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Zerstreut (teilweise wohl nur eingeschleppt) auf trockenen Rasenplätzen, Triften,neiden, Brachäckern, trockenen Hügeln, Sandplätzen, lichten Birkenwäldern. Ist leichtzu übersehen!
In Deutschland sehr vereinzelt und zerstreut im südlichen und mittleren Teil, so in Baden (Karls-ruhe, Forchheim, Schwetzingen [Exerzierplatz 1880—1891], bei Scheringen und Wettersdorf, Wertheim beimHeidhof und hinter dem [1880—1897] Reinhardtshof, Odenwald), in Württemberg (Cleebrunn im Oberamtrackenheim, Flacht—Perouse—Heimsheim [1840] und Backnang—Oppenweiler [1806] im Oberamt Leonberg),lm Elsass (Vogesen und Schwemmland derselben), Lothringen, Bayern (bei Regensburg [vorübergehend],ibitzenhof bei Nürnberg [vorübergehend], bei Erlangen [früher], Obereichenbach bei Ansbach, bei Wasser-rudmgen. früher auch am Hesseiberg [aber nicht bei Schwabach] und Aschaffenburg, in der Pfalz bei Zwei-rucken, Bergzabern, Kandel, Laubern, Glan- und Nahegegend), in Thüringen (um Jena, Weimar, Ranis, Saal-e 'd, Weida, Naumburg, Nebra, Frankenhausen, am Südharz bei Haselhein, zwischen Steigertal und Leimbach,a m Kyffhäuserzug von Uthleben bis Tifleda, am Ostharze zwischen dem Stockbache und dem Rödgen zwischen^eimbach und Hettstedt, bei Wettin etc.), in Brandenburg (in der Lausitz bei Luckau, Wüstermarke, Falken-er g, um Ukro, bei Jüterbog [Kapphahn], Rathenow; unbeständig ferner bei Beizig und Nauen), in Pommern(verschleppt bei Kolberg), in Schlesien (einzig Tarnast bei Trebnitz), in Sachsen (selten um Leipzig); fehlt imnordwestlichen Teil, in Schleswig-Holstein, Posen, Ost- und Westpreussen gänzlich. In Oesterreich ver-ei nzelt in Böhmen (angeblich bei Schluckenau), Krain und Küstenland (z. B. Monti Rizzi, Kaiserwald bei Pola).e h't in der Schweiz gänzlich (früher bei Genf).
Allgemeine Verbreitung: Zerstreut in Süd- und Mitteleuropa (nördlich bisHolland und Brandenburg).
990. Moenchia Mantica 1 ) (L.) Bartling (= Cerästium Manticum L., = C. glaiicum
« Manticum Gren., = Malächium Manticum Rchb., = Pentäple Mantica Rchb., = Stelläria
Mantica DC). Mantische Weissmiere. Fig. 607, nr. 8 bis 10 und Fig. 608a.
Einjährig, 10 bis 30 cm hoch. Wurzel spindelförmig, einfach oder verzweigt, bis5 cm lang, 1 bis mehrere fruchtbare Sprosse entwickelnd. Stengel aufrecht, einfach (sehr seltenUn d dann ganz am Grunde verzweigt), dünn, stielrund, kahl, mit 5 bis 6 ßlattpaaren. Stengel-gheder unten kurz, nach oben zu stark gestreckt und mehrfach länger als die Blätter.l^iubblätter gegenständig, lineal-lanzettlich, spitz, kahl, blaugrün, sitzend, am Grundeetwas verwachsen; die grundständigen lanzettlich, ganz kurz gestielt, zur Blütezeit bereitsgelb und vertrocknet. Blütenstand 1 bis mehrfach gabelig- (dichotom oder trichotom) ver-zweigt. Blütenstiele sehr lang (bis 8 cm), schlank, steif aufrecht, kahl, in den Achseln voneüanzettlichen, spitzen, sehr breit weissrandigen Tragblattpaaren. Blüten 5-zählig, 10 bis12 mm im Durchmesser. Kelchblätter 5, 6 bis 9 mm lang, steif aufrecht, eiförmig-lanzettlich,s P'tz, 1-nervig, am Rande sehr breit weiss-trockenhäutig (Fig. 607, nr. 10). Kronblätter 5,weiss (sehr selten hellblau), länglich-verkehrtherzförmig, weiss, fast doppelt so lang als dieKelchblätter. Staubblätter 10 (selten 8), kürzer als der Kelch. Griffel 5 (selten 3 oder 4),fast gerade, nur schwach nach auswärts gebogen, doppelt so lang als der eiförmige Frucht-knoten (Fig. 607, nr. 8). Kapsel so lang als der Kelch, eiförmig, gerade, sich mit 5 aufrechtenstumpfen Doppelzähnen öffnend (Fig. 607, nr. 9). Samen 0,5 bis 0,8 mm lang, länglich nieren-förmig, am Rande tief gefurcht. — V, VI.
Selten und zerstreut auf Wiesen, Triften, Aeckern, an trockenen grasigen Ab-hängen, in lichten Wäldern, Getreidefeldern der wärmeren Gegenden; nur südlich derAlpenkette. Ausserdem ganz vereinzelt verschleppt.
Fehlt in Deutschland wild vollständig (adventiv bei Ludwigshafen am Rhein [1904 und 1905] und
ruher beim Bahnhof Mering in Bayern). In Oesterreich vereinzelt in Untersteiermark (bei Gleichenberg,
zwischen Kaltenbrunn und Podonc nächst Radkersburg, bei Gross-Sonntag, Wurmberg, Grajanec nächst
e ttau, Stattenberg, Cilli; ausserdem wohl nur zufällig eingeschleppt beim Eisenmagazin nächst Eibiswald und
') Manticus nach dem Vorkommen der Pflanze in dem Walde del Mantico bei Verona.