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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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messer 4 bis 6 cm. Im südlichen Bayern (Schliersee) und in der Schweiz (Hausersee bei Änderungen undWauwylersee). Zwischenformen zwischen dieser und der folgenden Form wurden in der französischen Schweiz(Lac de Chätel - St. Denis) beobachtet. 7. f- sericeum (Lang) Borbäs. Narbenscheibe regelmässig gekerbt-gezähnt. Narbenstrahlen 16 bis 20. Blatt- und Blütenstiele dicht-, Blattunterseite kurz und zerstreut behaart.Blattlappen etwas genähert. Blütendurchmesser 6 bis 7 cm. Schweiz (Hausersee bei Andelfmgen). Hiehergehört als Unterform: subf. denticulätum Harz (= var. subsericeum Harz). Narbe unregelmässig stumpfgezähnelt. Bayern (Schliersee), Schweiz (Schmerikon am oberen Zürichsee).

III. var. Härzü Schuster. Pflanze kahl. Blattlappen stets abstehend. Narbenscheibe durchgehendsam Rande regelmässig schwach gebuchtet, in der Mitte nur seicht vertieft. Blütendurchmesser 4 bis 5 cm.Lokalrasse (Freibergsee bei Oberstdorf im Algäu, 939 m).

IV. var. affine (Harz) Schuster (= Nuphar affine Harz, = Nymphaea affinis Hayek). Pflanze kahl(eine durch Standortsverhältnisse hervorgerufene kleine Form). Blattlappen stets abstehend. Narbenscheibeseicht gezähnt, in der Mitte trichterig vertieft. Blütendurchmesser 3,5 bis 5 cm. Bayern (Spitzingsee), Steier-mark (Sommersbergersee bei Aussee), Schweiz (Hausersee bei Andelfingen).

Eine weitere Form wird neuerdings von Junge als f. p ar vif 1 örum unterschieden. Laubblätter undBlüten kleiner als beim Typus, so gross wie bei N. pumilum (um Hamburg, Lüneburg).

Wie Nymphaea alba be-vorzugt auch die gelbe Teichroseschlammige, vom Wellenschlagmöglichst geschützte Buchten. Inder Verlandungszone der Gewässerbildet sie ausserhalb des Scirpetumoder Phragmitetum häufig einen band-förmigen Gürtel. Zwischen denreichlich verzweigten Rhizomästensammelt sich leicht organischerDetritus als sedimentartige Schichtan, wodurch dann die Verlandunggefördert wird. An andern Stellenfindet sie sich in Begleitung vonLaichkräutern (Potamogeton lucens,pusillus, pectinatus), Ranunculus-Arten. Typha,Nasturtium amphibium,Polygonum amphibium etc. Ausserden bekannten dem Luftleben ange-passten Schwimmblättern treten beidieser und andern Nymphaeaceennoch eigenartig gestaltete Blatt-gebilde auf. Dem Rhizom aufge-lagert können kurz gestielte, dünne, durchscheinende, leicht gefaltete oder wellenförmig gekräuselte Wasser-blätter von salatblattähnlicher, gelbgrüner Farbe (vielerortsSchmalzblätter", im Jurasalades" geheissen)konstatiert werden. Diese fühlen sich fettig an und entbehren der Spaltöffnungen. Nach Baumannerscheinen sie stets vor den Schwimmblättern, halten aber gleichwohl länger als die letztern, indem sie denWinter überdauern können; sie werden vom Frühling bis in den Herbst erzeugt. Zuweilen bilden derartigeFormen mit ausschliesslich submersen Blättern ausgedehnte, untergetauchte Alleen. Als Haupthindernisse fürdie Schwimmblattbildung scheinen nach Baumann periodisch eintretende äussere Störungen in Betracht zukommen. Der zeitweilige Hochwasserstand sowie das von den wechselnden Windströmungen abhängige undgewiss auch durch die Dampfschiffe hervorgerufene Gewelle vermögen die Ausbildung von Schwimmblätternfast gänzlich zu unterdrücken. Was die Behaarung anbetrifft, so ist diese, wie Borbäs gezeigt hat, nichtkonstant und verschwindet in der Kultur. Die leuchtend dottergelben, intensiv duftenden Blüten sind homogam.Die gelben Kelchblätter, deren Zahl gelegentlich vermindert (4) oder vermehrt (auf 6 bis 7) sein kann, über-nehmen die Rolle der Krone. Blumenkäfer, Schilfkäfer, Fliegen, Chrysomeliden (z. B. Donacia crassipes)bewirken sowohl Selbst- als Fremdbestäubung. Die Früchte gehören in die Kategorie der Schwimmfrüchte.Zur Zeit der Reife löst sich die Frucht vom Stiele los, die äussere grüne Schicht zerreisst und fällt ab, währenddie innere mit den Scheidewänden der Frucht im Zusammenhang bleibt. Diese spalten sich in zwei Lamellen,wodurch halbmondförmige Scheiben entstehen, welche auseinander fallen. Letztere enthalten neben zahlreichenschweren Samen, welche in Schleim eingebettet sind, auch zahlreiche Luftblasen. Allmählich löst sich die

Fig. 628. Nuphar luteum Sibth. et Sm. Phot. Dr. Max Oskar Wyss -Fr ick, Zürich.