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Stellenweise in Gebüschen, Waldschluchten, Bachufern, feuchten Bergwäldern, aufWeiden; in den Alpen bis ca. 2000 m. Ausser der Alpenkette auch in den Mittelgebirgen,so im schwäbischen und fränkischen Jura, Schwarzwald, Vogesen, Rhön, Thüringen, Harz(nördlich bis gegen Magdeburg), Erzgebirge, Gesenke, in Schlesien, Posen (Kr. Schubinund Bromberg), West- und Ostpreussen. Fehlt der Rheinprovinz, dem nordwestdeutschenFlachland, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Brandenburg vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Gebirge (seltener im Tief lande) von Mittel- undSüdeuropa.
Für Mitteleuropa kommen die folgenden Unterarten in Betracht, deren erstere drei nicht immerleicht auseinander zu halten sind:
1. subsp. variegätum (L.) Gäyer (= A. rostratum a Bernhardiänum G. Beck nee Wallr.). Der Typus.Stengel hoch, oft hin- und hergebogen. Trauben sehr locker, mit bogig weit abstehenden Aesten. UntereBlütenstiele deutlich länger als die Blüten und Tragblätter. Helm klaffend, vorgeneigt, oben etwas aufgeblasen,am Grunde fast stielförmig verschmälert. Grundlinie daher sehr stark gebuchtet, vorn ungefähr in der Mittegeschnäbelt. Schnabel gerade oder etwas gekrümmt, 23 bis 40 mm hoch, selten höher. Blattabschnitte beimTypus wenig geteilt. Zähne eiförmig. Blüten violett, seltener blau oder gescheckt (= f. pallidiflorum Ser.)oder weiss (= f. älbum Ait.). — Nicht häufig. Besonders in den Ostalpen (zerstreut durch ganz Oesterreich),Bayern, Sachsen (selten) und Schweiz (nur im Kanton Glarus: Sandalpe). Ausserhalb des Gebietes in den Karpatenund Dinarischen Alpen. — f. angustilöbum Ser. Blattzipfel und Zähne schmal, verlängert (Fig. 656e). Blüten-stand mehr zusammengezogen. Mit dem Typus, stellenweise sogar häufiger. — var. Oenipontänum Gäyer.Traubenspindel, Blütenstiele und Perianthblätter (manchmal auch der Fruchtknoten) flaumig behaart mit ein-gemengten Drüsenhaaren. Selten: Tirol (Innsbruck) und Bayern (Salzburger Alpen). — var. tub erdsum (Host)Gäyer. Helmform wie beim Typus, aber Habitus der folgenden Unterart. Blütenstand zusammengezogen, starkbeblättert. Vorblätter oft geteilt. In Steiermark (bei Mariazell häufig, sonst zerstreut). Bildet den Uebergangzur folgenden Unterart.
2. subsp. Judenbergetise (Rchb.) Gäyer (= A. Cammärum Jacq., auch L. pro p.). Stengel steifaufrecht. Blütenstand gedrängt, mit kurzen, aufrecht-abstehenden Seitentrauben, deren Stiele die Tragblätternicht oder kaum überragen. Endtraube kurz. Blütenstiele steif aufrecht-abstehend, so lang oder kürzer alsder Helm, die unteren kürzer als die Tragblätter. Helm aufrecht, geschlossen, mit geradem Rücken, oben breitabgerundet, über dem kurzen, spitzen Schnabel wenig gebuchtet. Grundlinie schwach ausgeschnitten, im all-gemeinen breit geformt, manchmal etwas verkürzt. Blüten violett, sehr selten weiss. — Verbreitet in denOstalpen (durch ganz Oesterreich und Bayern, selten auch in Böhmen und Mähren). Ausserhalb des Gebietesbesonders gegen Südosten bis zum Balkan. — var. pi'lipes Rchb. Traubenspindel, Blütenstiele und Frucht-knoten flaumig, auch mit eingemengten Drüsenhaaren. Selten (Tirol: Innsbruck, Imst, Maiser Heide).
3. subsp. gräcile (Rchb.) Gäyer. Stengel gerade oder etwas gebogen. Blütenstand locker. Aestedie Stützblätter überragend, aufrecht-abstehend. Blütenstiele aufrecht-abstehend, so lang oder etwas längerals der Helm, länger als die Tragblätter. Helm meist offen, gerade oder etwas vorgeneigt, an der Spitze kurzgerundet, über dem vorgezogenen oder abwärts gekrümmten Schnabel deutlich gebuchtet mit ausgeschnittenerGrundlinie und kurz zusammengezogenem (nicht fast stielförmigem) Grunde, violett, selten bläulich oder weiss(f. albifldrum Rchb.). Verbreitet in den Ostalpen, Sudeten und Mittelgebirge. Ausserhalb des Gebietesin den Karpaten. — f. Bernhardiänum (Wallr.) Gäyer. Balgkapseln zugespitzt (Zerstreut). — f. ma-eränthum Rchb. Helm gross, breit gerundet, geschlossen. Vorblätter elliptisch (Feuchte Auen). — var.Saxönicum (Rupr.) Gäyer (= A. nasütum Rchb. pro parte nee Fisch.). Helm schmal, vorgeneigt, klaffend,mit stark vorspringendem nach abwärts gekrümmtem Schnabel. Traube meist zusammengezogen. Blattschnitteschmal eingeschnitten und gezähnt, der mittlere oft stielförmig verschmälert. Sachsen (verbreitet), Bayern undBöhmen. — var. diffusum (Rchb.) Gäyer. Stengel bis 6 dm hoch, schlank, zick-zackförmig gebogen. End-traube wenigblütig, nicht grösser als die Seitentrauben, oft auch einfach. Blüten klein. Helm vorgeneigt, ander Spitze oft etwas aufgeblasen. Laubblätter sehr locker stehend, breit gezähnt. Nur am Südabhange derAlpen (Südsteiermark, Krain), sonst nur in annähernden Formen. Ausserhalb des Gebietes von Norditalien(Bormio) bis Kroatien.
4. subsp. rostratum (Bernh.) Gäyer. Stengel 5 bis 6 dm hoch, schlank, gerade. Blattzipfel undZähne schmal. Blütenstand wenigblütig, einfach oder kurz ästig, zusammengezogen. Blütenstiele aufrecht bisaufrechtabstehend. Blüten meist klein. Helm gerade oder vorgeneigt. Schnabel vorgestreckt. — Nur in dersüdwestlichen Schweiz (Wallis, Waadt, Freiburg, Bern), am häufigsten in den Alpen von Bex. — var. pilosi-üsculum Ser. Traubenspindel, Blütenstiele und Fruchtknoten flaumig. Ebenda, zerstreut.