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reich, gelb. Früchte zahlreich, kahl, mit dem Schnabel 3 bis 4 mm lang und 2.5 mm dick,ohne Netzadern. — V bis VII.
Sehr selten auf steinigen Alpentriften, von 1500 m bis zur Schneegrenze; auf Kalk.
In Oesterreich einzig im südlichen Tirol in Judicarien, Valsugana, Bondone. Scanuppia und be-sondern am Monte Baldo (auch auf der italienischen Seite). Fehlt in Deutschland und in der S chw e iz gänzlich.
Allgemeine V er breit ung: Monte Baldo und angrenzender Teil von Südtirolund Oberitalien (vgl. Fig. 637).
1059. Callianthemum coriandrifölium Rchb. nee Willk. (= C. rutaefolium C. A.Meyer nee Rchb., = C. bipinnätum Dulac, = Ranunculus rutaefolius L. pro parte, = R.Berärdi VilL). Korianderblätterige Schmuckblume. Taf. 110, Fig. 4 und 63J.
Ausdauernd, 5 bis 20 (selten 30 bis 36) cm hoch, meist 1-stengelig. Wurzelstockkurz, senkrecht. Stengel einfach, sehr selten verzweigt, 1- oder 2-, selten 3-blütig, auf-recht, kahl, mit meist 2 sitzenden, den grundständigen ähnlichen, jedoch kleineren undweniger geteilten Laubblättern. Grundständige Blätter sich bereits zur Blütezeit entwickelnd,kahl, 2,5 bis 9 cm lang, an 2,5 bis 14 cm langem, am Grunde breit bescheidetem Stiel,unpaarig gefiedert, mit eiförmigen oder keilförmigen, 2- bis 3-fach fiederteiligen oderlappigen Fiederblättern mit linealen Zipfeln; die untersten Fiedern sitzend oder nur kurzgestielt. Blüten 1,3 bis 3,3 cm im Durchmesser, weiss. Perianthblätter 5, grünlich oderweiss. Honigblätter 6 bis 13, weiss oder etwas rötlich, am Grunde mit gelbem Fleck,breit-oval, ausgerandet oder unregelmässig gefranst, V/t mal so lang als das Perianth.Staubblätter zahlreich, gelb. Früchte zahlreich. Balgfrüchte mitsamt dem Schnabel 3 mmlang und 2 bis 2,5 mm dick, netznervig-runzelig, 1-sämig. — VI bis VIII.
An feuchten, humosen Stellen, an Felsen, auf Triften oder zwischen Knieholz deralpinen Region, von 2000 bis 2800 m (am Schiern und an der Vedretta di Molveno bis 1260 mherabsteigend); besonders auf Urgestein, doch stellenweise auch auf Kalk.
Fehlt in Deutschland gänzlich. In Oesterreich zerstreut in Tirol, Salzburg (Tauern. Lungau),Kärnten (nur in den Zentralalpen vom Reichenauer Garten bis zur Pasterze) und Steiermark (Zentralalpen). Inder Schweiz sehr vereinzelt in den Kantonen Wallis (mehrfach zwischen Matterhorn und Griespass), Unter-waiden (Schöngiebel zwischen Brienzer Rothorn und Lungern), Glarus (Obere Sandalp), St. Gallen (Sardona,Graue Hörner, beim Schwarz- und Wildsee, Calveis) und Graubünden (Engadin, Lavirums, Weisshorn bei(hur, Alp Arosen am Piz Beverin).
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Zentral- und Südalpen, Karpaten, Sieben-bürgen. Bosnien (Klekovaca bei Petrovac).
C. coriandrifölium, die verbreitetste der drei europäischen Arten, zeigt seine Hauptverbreitung in denZentralalpen der östlichen Alpenkette, von wo aus es einige Vorposten nach den Alpen der Schweiz und vonPiemont entsendet. In den östlichen Alpen erscheint die Pflanze nicht selten in der Krummholzzone (Bd. I,pag. 103) sowie auf Matten, auf Dolomit gern neben Bartsia, Polygonum viviparum, Ranunculus hvbridus, Sileneacaulis, Pedicularis Jacquini, Salix reticulata, Biscutella, Valeriana saxatilis, Bellidiastrum Michelii, HorminumPyrenaicum, Saussurea alpina, Sesleria caerulea, Soldanella pusilla etc.
CCLXXXIX.. Helleborus 1 ) L. f Nieswurz. Franz.: Hellebore; engl.: Hellebore,
bear's foot; ital.: Erba nocca.
Ausdauernde Kräuter oder Stauden mit kräftigem Wurzelstock. Stengel meistkrautig, seltener (H. foetidus, lividus) holzig. Grundständige Laubblätter gestielt, fussförmig-geteilt, am Rande gezähnt; stengelständige den grundständigen + gleichgestaltet oder
') Gr. ÜJJßogog [helleboros] = Name der Nieswurz und von Veratrum (vgl. Bd. II, pag. 192,Anm. 1) bei den Griechen. Die Etymologie ist unsicher.