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auch am Grunde langästig), stielrund, gerillt, wie die ganze Pflanze drüsig-weichhaarig.Laubblätter breit lineal, stumpf, 13 bis 20 mm lang, die untern breiter (zuweilen fast spatel-törmig), in einen langen Blattstiel verschmälert, die obern sitzend, ganz oder nur amK-ande drüsig-bewimpert. Blüten wenig zahlreich, zu ] bis 3 endständig oder zumehreren zu einer gabelteiligen, zuerst gedrungenen, später lockeren Trugdolde vereinigt.Blütenstiele stets aufrecht, drüsig-flaumig, die untern bis 8 cm lang. Tragblätter krautig(ohne Hautrand), klebrig-diüsenhaarig. Offene Blüte ca. 9 mm im Durchmesser. Kelch-blätter länglich-lanzettlich, stumpf, krautig, mit schmalem Hautrand, 4 bis 5 mm lang.Kronblätter etwa auf x /:i gespalten, fast doppelt so lang als der Kelch. Griffel fast stets 3(Fig. 600 g). Fruchtkapsel länglich walzenförmig, länger bis beinahe doppelt so lang alsder Kelch (Fig. 600h). Samen braun, 0,5 mm breit, bekörnelt (Fig. 600i, k, 1). — IV bis VI.Zerstreut auf sandigen Triften und Wiesen, in Gräben, auf wüsten Flächen, inGerstenfeldern; nur in Deutschland (besonders im Oder- und Elbegebiet) und im öst-lichen O esterreich.
In Deutschland vereinzelt in Baden (bei Lampertheim [1890], Fussgönnheim und Mutterstadt[1892, 1897], Heddesheim [1901]; früher auch bei Müllheim), in der Pfalz (Altrheine bei Mutterstadt, Dürkheim,1'rankenthal), in Hessen (bei Worms), in Lothringen (im Moselgebiet bei Metz, Chäteau-Salins, Vic, Moyenvic,Marsal), vereinzelt bei Frankfurt a. O. (kürzlich von Lux und Grunemann beobachtet) und in Schlesien (mehr-fach in der Oderniederung von Nieder- und Mittelschlesien, bei Neusalz, Parchwitz, Steinau, vielfach um Breslau).In Oesterreich vereinzelt in Böhmen (Gitschin, Jungbunzlau, Lissa), Mähren (Nikolsburg, Pollau, Poppitz beiAuspitz, Millowitz, Mautnitz) und in Niederösterreich (zufällig und vorübergehend in und um Wien, bei Baden).
Allgemeine Verbreitung: Süd- und südöstliches Europa (von Frankreichbis Südrussland, häufig in Ungarn), selten in Mitteleuropa.
Cerastium anomalum ist eine südosteuropäische Spezies, welche nach Aug. Schulz (Entwicklungs-geschichte der oberrheinischen Tiefebene, 1906) ähnlich wie Iris spuria (Bd. II, pag. 294), Kochia arenaria(pag. 250), Vicia Cassubica, Peucedanum officinale, Scabiosa canescens etc. während einer trockenwarmenPeriode aus dem österreichisch-mährischen Donaugebiet nach dem Odergebiet, nach Böhmen und nach demwestlichen Deutschland (bis ins Moseltal) vordringen konnte. Andrerseits ist aber nicht zu übersehen, dass dieseeinjährige Art stellenweise nur adventiven Charakter besitzt und gelegentlich jahrelang (sogar während 30 Jahren)ausbleiben kann. Nach F. W. Schultz (Phytostatik der Pfalz, pag. 119) scheint es, dass die Samen im Herbstlange unter Wasser stehen müssen, um zur Keimung zu gelangen. In Lothringen (z. B. um Metz) findet sichdiese Art nach Waldner an Flussufern auf Schwemmland vor, ähnlich wie Sieglingia decumbens (Bd. I, pag. 2/5),"ulpia myurus und Dertonensis (Bd. I, pag. 326), Herniaria glabra, Myosurus minimus, Silene conica (pag. 281),Lythrum hyssoplfolia, Teesdalea nudicaulis, Hyoseris minima, Chondrilla iuncea, Podospermum laciniatum,Gnaphalium luteo-album, Filago Gallica und arvensis, Euphorbia Esula etc.
972. Cerastium glomerätum Thuill. (= C. viseösum auet, = C. vulgatum L., = C.ovale Pers., = Stellaria vulgtita Link, = S. glomerata Jessen). Knäuel-Hornkraut.
Taf. 105, Fig. 1.
Ein- oder zweijährig, 2 bis 45 cm hoch, blass- oder fast gelbgrün, abstehend be-haart, oberwärts (selten schon vom Grunde an) drüsenhaarig, sehr selten drüsenlos. Stengelaufrecht oder aufsteigend, vom Grunde an oder erst oberwärts verzweigt, entfernt be-blättert, seltener einfach. Laubblätter rundlich-eiförmig oder länglich, zart, sehr stumpf,stachelspitzig, anliegend behaart, am Rande lang bewimpert, die untern in einen breitenStiel verschmälert. Blüten in ausgebreiteten, in ihren letzten Auszweigungen fast ge-knäuelten Trugdolden. Tragblätter sämtlich krautartig, besonders vorn am Rande ab-stehend behaart. Blütenstiele drüsig-flaumig, auch zur Fruchtzeit höchstens so lang alsder Kelch, nach dem Verblühen hakig gebogen, zuletzt wiederum aufrecht. Kelchblätterlanzettlich, spitz, 4 mm lang, spitz schmal-hautrandig, bis zur Spitze behaart. Kronblätterweiss, so lang, etwas kürzer oder etwas länger als der Kelch, bis auf 1 /i gespalten.Staubfäden kahl, etwas ungleich lang (Taf. 105, Fig. 1 b). Kapsel schmal, schwach auf.
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