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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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äussere Haut auf, die Luftblasen entweichen und die Samen sinken auf den Boden. Wie bei Nymphaea alba bleiben dieKeimblätter unter der Erde. In einzelnen Gegenden werden die Pflanzen als Viehfutter verwendet. Wegen desSchutzes, welchen sie dem Laiche geben, sind die Nuphar- Arten in Fischteichen nicht ungern gesehen. In der Türkeidestilliert man die duftenden Blumen zur Gewinnung eines angenehmen, kühlenden Getränkes (Pufer ciceghi).

1050. Nuphar pümilum (Timm) DC. (= N. luteum ß pumilum Timm, = N. minimumSm., = Nymphaea pumila [Timm] G. F. Uoffm., = N. minima Willd., = N. lutea ßminima Willd., = Nuphar Spenneriänum pro parte). Kleine Teichrose. Taf. 109,

Fig. 3, Fig. 626 r. s, t und 629.

Vom Habitus des Nuphar luteum, jedoch in allen Teilen kleiner. Ausdauernd.Wurzelstock kriechend, + lange bis zum Wasserspiegel reichende Blatt- und Blütenstieletreibend. Laubblätter klein, bis 13 cm lang, länglich-eiförmig (im Mittel 8,1 : 5,5 cm), seltenrundlich (8,8 : 7,3 cm), tief herzförmig, auf der Unterseite fein seidenhaarig (daher graugrün)bis kahl. Blüten klein (2 bis 3 cm 'im Durchmesser), wenig riechend. Kelchblätter 5, breit-eiförmig bis rundlich, gelb, bleibend. Kronblätter zahlreich, ungefähr 1 /s so lang als derKelch, gelb, spateiförmig. Staubblätter zahlreich, lineal, im Mittel doppelt so lang als breit,fast kubisch, mit zurückgeschlagenen Antheren. Narbe in der Mitte flach bis + vertieft,regelmässig sternförmig-gezähnt (Taf. 109. Fig. 3 a, 3b). Narbenstrahlen meist 10 (6 bis14), in den Rand auslaufend. Frucht flaschenförmig, vielsamig, nicht oder unregelmässigaufspringend (Fig. 626 r, s). Samen im Mittel 4,3: 2,4 mm gross und 2/0 mg schwer(Fig. 626 t). - VI bis IX.

Zerstreut in kleinen Seen, Teichen und Gräben.

In Deutschland mehrfach in Ostpreussen (in den Kreisen Fischhausen, Alienstein und Goldap), inWestpreussen (in den Kreisen Danziger Höhe [Gr.-Leesen], Putzig, Neustadt, Karthaus, Berent, Flatow [SeeBranna] Konitz und Schlochau),Pommern (Grimmen, Frans-burg, Gersdin, Lutziger See beiPolzin, Krebssee bei Barfin,Collatzersee, Martinshagen beiSchlawe, Bartinersee, Rötsee,Klein -Krössinersee, Bötzinsee,Lottsen), in der Altmark (See-hausen im Aland bei Aulosen,)Mecklenburg (Frauensee beiWe-berin, Langwitzer Seen beiMalchin, Schwinkendorfer Teer-ofen [früher] und angepflanztbei Ludwigslust), bei Hamburg(jenseits des Eichbaumes), imRegierungsbezirk Lüneburg (Kloster Isenhagen bei Hankensbüttel, dagegen fürTivistenbostel fraglich), in Schlesien(Papierokteich bei Boguschowitz unweit Rybnik; früher auch bei Branitz, Czwicklitz und Kobier bei Pless), in denVogesen (Retournemer, Blanchemer [1050 mJ.Longemer, Geradmer, Frankentalerweiler), in Lothringen (bei Remire-mont), im Schwarzwald (Schluchsee, Titisee; Feldsee [ob noch?]), in Württemberg (Schwaigfurt und Wolfegg imOberamtWaldsee,Wurzach und Taufachmoos im Oberamt Leutkirch) und selten in Bayern (Waldteich bei Schlachters,Attlesee im Algäu ca. 800 m, Wesslingersee ca. 550 m, Moorsee bei Unterbuchen bei Tölz und Spitzingsee 1075 m;versuchsweise angepflanzt im Schachensee 1682m). In O e st erreich vereinzelt inBöhmen (Budweiser Gegend z.B.zwischen Wittingau und dem Rosenberger Teich, bei Neuhaus, Krumau etc.), in Mähren (Iglau [Dubenky], Datschitz),Niederösterreich (einzig im Reissbache bei Schönau nächst Litschau), in Salzburg (Achenfurt bei Brück [früher] undangeblich im See bei Herrenwies bei Radstadt), in Tirol (Schwarzsee bei Kitzbühel und bei Wörgl) und vereinzeltin Kärnten (Ossiacher See, hier mit Trapa natans); jedoch nicht in Steiermark (hier nach Hayek nur N. luteumvar. affine) und Südtirol. In der Schweiz vereinzelt in den Kantonen St. Gallen (Gräppelerbergsee bei Alt-St. Johann 1308 m), Zürich (Lützelsee 503 m, Kämmoosweiher [ca. 500 m] und Egelsee bei Bubikon, Hüttensee663 m), Luzern (Rothsee) und Freiburg (Lac des Jones bei la Corbette südöstlich von Chätel - St. Denis,1238 m). Ausserdem im angrenzenden französischen Jura (Lac de Fioget bei Chätelneuf, 744 m).

Fig. 629. Nuphar pumilum (Timm) DC, im Wesslingersee (Oberbayern).Phot. -f- Inspektor B. Othmer, München.