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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Fig. 631. Ce r a top hy 11 um d e m e r s u m L. a Laubblatt, b Teil desselben

vergrössert. c Rhizoidblattquirl. d Frucht, e Keimstadium, f Fruchtlängsschnitt.

g Fruchtquerschnitt. h Blütendiagramm. i, k Pollenkörner. C. submersum

L, / Laubblatt, m Frucht (Fig. c bis h nach Eichler).

Leitbündelstrang zugfest gemacht. Die geteilten Laubblätter, welche ausserhalb des Wassers gern pinselförmigzusammenfallen, werden an der Oberseite von einem einzigen, sehr kleinen Leitbündel, an der Unterseite von sehr

grossen Luftkanälen durchzogen. Dieunscheinbaren, untergetauchten, einge-schlechtigen Blüten sind der Bestäubungdurch das Wasser angepasst. Die männ-lichen Blütenstände sind stets zahlreicherals die weiblichen und produziren reich-lich Pollen. Zur Zeit der Geschlechts-reife werden die Antheren aus demPerigon herausgepresst und bewegensich aufwärts, indem sie von einemlockeren, lufthaltigen Gewebe, aus wel-chem das oberste Drittel der Antherebesteht, in die Höhe gehoben werden. Indiesem Stadium fallen die Pollenkörnerheraus, verbreiten sich im Wasser,zumal sie das gleiche spezifische Ge-wicht haben und kommen dabei ge-legentlich mit den langen fadenförmigenNarben in Berührung, welche die ganzeuntere Seite des schwanzförmigen Griffelseinnehmen (nach Kirchner). Die mit Stacheln besetzten Früchte können sich leicht an Wassertierenfesthalten und dienen zur Verankerung im Boden. Beide Arten fruktifizieren übrigens äusserst spärlich.Viel verbreiteter und ausgiebiger ist die vegetative Vermehrung, welche dadurch zustande kommt, dass diebrüchigen Pflanzen besonders im Frühjahr in grössere und kleinere Stücke zerfallen, von welchen einjedes durch neue Sprossbildung zu einem selbstständigen Individuum heranwachsen kann. Im Winter bildensich ,unechte Winterknospen" aus, d. h. Endknospen, welche durch die bogig übereinander gekrümmten Blätterein ballenartiges Aussehen bekommen. C. demersum ist bei uns in Seen, Teichen, Flüssen und Gräbenziemlich allgemein verbreitet. In der seichten Uferzone scheint es an keine bestimmte Zone gebunden zu sein.Stellenweise bildet die Pflanze einen Bestandteil der untergetauchten Wiesen (im Genferseefavas" genannt),während sie in ruhigen, vom Wellenschlag geschützten Buchten oder in Häfen oft massenweise zusammenge-trieben wird. In Mischbeständen erscheint C. demersum gern neben Potamotegon lucens, perfoliatus, crispus,natans, pusillus, Helodea Canadeusis (Bd. I, pag. 160), Ranunculus aquatilis, Myriophyllum spicatum, Wasser-linsen, Polygonum amphibium, Callitriche vernalis, zuweilen auch neben Hottonia palustris, Hydrocharis Morsusranae, Stratiotes aloides, Utricularien, Limnanthemum nymphaeoides etc.

1. Laubblätter 1- bis 2-mal gabelspaltig, borstlich (Fig. 631a), mit höchstens 4 Zipfeln. Frucht am Grunde

mit 2 Dornen besetzt (Fig. 631 d), mindestens so lang als der bleibende Griffelrest . C. demersum nr. 1051.

1*. Laubblätter 3-mal gabelspaltig (Fig. 6311), haardünn, bis 8-zipfelig. Frucht am Grunde ohne

Dornen (Fig. 631m), mehrmals länger als der Griffelrest..........C. submersum nr. 1052.

1051. Ceratophyllum demersum J ) L. (= C. äsperum Lam., = C. cornütum Rieh.,= C. tricuspidätum Dum., = Dichotophyllum demersum Moench). Gemeines Horn-kraut. Taf. 110, Fig. 1 und Fig. 631a bis k.

Ausdauernd, untergetaucht, bis 1 (2,89) m lang. Stengel zart, verzweigt, kahl. Laubblätterdunkelgrün, in 4- bis 12-zähligen Quirlen angeordnet, fadenförmig (bis 0,5 mm breit), starr,1 bis 2 mal verzweigt und daher mit 2 bis 4 Zipfeln, auf der Rückseite mit kurzen nach auf-wärtsgebogenen, + dicht stehenden Stacheln besetzt (Fig. 631a, b). Blüten sehr kurz gestielt,in den Achseln der Laubblätter. Männliche Blüten mit meist 12, oben 3-zackigen Blüten-hüllblättern und mit 10 bis 16 + gedrängt stehenden Staubblättern (Taf. 110, Fig. la, c).Weibliche Blüten mit nur 9 bis 10 Blütenhüllblättern und länglich-eiförmigem, einfächerigemFruchtknoten mit sehr langem pfriemlichem Griffel (Tafel 110, Fig. 1 b). Frucht bis 5 mm

') Lat. demergere = untertauchen; demersus = untergetaucht. Die gleiche Bedeutung besitztsubmergere.