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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
Entstehung
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449
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Tafel 110.

Erklärung der Figuren.

Fig.

1. Ceratophyüum demersum (pag.450). Habitus,la. Männliche Blüte.

Ib. Weibliche Blüte,lc. Staubblatt.

2. Caltha palustris (pag. 457). Habitus derblühenden und fruchtenden Pflanze.

2a. Samen.

3. Trollius Europaeus (pag. 459). Habitus.

Fig. 3a. Honigblatt. 3b. Fruchtstand. 3c. Einzelne Balgfrucht. 3d. Samen. 4. Callianthemum rutifolhim (pag. 461).

Habitus. 5. Callianthemum coriandrifolium (pag. 462)

Habitus.

Collatzersee). Dieser Bastard unterscheidet sich von den bisher bekannten Korabinationen, welche alle ganz kahl sind,durch die oberwärts behaarten Blattstiele. Letzteres Merkmal dürfte nach Schuste r von der Beteiligung dervar. sericeum oder Schlierense des N. luteum herrühren. Hier hat sich also bei der Bastardierung ein Yarietäts-

merkmal erhalten.

49. Fam. Ceratophylläceae

Franz.: Cornifle;

H o r nkr autge w ächs e.engl.: Hornwort.

Untergetauchte, am Grunde wurzelnde, ausdauernde Wasserpflanzen mit gegliedertemStengel und quirlständigen, gabelteiligen, im Alter knorpeligen Blättern (Fig. 631a, b, c, 1).Nebenblätter fehlend. Blüten eingeschlechtig, einhäusig, radiär, mit einfacher Blütenhülle, einzelnin den Blattachseln, ungestielt. Blütenhülle der männlichen Blüten + 12 blätterig, nur amGrunde verbunden. Staubblätter 10 bis 16, fast ohne Filamente, mit sehr langen Staub-beuteln (Taf. 110, Fig. lc). Weibliche Blüten mit 9 bis 10 Blütenhüllblättern und einemaus 1 Fruchtblatt bestehendem einfächerigem, oberständigem Fruchtknoten mit nur einervom Scheitel herabhängenden, geradläufigen Samenanlage und einem langen, pfriemlichen,oberseits flachrinnigen Griffel mit seitlicher Narbe (Taf. 110, Fig. lb). Frucht eine ein-samige,am Grunde oft bestachelte Nuss, durch den bleibenden Griffel geschnäbelt (Fig. 631m, d).Samen schwarzbraun, dünnschalig, mit dünnem Nährgewebe (Fig. 631g, f). Keimlingmit 2 grossen, median stehenden Keimblättern.

Die Familie umfasst einzig die Gattung C era tophy llum mit den beiden folgenden fast kosmopolitische;;Arten. Die durch die Lebensweise bedingte eigenartige Tracht hat es mit sich gebracht, dass den Cerato-phyllaceen schon verschiedene Stellen im natürlichen System (Najadaceae, Coniferae, Halorrhagidaceae, Urti-caceae) zugewiesen wurden. Durch die mehrblätterige Blütenhülle, die zahlreichen Staubblätter und durch daseinzige freie Fruchtblatt dokumentieren sie ihre Zugehörigkeit zu den Ranales. Am nächsten stehen sie wohl denNymphaeaceen und zwar insbesondere den Cabomboideen, von denen sie sich namentlich durch die grad-läufigen Samenanlagen und die quirlig angeordneten Laubblätter unterscheiden.

CCLXXXIV. Ceratophyllum 1 ) L. Hornkraut, Wasserzinkea.

Die beiden ersten, lange nach den Keimblättern sich entwickelnden Laubblätter stehen mit der.letztern gekreuzt und sind ihnen sehr genähert, welches Verhalten früher zur Annahme von 4 KeimblätternVeranlassung gegeben hat (Flg.631e). An der Keimpilanze gelangen keine Wurzeln zur Ausbildung: die Haupt-wurzel bleibt als kurzes Spitzchen unentwickelt. Die Pflanzen, welche zuweilen eine ganz ansehnliche Länge(bis 2,89 m) erreichen können, flottieren wenigstens später frei im Wasser. Glück und Forel habenkürzlich nachgewiesen, dass Ceratophyllum ursprünglich mit eigenartigen Gebilden, den sog.Rhizoiden" versehenist; diese letzteren dienen nicht allein der Verankerung, sondern auch der Nahrungsaufnahme. Nach Glückentspringen die Rhizoiden als metamorphosierte Sprosse den untern, schief oder horizontal verlaufendenSprossachsen, oder aber sie entstehen durch direkte Umbildung von Wassersprossen. Von den letzterenunterscheiden sie sich sofort durch die sehr kurzen Internodien: 3 bis 10 mm Abstand der Quirle. Auchdie Rhizoidenblätter selbst sind einfacher gebaut, zarter und ganz stachellos (Fig. 631c). Wie bei andernuntergetaucht lebenden Wasserpflanzen wird der Stengel durch Vereinigung der Leitbündel zu einem axilen

*) Gr. y.ioag [Genitiv y.tgatog] (keras, keratosgeweihartigen Ausbildung der Laubblätter.

Hörn und rfv/./.ov (phvllon) = Blatt; nach der