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Früchte länglich, rotbraun, bis 4 mm lang, mit 2 'bis 3 cm langem, abstehend behaartem,meist + gekrümmtem Schnabel (Taf. 117, Fig. 1 a, b, c und Fig. 664). — VI bis IX.
Häufig und verbreitet in feuchtenWäldern, Gebüschen, Hecken, Auen, anWaldrändern, an den verschiedenstenBäumenund Sträuchern emporklimmend, seltenerauch auf Steingeröll und an Mauern; von derEbene bis in die Voralpen (1500 m). Zu-weilen auch (bei Kirchhöfen) verwildert.
Fehlt in Deutschland im nördlichen, west-ichen und östlichen Teil vollständig (immerhin nochum Magdeburg und in Hannover); in Schlesien ur-sprünglich vielleicht einzig bei Breslau (dagegenmehrfach in Oesterreich und Schlesien). Ausserdemvielfach zur Bekleidung von Lauben gezogen unddeshalb ab und zu verwildert und eingebürgert.
Allgemeine Verbreitung: Süd-undMitteleuropa, Nordamerika.
Aendert in der Gestalt der Laubblätter nurwenig ab: var. typica Beck (= var. normälis O.Kuntze. = var. integräta Godron). GewöhnlicheForm mit 2 Blattliederpaaren und eiförmigen bisherzförmigen, ganzrandigen bis 2-zähnigen Fiedern(Häufig). — var. Taürica Besser (= var. SyriacaBoiss., = var. odontophylläta Bornm., = var. crenätaFig. 663. Hecke mit Clematis Vitalba L. Phot. K. C. Rothe Jord.). Blättchen gelappt oder ungleich sägezähnig,(Photographie aus dem Botan. Institut der Universität Wien). a m Grunde + gestutzt (Ziemlich selten; durch
Uebergänge mit var. typica verbunden). — var. cor-data Royle. Aehnlich der vorigen, aber Blättchen am Grunde tief herzförmig. — var. angustisecta Gremli.Blättchen stark verlängert, schmal länglich-lanzettlich (Selten). — var. chrysostemon Favrat. Staubfädenintensiv orange (Selten). — var. s c ä n d e n s Borkhausen. Laubblätter gross, mit eiförmigen (nicht herzförmigen)Fiederblättern. — f. simplicif ö I ia Godr. Laubblätter einfach (nicht zusammengesetzt). — var. prosträtaO. Kuntze. Sprosse niederliegend. Blütenzweige aufrecht oder aufsteigend.
Clematis Vitalba isteine der auffallendsten Erschei-nungen der mitteleuropäischenlaubabwerfenden Wälder, welchezu den wenigen einheimischenLianenformen zählt. Und zwarhandelt es sich um eine Ranken-pflanze, welche mit Hilfe ihrer„kontaktreizenden" Blattstiele bisin die höchsten Wipfel unserereinheimischen Bäume empor-klettert. Die oberirdischen Sprosse,welchenachKanngiess er kaummehr als 24 Jahre alt werden,können zuweilen eine recht be-deutende Dicke erreichen. Dereigenartige poröse Holzkörper(Fig. 660a bis e) — die Gefässe sindschon mit unbewaffneten Augendeutlich zu erkennen—zeigt beson-ders im Frühjahrsholz auffallendgrosse Gefässe, welche zuweilen
Fig. 664. Fruchtende Waldrebe. Phot. Kunstmaler Soffel, München.