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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Fig. 676. Verbreitungsareal von Anemone vernalis L. in Europa(nach M arr et).

Ma e(n)-Blüemll (Glarus), (blaag) Oeschen (Mecklenburg, 'Pommern), Mag Osterblom (Lübeck),Osterbleaml (Oberösterreich), r]oti Gugg'ucherli (Thurgau); Haselblaume (Nördl. Braunschweig),Haselmünich (Tirol). H as s el v o al tcher [= -Veilchen] (Siebenbürgen), Waldveigerl (Niederösterreich),Wald-Blüemli (Schweiz), B]usch-blum 1 (Nordböhmen), Staudenbloaml(Innviertel), Holz-Blüemli (Schweiz),Steiblüomli (St. Gallen). Ebenaus-kraut (Niederösterreich) scheint aufBeziehungen dieser Frühlingsblume zumGewitter hinzudeuten (vgl. Veronicachamaedrys!)

Ausdauernd, 5 bis 15(25) cm hoch. Wurzelstock kurz,faserig, dunkelbraun. Laubblättergrundständig, zahlreich, über-winternd, langgestielt, lederig,oben grün, unten meist ± violett,am Grunde herzförmig, 3-lappig,mit bis zur Hälfte eingeschnittenenbreit-eiförmigen, stumpfen bis zu-gespitzten Lappen (sehr selten dieLappen nochmals gelappt), in derJugend nebst den Stielen dichtweissseidig behaart, später ver-kahlend, erst nach der Blüte er-scheinend. Stengel zahlreich, behaart, aufrecht, meist rötlich bis braun, mit 3 bis 1 cmlangen, ganzrandigen, eiförmigen, ungestielten, kelchartigen Hochblättern dicht unter deraufrechten Blüte. Blütenhüllblätter 6 bis 7 (10), himmelblau, aussen heller (seltener rosaoder weiss), schmal eiförmig, ganzrandig, hinfällig. Honigblätter fehlend. Staubblätter fastweiss mit rotem Konnektiv (Taf. 116, Fig. 1 a). Narbe kopfig. Früchte länglich, behaart,mit kurzem Schnabel (Taf. 116, Fig. 1 b), der verdickten halbkugeligen Blütenachse ein-gefügt. III, IV (in höheren Lagen V, VI).

Häufig und verbreitet (stellenweise doch selten oder ganz fehlend) in Laubwäldern,Gebüschen, an steinigen Abhängen, auf Felsenheiden, unter Hecken; von der Ebene bis in dieVoralpen, vereinzelt bis in die alpine Region (bei Gschnitz in Nordtirol noch bei 2200 m).Mit Vorliebe auf Kalk- und Lehmboden.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im nordwestlichen Spanien,im Norden und Nordosten von Frankreich, in Holland, Grossbritannien, im nordöstlichenund östlichen Russland, Griechenland sowie im hohen Norden; in Belgien nur adventiv),Südmandschurei, Korea, Japan (Nippon), gemässigtes Nordamerika (hier besonders als var.Americäna DC).

Aendert ab: var. typica (G. Beck) Gurke. Normale Form mit 3-lappigen Laubblättern, nicht oder dochnur undeutlich gefleckt. Abschnitte stumpflich bis kurz zugespitzt (Verbreitet). f. marmoräta T.Moore(= f. maculäta Val de Lievre, = var. pi'cta Beck, = var. striata Evers). Jeder Blattlappen mit 2 weisslichenFlecken (Selten). f. multfloba C. Hartm. (= A. R&tica Brügger, = var. asarifölia Blytt). Lappen dermeisten Blätter mit 1 bis 2 Nebenlappen, die Blätter daher 4- bis 5- (seltener 6-) lappig (Sehr selten). var.rotundata (Schur) Gurke. Lappen vollkommen abgerundet, niemals zugespitzt (Sehr selten). Nach derBlütenfarbe unterscheidet man: f. alba Mill. Blüten weiss oder fast weiss (Taf. 116, Fig. 1 c) und f. röseaNeumann. Blüten rosarot. Ausserdem kommen gelegentlich (oft in Gärten und auf Friedhöfen kultiviert) ge-füllte Blüten (flore pleno) vor. Von Monstrositäten kommen in Betracht: Sekundäre Blüten in der Achsel der