri Tausch). Ziemlich häufig in Deutschland (besonders im nordöstlichen Teil) und in Böhmen.— 4. A. patens L. X A. vernalisL. (= A. intermedia [Lasch] G. Don). Selten im nordwestlichenDeutschland, Schlesien, Finnland und Polen. — 5. A. Pulsatill a L. X A. pratensis L. (= A. äff (nis [Lasch]G. Don). Sehr selten in Brandenburg (Buchheide bei Templin), Mittel-Sachsen (Roggenholz bei Halle, Heiden-stein bei Dölau) und Pommern (Jasmunder Fährberg auf Rügen). — 6. A. patens L. X A. Pulsatilla L.Einzig von der Garchinger Heide bei München erwähnt. — 7- A. Pulsatilla L. subsp. grandis GurkeX A. pratensis L. subsp. nigricans Kerner (= A. mixta Halacsy, = Pulsatilla Petteri Beck). Sehr seltenin Niederösterreich (bei Kalkburg, am Bisamberge, Sattelkopf bei Giesshübl). — 8. A. Pulsatilla L. X A.vernalis L. (= A. propfnqua [Lasch] G. Don). Selten in Sachsen (Doberschütz bei Eilenburg), Bayern(Kelheim, Arzberg bei Weltenburg). — 9. A. m on tan a Hoppe X A. vernalisL. (= A. B olzane n sis Hayek,= Pulsatilla Bolzanensis Murr). Einzig in Tirol (auf dem Ameiser bei Klobenstein, bei Räppesbühl, am Ritten;Malserheide?) — 10. A. pratensis L. XA. vernalisL. (= A. spiiria Camus) in Brandenburg (Driesen, Golssen,