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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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dann scheinbar gefüllt) vermehrt. Ebenso können die Blütenhüllblätter vergrünt oder verlaubt sein. EinzelneStamina werden zuweilen petaloid ausgebildet oder der Blütenstiel ist stark verkürzt, die Blüte dann alsositzend. Wie bei A. nemorosa wurde eine gross- und eine kleinblütige Zwitterform beobachtet (Warnstorf).Die Blüten der ersteren haben einen Durchmesser von ca. 30, die der letzteren von ca. 18 bis 20 mm. In derAchsel der Stengelblätter tritt regelmässig eine Axillarknospe auf, welche 2 meist gegenständige Blätter ent-wickelt. Die Pflanze ist narkotisch giftig, was schon daraus hervorgeht, dass in Kamtschatka die Bewohnerihre Pfeile mit deren Saft vergiften. A. ranunculoides findet sich oft in Gesellschaft von A. nemorosa(pag. 523) und bildet auch mit dieser Art Bastarde (pag. 539). Im Allgemeinen ist sie aber viel seltener und fehltinnerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes oft auf grosse Strecken hin, so im eigentlichen Wallis (ähnlichwie Lunaria rediviva und Festuca silvatica), in Graubünden, in Obersteiermark etc.

1094. Anemone trifölia L. (= A. albida Mariz, = A. nemorosa Mariz). Drei-

blätteriges Windröschen. Fig. 670.Ausdauernd, 10 bis 30 (40) cm hoch." Wurzelstock weisslich, walzlich verlängert,rundlich, wagrecht im Boden kriechend. Grundständiges Laubblatt selten vorhanden, lang-gestielt, 3-teilig, mit kurzgestielten, fast sitzenden, breiteiförmigen, zugespitzten, am Randegesägten, am Grunde ganzrandigen Ab-schnitten (Fig. 670b). Stengel aufrecht,kahl bis schwach behaart, im oberenDrittel mit 3 langgestielten, abstehen-den, 3-teiligen, zerstreut behaartenHüll-blättern; in der Achsel des ältesten Blat-tes stets eine Knospenanlage (Fig. 670c).Abschnitte fast ungestielt, eiförmig-lanzettlich, zugespitzt, am Rande schartgesägt, am Grunde ganzrandig. Blütenan dem langen, zarten Stiele aufrecht,einzeln (selten 2), 2 bis 4,5 cm im Durch-messer. Blütenhüllblätter 10 bis 15 mmlang, meist 6 (8), weiss (selten rotoder himmelblau), eiförmig. Staub-blätter weiss. Früchte länglich, kurz-borstig behaart mit mehrmals kürzeremSchnabel (Fig. 670 d). Fruchtköpfchenfast aufrecht. V, VI. ii ~iyt \s^^^ -

Selten an felsigen, Steinigen Fig. 670. Anemone trifölia L. a Habitus (i/a natürl. Grösse),o, i, T T r.., , /-> 1 .. 1 * Junge Pflanze mit grundständigem Laubblatt. c Blattgrund mit

Meilen in Wäldern, (jebuschen, an Knospen, d Früchtchen.

Waldrändern, buschigen Abhängen,

auf Bergwiesen; von der Ebene bis 1860 m (Osternig in Kärnten). Nur in den südlichen undöstlichen Alpen von O esterreich. Fehlt in Deutschland und in der Schweiz vollständig.

In Oesterreich stellenweise in Südtirol (die nordwestliche Vegetationslinie verläuft nach Da IIaTorre und Sarntheinvon Pur im Ledrotal über Cles, Meran, Mühlbach bei Franzensfeste, Innichen zur Schober-gruppe), in Steiermark (in Obersteiermark [bei St. Gallen und Murdorf bei Judenburg; angeblich auch zwischenAussee und Grundelsee] selten, sonst ziemlich verbreitet), in Kärnten (Valentintal, Hochstadl, Osternig, beiRaibl, Kirschbaumer Alpe, Klagenfurt etc.), Krain (bei Jauerburg, Kamen Krn bei Würzen), im Küstenland(um Idria, im Isonzotal bei Solkan, Podgora etc.), Salzburg (nur imLungau: Mauterndorf) und Niederösterreich(bei Gresten, Ybbsitz im Ybbstale von Openitz bis Seitenstetten [bei Vogelsbach], Ybbser Heide). Fehlt inOberösterreich, in Salzburg mit Ausnahme des Lungau, in ganz Nordtirol und Vorarlberg vollständig.

Allgemeine Verbreitung: 1. Gebirge von Portugal und Nordspanien. 2. Süd-alpen und Apennin. 3. Südöstliche Karpaten. 4. Atlantisches Nordamerika (Gebirge vonSüdpensilvanien bis Virginia und Georgia).

He gi, Flor», Bd. III.

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