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Hüllblätter, Vermehrung der Hüllblätter bis auf 7, Verlaubung und Petalie derselben, Steigerung der Blüten-hüllblätter, Vergrünung und Verlaubung der Petalen, Neigung zur Dioecie etc.
A'. Hepatica ist stellenweise eine häufige und auffällige Erscheinung der Laubwälder (vgl. pag. 98und 355), ohne indessen den Fichtenwäldern — in Oberbayern mit Luzula pilosa und nemorosa, Symphytum.tuberosum, Pulmonaria officinalis, Monotropa, Veronica officinalis, Melampyrum pratense, Majanthemum bifolium,Aposeris foetida, Fragaria vesca — gänzlich zu fehlen. Auch innerhalb des europäischen Verbreitungsarealesfehlt das Leberblümchen nicht nur in einzelnen Lokalfloren, sondern auch auf grössere Gebiete hin vollständig,so fast gänzlich am Mittelrhein, im nordwestlichen Deutschland sowie in Schleswig-Holstein, im Stubai- undOetztal etc. Nach Ulbrich zerfällt das Gesamtareal in drei von einander ganz unabhängige Teilgebiete von rechtverschiedenem Umfange: 1. in das europäische, 2. das koreanisch-japanische und 3. das nordamerikanischeGebiet. ■— Die Blüte ist als eine nektarlose, homogame Pollenblume, welche von pollenfressenden Käfern,Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlingen besucht wird, zu bezeichnen. Bei der Nacht und bei Regenwetterschliesst sie sich, während sie sich bei Tageslicht in geöffnetem Zustande von dem gelben abgefallenen Laubder Buche vortrefflich abhebt. Während der 8-tägigen Blütezeit verdoppelt sich die Länge der Perianthblätter,wodurch die Augenfälligkeit dieser hübschen Frühjahrsblume noch mehr erhöht wird. Die Pflanze gehört zu denMyrmekochoren, speziell zum Hepatica-Typus von Sernander, bei welchem die Basalpartie des Pericarps alsOelkörper (Elaiosom) ausgebildet ist. In der Postfloration sind die Blüten an den erschlaffenden Stielen unterdem Blattwerk versteckt. Früher war das Kraut (Herba Hepaticae) offizineil; ebenso wurde es als Tee-surrogat benützt. Im Kanton Basel-Stadt ist das Ausgraben und Feilbieten der Pflanze verboten.
1100. Anemone vernälis L. (= A. alborösea Gilib., = Pulsatilla vernalis Miller,
= P. sulphürea Sweet). Frühlings-Küchenschelle. Franz.: Anemone des neiges;
ital.: Anemono primaticcio. Taf. 115, Fig. 3, Fig. 676 und 677.
Auf die Behaarung der Pflanze gehen wohl Wolfs-Blueme (Schweiz) und Ganslan [Flaum derjungen Gänse!] (Kärnten). Trüeb-Chrut heisst die Art in Graubünden, weil sie gegen das Blutharnen desViehes (= Trüeben) Verwendung findet. Zu Schlaf b lume (Ostpreussen) vgl. Anemone Pulsatilla (pag. 535).
Ausdauernd, 5 bis 15 (im Fruchtzustand bis 35 cm hoch), mit sehr starkem, mehr-köpfigem, dunkelbraunem, absteigendem Wurzelstock. Grundständige Laubblätter nachder Blüte erscheinend, aber überwinternd, langgestielt, einfach gefiedert, derb lederig,
schwach behaart bis fast kahl,mit auf der Oberseite starkeingesenkten Nerven. Fieder-blättchen 3 bis 5 (f. ternätaLasch mit einem, f. pinnätaLasch mit 2 Blättchenpaaren),verkehrt-eiförmig, am Grundekeilig, tief eingeschnitten-gesägtmit eingeschnittenen, breitenZipfeln. Stengel meist auf-steigend bis aufrecht oder etwasüberhängend. Hochblatthülle inschmallineale Zipfel zerschlitzt,dicht bronzegoldig behaart.Blüte anfangs nickend und zu-letzt aufrecht, mit 6 glocken-förmig zusammenneigenden,später ausgebreiteten, schmal-eiförmigen, 15 bis 32 mm langen,zugespitzten!, innen weissen,
Fig. 677. Anemonenflor in den Walliser-Alpen (Riffelalp ob Zermatt). Die beiden aUSSen meist Zartvioletten, TOSa-aufrechten Blüten gehören zu A. Halleri All., die nickenden zu A. vernalis L. _, , . . , . .
Daneben Gagea Liotardi u. Ranunculus Pyrenaeus. Phot. E. Meyer, Langenthal-Bern. TOten Oder turKlSCn- Dlauen UnQ