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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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selten in Begleitung von Papaver Argemone, Erophila verna, Equisetum arvense, Cerastium semldecandrumStellaria media, Erodium cicutarium, Lithospermum arvense, Lamium purpureum und amplexicaule, Thlasparvense, Veronica triphyllos, agrestts und arvensis, Anchusa arvensis etc. (Scholz). Neuerdings erscheintHolosteum vielerorts auch alsanthropochore Pflanze" auf dem Bahnkörper und bei Stationsgebäuden oft inGesellschaft von Bromus tectorum (Bd. I, pag. 360), Eragrostis minor (Bd. I, pag. 280), Vulpia myuros (Bd. 1.pag. 326), Alsine tenuifolia, Erophila verna, Alyssum calycinum, Polygonum aviculare (pag. 191), SatureiaAcinus, Linara minor, Echium vulgare etc. (nach Rikli). Die kleinen weissen Blüten sind proterandrisch undwerden spärlich von Fliegen und Bienen besucht. Die Zahl der Staubblätter ist meistens auf 3 reduziert; dochkommen gelegentlich auch deren 4, 5 oder nur 2 vor. Am Grunde der Staubfäden befindet sich eine grüne,fleischige, honigabsondernde Anschwellung. Gelegentlich finden sich Blüten mt 4 Karpellen. Ebenso sindvereinzelt (Niederösterreich: Stockerau) gefüllte und schwach rosa gefärbte Blüten beobachtet worden. Diegamo- und karpotropische Bewegung der Blütenstiele sind kürzlich von Piadeck (Dissertation. Breslau 1909)genau untersucht worden.

CCLXV. Moenchia 1 ) Ehrh. Weissmiere.

Einjährige, kahle, aufrechte, bläulichgrüne, wenigverzweigte Kräuter. Blätter kahl,gegenständig. Blüten zwitterig, 4- oder 5-zählig, einzeln oder in lockeren, armblütigenTrugdolden (dichotome oder trichotome Verzweigung), lang gestielt. Kelchblätter 4 bis 5,aufrecht, breit weisshautrandig, bleibend (Fig. 607, nr. 5, 10). Kronblätter 4 bis 5, weiss, ungeteilt,ganzrandig. Staubblätter 4, 8 oder 10, bodenständig, kürzer als die Kelchblätter. Griffel4 bis 5 (Fig. 607, nr. 4, 8). Kapsel gerade, kürzer oder länger als der Kelch, mit zentraler Pla-zenta, vielsamig, mit 4 oder 8 geraden, stumpfen Zähnen aufspringend (Fig. 607, nr. 5, 9).Samen nierenförmig, papillös (Fig. 607, nr. 6, 7)-

Diese Gattung umfasst nur wenige, namentlich im Mittelmeergebiet beheimatete Arten.

1. Pflanze 3 bis 10 cm hoch. Blüte 4-zählig............M. erecta nr. 989.

1*. Pflanze 10 bis 30 cm hoch. Blüte 5-zählig...........M. Mantica nr. 990.

989. Moenchia erecta (L.) Gaertner- Meyer -Scherbius, Flora der Wetterau (= M.quaternella Ehrh., = M. glaüca Pers., = Sagina erecta L., = Cerastium quaternellum Fenzl,= C. erectum Coss. et Germ., = Alsinella erecta Moench, = Alsine erecta Crantz, = Ma-lächium erectum Gren.). Aufrechte Weissmiere. Taf. 106, Fig. 7 und Fig. 607, nr. 4 bis 7-

Einjährig, 3 bis 10 cm hoch, ein- oder wenigstengelig. Wurzel 1 bis 3 cm lang.Stengel einfach, aufrecht, unverzweigt oder vom Grunde an verzweigt, mit einem odermehreren aufrechten bis aufsteigenden Seitenzweigen, kahl, stielrund, grün bis rötlich, sichbald strohgelb verfärbend, am Grunde gedrängt- bis rosettig-beblättert, oberwärts mit 2bis 4 entfernten Blattpaaren. Grundständige Blätter schmal-lanzettlich, 6 bis 13 mm langund 2 bis 3 mm breit, ganzrandig, allmählich in einen kurzen Blattstiel verschmälert, völligkahl; stengelständige horizontal- bis aufrecht abstehend, kürzer als die Stengelglieder,4 bis 8 mm lang und 1 bis 2 mm breit, ganzrandig, schmal-lanzettlich, spitz, am Grundeverwachsen. Stengel 1- bis 2- (4-) blutig. Blüten 4 bis 8 mm hoch, 8 bis 10 mm imDurchmesser, aufrecht, zuerst kurz-, nach dem Verblühen langgestielt (Blütenstiele aufrecht),4-zählig. Kelchblätter 4, lanzettlich spitz, grün, mit breitem weissem Hautrand, steif auf-recht (Taf. 105, Fig. 7 a). Kronblätter 4 (selten fehlend oder 5), weiss, lanzettlich, stumpflich,ganzrandig, 1 ß bis 2 /b so lang als die Kelchblätter. Staubblätter 4 (selten 8 oder 10), nurhalb so lang als die Kronblätter. Griffel 4 (selten 5), zurückgekrümmt, halb so lang als dereiförmige Fruchtknoten (Fig. 607, nr. 4). Kapsel länglich, gerade, sich mit 8 abgestumpftenZähnen öffnend, länger als der Kelch (Fig. 607, nr. 5). Samen rotbraun, nierenförmig, mitPapillen besetzt (Fig. 607, nr. 6, 7). IV, V.

^Benannt nach Konrad Mo en ch, Professor der Botanik in Marburg (geb. 1744 zu Kassel, gest. 1805).