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Fig. 633. « Frucht mit Samenanlagen von D elphinum, b von
Ranunculus, c von Thalic t rum. d Längsschnitt durch den
Samen von Nigella Damascena. e bis g Früchte von
Paeonia foemina. h, i Keimpflanze von C alt ha.
Die Familie ist vorherrschend in den nördlich extratropischen Gebieten zu Hause; doch sind einzelneArten auch in den Tropen und Subtropen vertreten. Auf das Mittelmeergebiet sind besonders die GattungenHelleborus und Nigella beschränkt, sowie einzelne Ranunculus-Arten. Mehrere Gattungen kommen besondersinJapan ( Glaucidium, Hydrastis, Anemonopsis),in Zentral-und Ostasien (Paeonia, Eranthis, Leptopyrum, Oxy-graphis) oder Nordamerika (Hydrastis, Xanthorrhiza)vor. In den Gebirgen sind einzelne Gattungen (siehedort!) stark vertreten. Verschiedene Arten enthaltenflüchtige, scharfe oder bittere Stoffe, die in der MedizinVerwendung finden, so von nicht einheimischen Artenvor allem Hydrastis Canadensis L., die kanadischeGelbwurzel, aus der Verwandtschaft der Paeonia. DiePflanze ist beheimatet in den feuchten Wäldern vonKanada und in den nordöstlichen Vereinigten Staaten.Offizinell (Pharm. Germ., Austr., Helv.) ist das ge-trocknete, kriechende Rhizom. Es enthält die dreiAlkaloide Berberin, Hydrastin (therapeutisch das wich-tigste) und Canadin, ferner Meconin, Phytosterin, Ei-weiss, Zucker, Fett, Harz, etwas ätherisches Oel etc. undfindet in der Medizin besonders bei Uterusblutungen, beiprofusen Menstruationsblutungen, als kräftiges Tonicumbei Dyspepsie (Verdauungsstörung), als tonisches Anti-periodicum bei Haemoptoe, bei Hämorrhoidalblutungen,bei Nachtschweiss der Phthisiker, chronischem Magenkatarrh etc., äusserlich auch bei Augenentzündungen Ver-wendung. Hydrastis wirkt gefässverengernd und deshalb blutstillend. Als Zierpflanzen finden seit alters herverschiedene Arten der in Mitteleuropa vertretenen Gattungen Paeonia, Helleborus, Eranthis, Nigella, Aquilegia,Delphinium, Aconitum, Anemone, Clematis etc. (siehe dort) in Gärten Verwendung; ausserdem vereinzeltXantorrhi'za apiifölia L'Her., Gelbwurzel, aus dem atlantischen Nordamerika. Niedriger, bis 50 cm hoherStrauch mit gelbem Holz, gefiederten Blättern und einer endständigen Rispe von kleinen, braunen, polygamenBlüten (bei Greifswald im Revier Koitenhagen verwildert, ebenso im Tiergarten bei Berlin). Das sehr bittereRhizom ist in Nordamerika offizinell. Ausserdem selten An e mono psis macrophy IIa Sieb, et Zucc. aus Japan.
1. Blüten regelmässig (radiär) , . . ,....................2.
1*. Blüten unregelmässig (zygomorph)..................... 19.
2. Laubblätter gegenständig. Blüten meist 4-zählig. Früchte mit meist federig-behaartem Griffel
Clematis CCIC.2*. Laubblätter nicht gegenständig...................... 3,
3. Staubblätter 5 bis 10. Laubblättcr grundständig, grasartig. Perianthblätter gespornt (Taf. 117,Fig. 8b).............................. Myosurus CCC.
3*. Staubblätter 20 und mehr........................ 4.
4. Honigblätter gespornt................... Aquilegia CCXCV.
4*. Honigblätter nicht gespornt, zuweilen fehlend................. 5.
5. Stengel mit 3 (selten 4) quirlständigen, laubblattartigen oder kelchartigen Hochblättern. Honig-blätter fehlend..............•.........Anemone (z. T.) CCXCVIII.
5*. Stengel ohne quirlständige 1 lochblätter oder wenn solche vorhanden, dann die Blüte mitHonigblättern.................................. 6.
6. Blüten meist 4-zählig, zu Trauben oder Rispen vereinigt. Stauden mit geteilten Laubblättern 7.
6*. Blüten nicht 4-zählig, einzeln oder in trugdoldenartigen Blütenständen........ 9.
7.- Honigblätter vorhanden, spateiförmig.................... 8.
7*. Honigblätter fehlend. Staubblätter zahlreich, gefärbt. Perianthblätter hinfällig Thalictrum CCCII.
8. Frucht beerenartig, mehrsamig'................Actaea CCXCI1I.
8*. Früchtchen trocken, kapselartig.............. Cimicifuga CCXCIV.
9. Honigblätter kronblattartig........................ 10.
9*. Honigblätter nicht kronblattartig (bei einzelnen Anemone-Arten staubblattähnlich) oder fehlend 11.
10. Blüten sich vor den Laubblättern entwickelnd. Honigblätter 8 bis 20. Alpen
Callianthemum CCLXXXVIII.
10*. Blüten gleichzeitig mit den Laubblättern erscheinend. Honigblätter meist 5, seltener 3 bis 12
oder noch mehr.......................... Ranunculus CCCI.