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ständige Laubblätter 5 bis 11 cm lang, an 9 bis 20 cm langem Stiel, + dreieckig, unpaariggefiedert, mit 3-teilig fiederschnittigen oder gelappten Fiedern und linealen, spitzen oderstumpfen Zipfeln, zur Blütezeit noch unentwickelt, später den Stengel überragend, amGrunde bescheidet, die untersten Fiedern lang gestielt. Stengelständiges Laubblatt dengrundständigen ähnlich, jedoch ungestielt und nur wenig geteilt bis schuppenförmig.Blüte aufrecht, 2, 3 bis 2,5 (5) cm im Durchmesser. Blütenhüllblätter 5, breit-eiförmigbis rundlich, stumpf, weiss. Honigblätter 2 bis 16, schmal keilförmig oder lineal, hellrosabis weiss, nach der Honiggrube zu orangegelb, 15 bis 18 mm lang, über doppelt so langals der Kelch. Staubblätter zahlreich, gelb. Fruchtknoten zahlreich, mit einer hängendenSamenanlage. Früchte mit dem Schnabel 4,5 bis 5 mm lang und 2 mm dick, 1-sämig,beidendig zugespitzt, erhaben netznervig (Fig. 638 d, e). — III bis V.
In lichten Nadelwäldern, an feuchten, schattigen Felsen, an Berghängen, Bächen,zwischen Geröll der nordöstlichen Kalkalpen (bis 1200 m).
In Oesterreich einzig in Niederösterreich (sehr zerstreut vom Geier bei Pottenstein und der Oedüber Pernitz, an der Bodig bei Rohr ca. 750 m, Schwarzau, den Göller bis zur Voralpe), in Oberösterreich(Voralpen) und in Steiermark (selten in den nördlichen Kalkvoralpen, ausserdem vereinzelt in der Bärenschützbei Mixnitz. Am letztern Ort [47° 50' nördl. Breite] der südlichste Punkt der Art). Fehlt in Deutsch-land und in der Schweiz gänzlich. »
Allgemeine Verbreitung: Nordöstliche Kalkalpen von Steiermark-, Ober- undNiederösterreich; für Siebenbürgen sehr fraglich.
Nach Beck lassen sich die beiden folgenden extremen Formen, zwischen denen es aber alle Gradevon Uebergängen gibt, unterscheiden: var. typicum Beck. Blattfiedern erster Ordnung gegenständig, diezweiter Ordnung deutlich abwechselnd. — var. tripartitum Beck. Fiedern erster und zweiter Ordnunggegenständig, mit länger gestielten Mittelabschnitten und schmäleren Zipfeln.
Fig. 638. Callianthemum Kernerianum Freyn. a Habitusder blühenden, b der fruktifizierenden Pflanze, c Honigblatt.C. rutifolium Rchb. d Same, e Längsschnitt durch die ein-samige Frucht. / Honigblatt von TrolliusEuropaeus L.
1058. Callianthemum Kernerianum
Freyn (= C. coriandrifölium Willk. nee Rchb.
pro parte, = Ranunculus anemonoides Zahl-
bruckner var. Baldensis Rigo). Kerner's
Schmuckblume. Fig. 637, 638a bis c.
Ausdauernd, niedrig, 2,3 bis 6 (10) cmhoch, gedrungen, 1-stengelig. Wurzelstockkurz, senkrecht. Stengel kahl, rötlich, faststets gekrümmt, unverzweigt, 1-blutig, mit 1bis 2 aus breiter Scheide entspringenden, ge-teilten oder scheidenartigen (besonders dasobere) Stengelblättern. Grundständige Laub-blätter 2 bis 3, zur Blütezeit noch in derEntwicklung (Fig. 638a), später + so lang alsder Blütenstiel (Fig. 638 b), unpaarig gefiedert,2- bis 3-fach flederteilig und mit langen schmal-linealen Zipfeln; die untersten Fiedern sitzendoder nur kurz gestielt. Blüte 2,5 (3,67) cmim Durchmesser, rosa. Perianthblätter 5, röt-lich, mindestens halb so lang als die Kron-blätter, hinfällig. Honigblätter 9 bis 15,schmal-lineal bis keilförmig, ganzrandig oderungleichmässig gefranst. Staubblätter zahl-