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Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Gebirge von Spanien, Alpen, Karpaten,Balkan, Kaukasus.
Aendert wenig ab: var. hispi'dula (Sevi) Gurke (= var. glandulifera Vaccari). Mehrfach im Wallisbeobachtet. Ueber die Begleitpflanzen siehe Cerastium uniflorum pag. 369. Von der habituell ähnlichen Alsinevema unterscheidet sich A. recurva vor allem durch die 5- und 7-nervigen Kelchblätter und die meist 1- bisblutigen Stengel. Beide Arten scheinen übrigens nicht scharf voneinander getrennt zu sein.
!015. Alsine Villärsii (Balbis) Mert. et Koch (= Minuärtia fläccida Schinz et Thellung,= Arenaria triflöra Vill., = A: Austriaca All., = A. fläccida All.). Fig. 615b bis e.
Ausdauernd, 8 bis 20 cm hoch, lockerrasig, fast kahl, blühende, aufsteigendeund nicht blühende, dichtbeblätterte Sprosse treibend, in der Tracht von A. Austriaca.Grundachse etwas holzig. Stengel zahlreich, ausgebreitet, aufsteigend, kahl, 3- bis 7-blütig.Laubblätter schmal lineal, 3-nervig, flach, bis 2 mm breit, kahl. Blütenstiele flaumig, 2 bis4 mal so lang als der Kelch. Kelchblätter lanzettlich, spitz, 3-nervig, am Rande häutig(Fig. 615 d). Kronblätter länglich, stumpf oder gestutzt, etwas ausgerandet, allmählich inden Nagel verschmälert, fast doppelt so lang als der Kelch (Fig. 615 c). Griffel meistfadenförmig. Kapsel kürzer oder höchstens so lang als der Kelch (Fig. 615 e). — VII, VIII.
Sehr selten an felsigen Orten der Alpen.
Fehlt in Deutschland vollständig. In Oesterreich mit Sicherheit nur in Kärnten (Karawankenu nd Gailtaleralpen [Janken vom Sattel zum Knappenhaus sehr häufig. Keller]); für Salzburg unwahrscheinlich.In der Schweiz einzig im Wallis (Zermatt, Gemmi).
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen (zerstreut), Ural, Kaukasus, Sibirien.
Die var. Grineensis (Gren. et Godr.) Tanfani (= A. Thomasiäna [Gay] Degen) ist eine endemische■Form der Bergamaskeralpen (Grigna meridionale und Resegone).
Von weiteren in Mitteleuropa vorkommenden Alsine-Arten werden aus Tirol die folgenden erwähntA. densiflöra Vis., verwandt mit A. tenuifolia und viscosa, aber Blüten gebüschelt und Kelch drüsenhaarig(.Südtirol: unterhalb der Schlossruine von Seravalle bei Ala, hier mit Trifolium scabrum, Bupleurum odontites,Micropus) und Küstenland. — A. striata (L.) Gren. Kürzlich von Ladurner im obern Naiftal bei Meranfestgestellt. Diese westalpine Unterart von A. laricifolia unterscheidet sich von letzterer nach Murr (Allgem.ßotan. Zeitschrift Bd. XI [1905], pag. 180) durch die folgenden Merkmale: Stengel weniger bogig-niederliegend,'nternodien des Stengels nähergerückt und daher zahlreicher. Laubblätter kürzer und weniger bogig-abstehend,"•e einzelnen Blattbüschelchen an den nicht blühenden Trieben sich besser von einander abhebend.. Blüten■* bis 4, kürzer gestielt und daher trugdoldig genähert. Kronblätter bedeutend kürzer, ebenso die Kapseln. —a S e gen ist A. Facchi'nii Hausm. von Bozen zu streichen, ebenso der von Brügger aufgestellte BastardA. verna var. Gerardi X A. recurva (= A. Naegelii Brügger) aus Graubünden.
CCLXIX. Honckenya 1 ) Ehrh. (Haliänthus, Ammadenia). Salzmiere, Fettmiere.
Zu dieser Gattung, welche auch als Sektion der Gattung Alsine betrachtet wird, gehört einzig diefolgende Art.
'016. Honckenya peplofdes 2 ) Ehrh. (= Alsine peploides Crantz, = Arenaria peploidesL-, = A. litorälis Salisb., = Ammadenia peploides Rupr., = Haliänthus peploides Fries,= Holösteum succulentum L.). Salzblume, Fettmiere, Salzmiere. Engl.: Sea Purslane,Sea Sandwort. Taf. 106, Fig. 10, Fig. 615 f, g, i, k und 616.
Diese Art wird in Westpreussen „Steinkraut" genannt.
Ausdauernde, succulente, gelbgrüne Strandpflanze. Grundachse kriechend. Stengelaufsteigend, 10 bis 30 cm lang, hellgrün, fleischig, kahl, fast kreisrund, an den Knotenwurzelnd, gabelig verzweigt, mit 2 Rillen an jedem Internodium. Laubblätter gegenständig,am Grunde verwachsen, eirund, ungestielt, dicklich-fleischig, am Grunde verwachsen, kahl,ln - dekussierter Stellung, unterseits deutlich 1-nervig, ± abstehend, gedrängt an den kürzerenStengelgliedern. Blüten in + gedrängter gabeliger Trugdolde, durch Abort + eingeschlechtig,
*) Benannt nach Gerhard August Honckeny, gest. 1/94, Amtmann in Golen bei Brenzlau.2 ) Wegen der Aehnlichkeit der Blätter mit denen von Peplis Portula.