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Selten aufwiesen, feuchten bis trockenen Halden und buschigen Abhängen; nur inder Ebene und auch hier einzig in Oesterreich.
Fehlt in Deutschland (angeblich früher im bayerischen Donaugebiet bei Passau, Deggendorf»Regensburg und Ingolstadt sowie an der Leiblach bei Unterhochsteig bei Lindau verwildert) und in derSchweiz gänzlich. In Oesterreich vereinzelt im südlichen Mähren (Brunn [Bisterz] von Prittlach nachNeudeck [hier selten blühend], Lundenburg), in Niederösterreich (Donau bei Wien, Wiener Becken von Achaubis Münchendorf, bei Götzendorf, Brück a. L., an der March, im östlichen Marchfeld), im südlichen Steiermark(Klöch bei Radkersburg, an der Westseite des Hum bei Tüffer), Krain und Küstenland.
Allgemeine Verbreitung: Südöstliches Europa (westlich bis Küstenland undKrain, Süd-Steiermark, durch Ungarn nördlich bis Mähren), Kleinasien, Kaukasus, Turkestan,Westsibirien, Altai, Tsungarei.
Aendert ab: var. typica Beck (= var. pratensis Neilr.). Stengel 1- bis 3-blütig. Blütenhülle 3 bis5 cm lang. —var. dumösa (Neilr.) Beck. Stengel oft mit mehreren Blüten in einfachen Trugdolden. Blüten-hüllblätter nur 2 bis 3 cm lang. — f. pinnäta Rehnelt. Laubblätter einfach gefiedert. Blüten etwas flacher(Gartenform). — f. Hendersönii Rehnelt. Habitus buschig, fest geschlossen (Gartenform).
1091. Clematis recta L. (= C. erecta AU., = Anemone recta E. H. L. Krause). Auf-rechte Waldrebe. Franz.: Clematite droite; ital.: vitalbino. Fig. 666e bis h und Fig. 667.
Ausdauernd, 1 bis 1,5 m hoch, mit knotig-walzlichem Wurzelstock. Stengel aufrecht,nicht kletternd, krautig, selten verholzend, gestreift, im oberen Teile kurzflaumig behaart.Laubblätter gegenständig, blaugrün, unpaarig gefiedert. Blättchen in (2) 3 (4) Paaren,gestielt, eiförmig, zugespitzt, fast stets ganzrandig, 3- bis 5-nervig, höchstens auf der Unter-seite schwach behaart. Blüten in sehr reichblütigen, gegenständigen, zu sehr grossen, auf-rechten, endständigen Rispen vereinigten Trugdolden, mit 4 schmal-eiförmigen, stumpfen,0,8 bis 1,5 cm langen, milchweissen, innen und aussen mit Ausnahme eines schmalen, filzigenRandes kahlen Blütenhüllblättern (Fig. 666 f). Staubblätter gelb, zahlreich, fast so lang alsdie Perigonblätter. Früchte fast kahl, durch den bis 2 cm langen, federig-behaarten Griffelgeschwänzt (Fig. 666 g). — VI, VII.
Ziemlich selten und zerstreut in Gebüschen, an trockenen, buschigen Abhängen, inHecken, lichten Auen, Holzschlägen, auf trockenen Wiesen, an Weingartenrändern, Felsen,bei Burgruinen der wärmeren Gegenden; ziemlich verbreitet im Süden der Alpen (im Süd-tirol um Trient bis 1264 m hinaufsteigend). Mit Vorliebe auf Kalkboden.
In Deutschland nur im südlichen Teil im bayerischen Donaugebiet (von Passau bis Weltenburg), Isar-auen bei Landshut, inder Oberpfalz (zwischenParsberg, Luppurg undRiedenburg im Altmühl-tal), im Maingebiet vonWürzburg über Kitzin-gen, Schweinfurt, Wert-heim abwärts bis Frank-furt, im Flussgebiet derElbe ziemlich verbreitet(auch im ThüringischenElballuvium) von Dres-den abwärts bis Witten-berge, in Oberschlesien(Weinberg bei Hultschinund Annaberg), in Posen(Krotoschin und Ostro-wo; ob wirklich wild ?)
Fig. 667. Clematis recta L., im Priessnitztal bei Mödling (Niederösterreich),preussen (in der ersten Phot. Frl. A. Mayer, Wien (Photographie aus dem Botan. Institut der Universität Wien).
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