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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Südlich der Alpenkette fehlt sie vollständig. An einzelnen Stellen ist die Art durch Trockenlegung vonTeichen erst in jüngster Zeit erloschen. In der Rominter Heide (Perczelowis-See) nimmt sie aus unbekanntenGründen an Zahl ab. In Nordamerika fehlt N. pumilum vollständig, wird daselbst durch N. Kalmianum R. Br.(= Nymphaea microphvlla Pers.) ersetzt. Nuphar affine Harz repräsentiert nach Schuster nichts anderes alseine durch standörtliche Verhältnisse bedingte Form von N. luteum. Aus diesem Grunde ist N. pumilum fürSteiermark zu streichen.

1. Blüten gross (4 bis 5 cm im Durchmesser). Narbenscheibe ganzrandig, in der Mitte + trichter-förmig vertieft. Narbenstrahlen vor dem Rande endigend . ..........N. luteum nr. 1049.

1*. Blüten klein (2 bis 3 cm im Durchmesser). Narbenscheibe + flach, sternförmig. Narbenstrahlenin den Rand auslaufend.......................N. pumilum nr. 1050.

1049. Nuphar luteum Sibth. et Sm. (= Nymphaea lutea L., X. umbilicalis Salisb.,= Nemiphar luteum Hayne). Gelb e Teichr o se. Taf. 109, Fig. 2, Fig. 6261 bis q und 628.

Die gelbe Seerose führt teilweise dieselben Benennungen wie die weisse, sofern sie nicht ausdrücklichdurch den Zusatzgelb" unterschieden wird. Im besonderen gelten für sie die Namen Butterkärne (West-falen), Butterfässchen (Mark Brandenburg), Hemsknöpe [= Hemdknöpfe; vgl. Tanacetum vulgare!](Nordwestl. Deutschland), Trumm'lstoch'r [für die Knospen!] (Mark Brandenburg), Pullen (Ostfriesland),Pümpelken (Schleswig), Seegütterli (Schweiz).

Ausdauernd. Wurzelstock kriechend, lange, bis zum Wasserspiegel reichende, amGrunde häufig verbreiterte Blatt- und Blütenstiele treibend. Laubblätter auf dem Wasser-spiegel schwimmend, fast stets grün, sehr selten braun, 10 bis 30 cm lang, eiförmig, mitspitzem, bis zur Ansatzstelle des Stieles reichendem Ausschnitt und mit spitzen oder stumpfenBasallappen, lederig, auf der Unterseite deutlich nervig, kahl oder unten behaart, am Randeoft wellig-kraus, ohne Nebenblätter. Blattstiele dreikantig (Taf. 100, Fig. 2 c). Blüten gross,(3) 4 bis 5 (6,2) cm im Durchmesser, intensiv riechend. Kelchblätter 5, gelb, breit-eiförmig bisrundlich, (1,5) 2 bis 3 cm lang, bleibend. Kronblätter zahlreich, spateiförmig, 1 /s so lang als derKelch, gelb. Staubblätter zahlreich, unterhalb des Fruchtknotens inseriert, lineal-länglich, alle imMittel 3 bis 4 mal so lang als breit, mit zurückgeschlagenen Antheren. Narbe in derMitte + trichterförmig vertieft, ganzrandig bis 4- unregelmässig gekerbt. Narbenstrahlen5 bis 24, vor dem Rande endigend oder in diesen auslaufend. Fruchtknoten und Fruchtflaschenförmig, letztere 3 bis 4 cm lang (Taf. 109, Fig. 2 a), unregelmässig aufspringend.Samen zahlreich, ohne Anhängsel, im Mittel 5.1:3,7mm gross und 460 mg schwer, kahl. IV bis IX.

Häufig in stehenden oder langsam lliessenden Gewässern, in Weihern, Teichen,Sümpfen, Altwässern der Flüsse; besonders in der Ebene, seltener höher (Lac Pourri inden Waadtländer-Alpen, 1484 m); selten auch angepflanzt (Thumsee bei Reichenhall inOberbavern).

Allgemeine Verb reitung: Fast ganz Europa, Orient, Transkaukasien, Persien,Zentralasien. Sibirien.

Diese Art ist in der Behaarung und in der Ausbildung der Narbenscheidc sehr veränderlich:

I. var. genuin um (Coutinho) Schuster. Ganze Pflanze kahl. Blattlappen übereinandergeschlagcnbis + genähert. Narbenscheibe ganzrandig bis unregelmässig wellig. Blütendurchmesser 4 bis 5 cm (Ver-breitet). Hieher gehören: 1. f. urceolätum Casp. Die trichterförmige Vertiefung der Narbe geht bis überdie Hälfte der Frucht herab (Mit dem Typus). 2. f. punc.tätum (Coutinho) Schuster. Blätter durchstarke Punktierung rauh (Mit dem Typus). 3. f. tenellum (Rchb.) Schuster (= var. minus Celak., = var.7 intermedium Schwarz). Blüten kleiner, ca. 3 cm im Durchmesser. Narbe 4- wellig (Mit dem Typus).4. f. terrestre Clavaud. Landform mit kleinen Blättern und Blüten. 5. f. submersum Rouy. Nur mitsubmersen Blättern und normalen Blüten (Auf sterilem Boden). 6. f. purpur eos ignä tu m Hisinger. Kron-blätter und Narbenscheibe purpurrot (Bis jetzt nur in Finnland beobachtet).

II. var. puberulum Schuster (= N. confusum Gand.). Pflanze + behaart. Blattlappen genähertbis 4- auseinanderstehend. Narbenscheibe unregelmässig wellig bis gekerbt-gezähnt. Blütendurchmesser 4 bis7 cm (Zerstreut). Hieher gehören: 6. f. Schlierense (Harz) Schuster. Narbenscheibe + wellig. Narben-strahlen 10 bis 19. Blatt- und Blütenstiele behaart. Blätter kahl, etwas auseinanderstehend. Blütendurch-