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Bayern), Schweiz; die subsp. grandis in Südrussland,Ungarn, Siebenbürgen, Niederösterreich,Salzburg, Nordtirol, Südbayern und Harz.
Aendert etwas ab: f. laciniäta Jessen. Blütenhüllblätter 3- bis mehrspaltig. Staubblätter öftersblattartig. Die vermeintliche A. Bogenhardiäna Pritz. mit überhängenden, dunkelvioletten Blüten ist nachder neuesten Auffassung von Hayek (Festschrift für Ascherson, pag. 465) von A. Pulsatilla nicht verschieden.Dagegen gehört als Unterart hieher: subsp. grandis (Wenderoth) Gurke (= A. Pulsatilla Host, = A. vul-garis var. calcärea Hampe, = A. Pulsatilla var. angustisecta Neilr., = A. Halleri All. var. auricoma Pritzel,= Pulsatilla Hackelii A. Kerner, = P. vulgaris A. Kerner. = P. grandis Simonkai). Zipfel der Laubblätterbreiter (3 bis 7 mm breit), mit deutlich gestieltem Endabschnitt, in der Jugend seidig behaart, im Alter kahl,im Sommer oder Herbst blühend (f. serötina Beck) oder Blütenhüllblälter eingeschnitten (f. inci'sa Beck).Nach Hayek in Nieder- und Oberösterreich, Salzburg, Nordtirol, Steiermark (einzig Nussdorf nächst Pettau),Südbayern und im Harz. Hernach wären also zwei Formen, eine schmalblätterige (die eigentliche A. Pulsatilla),welche in Nord- und Mitteleuropa verbreitet ist und eine breitblätterige, die subsp. grandis, in Südost- undMitteleuropa beheimatet, zu unterscheiden. Eine Uebergangsform von der echten Linne'schen nordeuropäischenPflanze zu A. grandis wird neuerdings von Dalla Torre und Sarnthein aus Nordtirol als P. Oenipontänabezeichnet. Gelegentlich kommen auch weiss- oder rosablühende sowie gefüllte Exemplare vor. Ebenso könnendie Petalen 2- oder dreiteilig bis zerschlitzt sein oder in Form und Farbe den Hüllblättern gleichen. Zuweilensind die Niederblätter am Stengel mit Spreiten versehen. Selten erscheint auch eine doppelte Hülle oder einezweite Blüte. Die m. Häuseri Erdner zeigt eine stark vergrösserte (länger als die Blüte), ungleichgrosseHochblatthülle. Zipfel teils umgerollt, teils flach. — Als Besucher der homogamen Blüten kommen in erster Liniehonigsaugende und pollensammelnde Bienen, als Honigräuber Ameisen in Betracht. Der Nektar wird wie beiA. pratensis von kurzgestielten Köpfchen (= umgewandelte Staubblätter) abgesondert, welche sich zwischenden Petalen und den Staubblättern vorfinden. Die Fremdbestäubung wird dadurch gesichert, dass die Narben auchdie längsten Staubblätter überragen. A. Pulsatilla ist in Baden, Niederbayern sowie auf dem Gipshügel bei Winds-heim (Mittelfranken) geschützt; ebenso besteht in Wien (wie für A. pratensis und silvestris) Verkaufsverbot.
1105. Anemone montäna Hoppe (= A. Pulsatilla L. var. nütans Gaudin., = P. nigricansBaumgarten, = P. intermedia Hoppe et Hornschuch). B erg-Küch en schelle. Taf. 115, Fig. 5.
Ausdauernd, 8 bis 20 (bis 30 cm im Fruchtstadium) cm hoch, mit kräftigem, schwarzem,absteigendem Wurzelstock. Grundständige Laubblätter lang gestielt, 3-fach fiederspaltig,mit schmal-linealen, spitzen Zipfeln, stark abstehend behaart, nach der Blüte erscheinendund im Herbste absterbend. Hochblatthülle aus schmal-linealen, fein zugespitzten, sehrstark behaarten Zipfeln bestehend. Stengel aufrecht, behaart, mit endständiger, nickenderBlüte. Blütenhüllblätter dunkelviolett (selten hellblau, rosa oder weisslich), aussen starkweiss zottig behaart, wenigstens anfangs glockenförmig zusammenhängend, später stern-förmig ausgebreitet, doppelt so lang als die zahlreichen gelben Staubblätter, manchmal ander Spitze nach auswärts gebogen, meistens jedoch gerade. Früchte rauhhaarig, mit demabstehend-behaarten Griffel bis 3 cm lang. — IV, V.
Auf sonnigen, trockenen Hügeln, an buschigen Abhängen der südlichen Alpentäler;von der Ebene bis 2150 m (Chandolin im Wallis).
Fehlt in Deutschland vollständig. In Oesterreich einzig in Tirol (im Etschtal aufwärts bisSchlinig ca. 1600 m und bis zur Malserheide 1530 m, im Eisaktal bis Sterzing, Bruneck, Val di Nonn), Vorarlberg(einzig Umgebung der Niedere bei Egg), Krain (Innerkrainer Karstgebiet) und Küstenland. In der Schweizim Wallis (besonders von Trient bis Deisch), selten im Tessin und Graubünden (um Chur, Tamins, Maienfeld,Domleschg, Münstertal).
Allgemeine Verbreitung: Südliche Alpentäler von Südfrankreich, der Schweiz,von Tirol, im Karst, in Bosnien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Siebenbürgen, Südrussland.
A. montana vertritt auf der Karstheide die daselbst fehlende A. nigricans und erscheint dort nach Beckzusammen mit Andropogon ischaemum (Bd. I, pag. 182), Diplachne serötina, Sesleria autumnalis, Clematis recta(pag. 515), Cytisus argenteus, Genista sericea und diffusa, Dorycnium suffruticosum, Coronilla vaginalis und coronata,Geranium sanguineum, Linum tenuifolium und Narbonense, Ruta divaricata, Althaea cannabina, Fumana pro-cumbens, Convolvulus Cantabricus, Stachys rectus und officinalis, Satureja montana und rupestris Wulf., Euphrasialutea, Galium lucidum, Scabiosa gramuntia, Inula hirta, ensifolia und spiraeifolia, Achillea distans Kit, Jurinea
Hegi, Flora Bd. III. 88