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wärts gekrümmt, fast doppelt so lang als der Kelch. Samen hellbraun, fein warzig (Taf. 105,Fig. 1 d), 0,4 mm breit. — III bis IX.
Zerstreut, aber wohl oft übersehen, in feuchten Gebüschen, Gräben, schattigenLaubwäldern, an Ufern, Weg- und Ackerrändern; von der Ebene bis in die subalpineRegion (bis gegen 2000 m).
Allgemeine Verbreitung: Fast Kosmopolit.
Aendert etwas ab: f. eglan du 1 ösum auct. Pflanze drüsenlos (Selten).—f. Ion gip e t alum Bamb.Kronblätter beinahe 1 mal länger als der Kelch. — f. ap et alum auct. Kronblätter fehlend. — f. c asträt umKittel. Staubblätter 5 (innerer Staubblattkreis fehlend oder ohne Antheren) oder 5 unfruchtbar (Sehr selten).
973. Cerastium brachypetalum x ) Desportes (= C. viscösum Pollich, = C. barbulatumWahlenb., = C. barbatum Ducros, = C. strigösum Fries, = C. gracile Wahr., = Stelläria
brachypetala Jessen). Bart- Hornkraut. Fig. 603a bis h.
Ein- oder zweijährig, graugrün, abstehend weich-behaart, oberwärts + drüsig-behaart,seltener drüsenlos. Stengel schlank, aufrecht oder aufstrebend, einfach oder schon vomGrunde an ästig, sehr entfernt beblättert. Laubblätter länglich-eiförmig, stumpf oder spitz,anliegend-graubehaart, am Rande gewimpert, die untern in einen Stiel verschmälert. Blütenstand locker trugdoldig, nur die obern Blüten einander genähert. Tragblätter durchaus krautig,ohne Hautrand, an der Spitze von langen Haaren bärtig. Blütenstiele dicht abstehend-behaart,zur Fruchtzeit 2 bis 3 (5) mal so lang als der Kelch (Fig. 603b), etwas abstehend und an derSpitze hakig-gebogen. Kelchblätter eilanzettlich, spitz, 4 mm lang, schmal hautrandig, bis zurSpitze behaart und bewimpert. Kronblätter weiss, so lang oder kürzer als der Kelch, bis auf 1 /aoder 1 /a gespalten, am Grunde etwas bewimpert (Fig. 603 d). Staubfäden gewimpert (Fig. 603e).Kapsel fast gerade oder schwach nach aufwärts gebogen, ] /s länger (selten doppelt so lang) alsder Kelch (Fig. 603g). Samen rotbraun, 0,3 mm breit, fein warzig. — IV bis VI.
Zerstreut an grasigen, trockenen Hügeln (pontische Hügel), Mauern, Wegrändern,auf sandigen, trockenen Plätzen, auf Acker- und Gartenland der Ebene und der Bergregion;vereinzelt bis gegen 1000 m (Puschlav in Graubünden ca. 900 m).
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Nordafrika, Kleinasien,Transkaukasien.
Aendert ab: f. glandulösum Koch (— var. Taüricum [Spreng.] A. Kerner). Blütenstiele undKelch (zuweilen auch der obere Teil des Stengels) von langen driisentragenden und drüsenlosen Haaren dichtbesetzt. Pflanze zart. — f. eglandulösum Fenzl. Pflanze drüsenlos. — Zuweilen ist aber an derselbenPflanze der eine Zweig drüsig, der andere drüsenlos. — f. apetalu'm Wohlfarth. Blüten ohne Kronblätter.
974. Cerastium teträndrum 2 ) Curtis (= Stelläria cerastoides Sm. nee L., = S. tetrandraS. F. Gray, = Mcenchia cerastoides Spreng., = Esmarchia cerastoides Rchb.). Vier-
männiges Hornkraut. Fig. 601a bis d.
Ein- oder zweijährig, 4 bis 15 cm hoch, ausgebreitet lockerrasig, sehr stark drüsen-haarig. Stengel aufstrebend bis aufrecht, zuweilen rot überlaufen. Laubblätter lineal-länglich, spateiförmig, nach dem Grunde verschmälert, die untern in einen Stiel ver-schmälert. Blütenstand wenigblütig und nicht stark abstehend-gabelästig. Tragblätterdurchaus krautartig (ohne Hautrand), breit-eiförmig, kurz bewimpert. Blütenstiele schlank,drüsenhaarig, nach dem Verblühen steif aufrecht, die untern 2 bis 4 mal so lang als derKelch. Blüten 3 bis 4 mm im Durchmesser (Fig. 601b). Kelchblätter 4 (selten 5), lanzettlich,zugespitzt, hautrandig, drüsig-behaart. Kronblätter 4 (selten 5), etwas kürzer als der Kelch,
! ) Gr. ßgaxvg [braehys] = kurz und ntialov [petalon] = Blatt.
2 ) Gr. Tihvaga [tettara] = 4 und äurjQ, Genitiv ävögög [aner, andrös] = Mann; 4-männig nach derZahl der Staubblätter.