Kohlenmeilern, Maulwurfs- und Ameisenhaufen; von der Ebene bis in die alpine Region(bis 3000 m).
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt nur im äussersten Norden;lr n Süden in höheren Lagen), Nordafrika, gemässigtes Asien, Nord- und Mittelamerika.
Ist in der Tracht und Behaarung ziemlich veränderlich :
1. subsp. ärvura (Schur) Correns. Pflanze meist höher und kräftiger. Die unfruchtbaren, drüsen-°sen Triebe nicht viel kürzer als die fruchtbaren, meist drüsigen Stengel. Zwitterblüten gross, bis 20 mm im
u rchmesser erreichend. Verbreitet von der Ebene bis in die Voralpen, besonders auf Kalkboden. — var.adenöphorum Hayek.StengelKurzhaarig und besonders obendicht drüsig. Laubblätter zer-streut bewimpert und reichlichdrüsig behaart (Steiermark, dochWohl auch anderwärts). — var.1 a t i f 61 i u m Fenzl (= C. grandi-fiörum Gilib., = C. MerätiiJullien). Oberste Laubblätter ei-förmig, 5 bis 9 mm breit (Selten»n Niederösterreich, Frankreich,R ussland). _ var. alsinifö-1; u m (Tausch) Wohlf.(= C. Kab-'ikiänum Wolfner). Pflanze rasig,bis 10 cm hoch. Stengel nieder-le gend, kreisförmig ausgebreitet,at n Ende aufgerichtet. Stengelun d die hellgrünen, elliptischen°der länglich-elliptischen Laub-b 'ätter kahl oder etwas gewim-Pert. Untere Tragblätter ganzkrautig, obere schmal hautrandig.ß lüten kleiner als beim Typus.
elchblätter abgerundet, stumpf (Böhmen, auf Serpentin). — f. lanic äulis Podp. (Verhandl. der Zoolog.-Botan.Gesellschaft Wien. Bd. LIV [1904], pag. 323). Stengel und Blätter hauptsächlich an den unteren Internodien
eisszottig, die niederliegenden, perennierenden Achsen mit zahlreichen fast geschlossenen Blatttrieben.
2. subsp. s tri c tum (Haenke) Gaud. (= var. alpicola Fenzl, = var. alpinum Schur, = C. serpylli-olium Willd., = Centünculus angustifölius Scop.). Taf. 105, Fig. 4 und Fig. 606. Niedriger, 3 bis 10 (20) cm10c h, ziemlich lockerrasig. Stengel aufsteigend oder aufrecht, 3- bis 8-blütig, kahl oder flaumig behaart, seltener
'cht drüsig-klebrig. Laubblätter grasgrün, verkehrt-lanzettlich, spitz, meist kahl oder nur am Grunde gewimpert,
In den Blattachseln unfruchtbare Blattsprosse mit linealen, steifen Blättern entwickelnd (unfruchtbare Triebe
öer höchstens halb so lang als die fruchtbaren). Blütenstiele dicht kurzhaarig, seltener dicht drüsig-klebrig,
a ch dem Verblühen seitwärts gebogen, erst zur Fruchtreife wiederum aufrecht. VII, VIII. — Verbreitet auf
eisen, steinigen Matten der Alpen und Voralpen, besonders in den westlichen Zentralalpen. Hier auf grasigen
bhängen (Fig. 606) oft in Gesellschaft von Potentilla grandiflora, Sempervivum tectorum, Myosotis alpestris,
eronica saxatilis, Senecio Doronicum, Achillea moschata, Cirsium spinosissimum, Chrysanthemum alpinum,
uene acaulis (pag. 294), Bartschia alpina, Polygonum viviparum, Myosotis alpestris, Festuca varia, Trisetum sub-
P'catum, Agrostis rupestris, Lycopodium Selago, Salix retusa, Luzula spicata etc. — Hieher als Formen ferner:
• v 'iscidulum Gremli. Pflanze von gedrungenem Wuchs, dicht drüsig-klebrig. Laubblätter breiter, kürzer (Wallis,
lrol), — f. fläccidum E. Steiger. Pflanze (zwischen Kräutern) von flatterigem, dünnem Wuchs mit sehr
angen, gespreizten Blütenstielen (Selten). — f. Kernen Dalla Torre et Sarnthein. Pflanze breitblätterig, mit
stark behaarten Blütenstielen (Tirol).
3. subsp. su f f ruticösum (L.) Koch (= var. laricifdlium [Vill.] St. Lager). Laubblättcr starr,an ger, sehr schmal lineal-pfriemlich, fast stechend-spitz, weit abstehend oder bogig herabgekrümmt, stark nervig,'emlich anliegend behaart, in den Achseln mit zahlreichen gedrungenen Blattbüscheln (diese Unterart erinnert
>m Habitus an Arenaria grandiflora). Tragblätter breit-oval, breit-hautrandig, kahl oder nur am Grunde wenigewimpert, die oberen fast ganz häutig. Blütenstiele kürzer, kurzflaumig. Trugdolde gedrungen, schön silber-
Fig. 606. Cerastium arvense L. subsp. st r ic tum (Haenke) Gaud., im Ofengebiet(Graubünden). Phot. Dr. G. Hegi.