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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Fig. 630. Blattnervatur. </ Nuphar. I' Nympliaea,

Allgemeine Verbreitung: Nordeuropa, zerstreut in Mitteleuropa (südlich bisNiederösterreich, Nordtirol, Kärnten, Ungarn, Galizien, Rumänien, westlich bis zu denJura- und Vogesenseen, doch auch in England und Schottland), Sibirien (östlich bis

zum Baikalsee), Mandschurei.

Auch diese kleinblütige Seerose ist inder Behaarung und in der Ausbildung derNarbenscheibe ziemlich veränderlich. Hieher:I. var. ge nuinum Schuster. Narbege-kerbt-sternförmig, Narbenzähne daher stumpf-winkelig. Narbenstrahlen + 9. Hiehergehört:1. f. sericdtrichum Schuster(= var. TimmiiHarz et var. Hookerii Harz). Laubblätterunterseits dauernd seidenhaarig, länglich-ei-förmig, 3 bis 4 cm länger als breit. Schweiz(Hüttensee, Kämmoosweiher und Egelsee beiBubikon, Lützelsee), Algäu (Attlesee, ca. 800m).Hieher als Unterform auch: subf. Reh-s t e i n e r i (Burnat) Schuster (= N. intermediumRehsteiner). Von der f. sericotrichum durchdie kreisrundlichen, im Mittel nur 1 bis 2 cm längeren als breiten Laubblätter unterschieden. Schweiz (imGräppelerbergsee die vorherrschende Form). 2.,f. glabratum Harz. Blätter nur in der Jugend 4- behaart,bald verkahlt bis ganz kahl. Lac des Jones im Kanton Freiburg, lac de Fioget im französ. Jura; im nörd-lichen Europa häufiger als die behaarte Form.

II. var. stellati fidum Schuster (= N. centrieavätum Schuster). Narbe tief sternförmig geteilt.Narbenzähne daher sehr spitzwinkelig. Narbenstrahlen + 12, fast frei. Pflanze etwas kräftiger (Wesslinger-see bei München).

Die Blüten von N. pumilum sind homogam, werden aber, da sie im Gegensatz zu N. luteum wederdurch ein leuchtendes Kolorit noch durch bedeutende Grösse und starken Geruch auffallen, nur von kleinerenKäferarten und Fliegen besucht. Vielfach werden auch gar keine Insekten auf den Blüten angetroffen, sodass dann Selbstbestäubung angenommen werden muss. Die Samen werden gelegentlich wohl auch durchWasserhühner verschleppt; diese Verbreitungsart kann jedoch nur für kurze Strecken in Betracht kommen.Darauf ist vielleicht das Neuauftreten in einzelnen Seen innerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebietes zurück-zuführen. Sendtner und Prantl (1884) kannten die Pflanze für Bayern überhaupt noch nicht, währendheute 4 bayerische Standorte existieren. Im nördlichen Hannover wurde die Art 1885 durch Müller, in West-preussen im Bölzigsee im Kreis Schlochau 1906 durch Römer entdeckt. Als Erster konstatierte die Pflanze derMalchiner Bürgermeister Timm um Langmütz in Mecklenburg, welcher sie dann 1795 im Magazin für dieNaturkunde Mecklenburgs als Nymphaea lutea ß pumila beschrieb. Nachdem sie inzwischen auch imSchwarzwald (im Feldsee 1823 durch Spenner entdeckt) und in den Vogesen aufgefunden wurde, wies sieR. Schulthess 1826 im Hüttensee (Kanton Zürich) für die Schweiz nach.

Zwischen N. luteum und N. pumilum sind verschiedene genau untersuchte Kreuzungsprodukte vor-handen, welche früher als besondere Arten beschrieben wurden. Während der Bastard in einzelnen Gegendenneben den Stammeltern vorkommt, erscheint er an andern Stellen ohne dieselben gleichsam als selbstständigeArt. Phylogenetische Mittelformen zwischen den beiden Arten gibt es nicht, weshalb es nicht angeht, diebeiden Nuphar-Arten nur als Endglieder von Formenreihen einer einzigen Spezies zu betrachten.

Nuphar luteum Sm. X N. pumilum DC. (= N. intermedium Ledeb , = N. SpenneriänumGaud. pro parte, = N. Juränum Magnin, = Nymphaea intermedia Schuster). Vom Habitus des N. luteum,Blüten jedoch kleiner. Staubblätter lineal, im Mittel 3 mal solang als breit. Pollen + steril (25 75°,o).Narbe in der Mitte + vertieft, fast ganzrandig bis gekerbt. Narbenstrahlen 9 bis 1 6, meist vor dem Rande endigend.Mehrfach in Ost- und Westpreussen, ferner in Pommern (im Kreis Belgrad mehrfach), Oberbayern (Unterbuchenbei Tölz), Feldsee, Titisee etc.; in einzelnen Gegenden wohl nur übersehen und noch aufzufinden. Für Süd-tirol (Salurn) höchst unwahrscheinlich, zumal dort N. pumilum kaum je vorgekommen ist. Aendert ab:var. sublüteum Casp. Pflanze kahl. Narbenscheibe fast ganzrandig oder nur wenig buchtig. var. mediumCasp. Pflanze kahl. Rand der Narbenscheibe buchtig oder gekerbt. var. polypetalum Casp. Pflanze kahl.Laubblätter gross. Kronblätter gross und zahlreich. Narbenscheibe gekerbt bis gezähnt. var. hirtellumSchuster. Pflanze (besonders die Blattstiele) etwas behaart. Narbe stark gezähnt, 12-strahlig. Pollen faststeril (94°/o)- Schweiz (Lac des Jones). var. chlorocephalum F. Römer (Allg. Botan. Zeitschr.190/, pag. 168). Narbenscheibe rein grün. Kelchblätter bis zu s /t oder 4 /j ihrer Länge olivgrün (Hinterpommern: