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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Gurke). Laubblätter grasgrün. Trugdolde 5- bis 7-blütig (Sehr selten). f. lati f ölia Marsson. Laubblätterr . ' angustif 61ia Marsson. Laubblätter schmal. f. parviflöra Klett et. Rieht. (= var. micro-

a krok). Weibliche Form mit verkümmerten Staub- (Antheren ohne Inhalt) und Kronblättern; letztere" IC oder wenig länger als der Kelch (Selten). Mehrfach sind tetramere Gipfelblüten mit 3- oder 4-gIiedrigemc ltknoten beobachtet worden, ebenso schon Laubsprosse in den Achseln der Kelchblätter. Diese inund Mitteldeutschland ziemlich häufige Art tritt daselbst gern in Wiesenmooren auf, neben Aspidium>ptens, Cardamine pratensis, Cirsium palustre, Myosotis caespitosa, Betonica officinalis, Eriophorum angusti-u <n. Pedicularis palustris, Achillea Ptarmica, Succisa pratensis, Sanguisorba officinalis, Galium boreale etc.s ebenso häufig findet sie sich an schilferigen See- und Bachufern im Bereich der Teichflora zusammenmi Carex pseudoeyperus, rostrata und flava, Triglochin palustre, Scirpus lacuster, Glyceria plicata, Poa palustris,-omarum palustre, Cicuta virosa, Lycopus Europaeus, Galium palustre, Solanum dulcamara, Ranunculus Linguaund sceleratus, Lythrum salicaria. Sium latifolium, Thalictrum angustifolium und flavum, Ulmaria pentapetala etc.m Oberelsass wurde S. glauca nach Waldner auf Uferwiesen an der Jll in Gesellschaft von Gratiola offi-cinalis, Veronica longifolia, Viola stagnina, Oenanthe fistulosa, Peucedanum officinale, Teucrium Scordium.Galium boreale etc. konstatiert.

969. Stellaria crassifölia Ehrh. (= S. humifüsa Retz., = S. dichötoma Weber, = S.

atenfiora Fleisch., = S. Alsine Bunge, = Läbrea crassifölia Rchb., = Cerästium teträgonum

Baumg.). Feld-Sternmiere. Fig. 599n bis p.

Ausdauernd, 3 bis 15 cm hoch, lockerrasig, in der Tracht von S. uliginosa. Stengel ausniederliegender Scheinachse aufsteigend oder aufrecht, unten zuweilen wurzelnd, 4-kantig,glatt, kahl, oberwärts gabelästig. Laubblätter sitzend, länglich-lanzettlich, kurz zugespitzt,dicklich, in der Regel etwas fleischig, saftiggrün, 6 bis 15 mm lang und (1) 2 bis 6 mm breit,kahl, Trugdolde wenigblütig, gabel- und endständig. Blütenstiele kahl, anfänglich auf-recht, später fast wagrecht abstehend (Fig. 599 n), zuletzt wieder aufrecht, unter dem Kelchverdickt (Fig. 599 p). Tragblätter krautig, am Rande kahl. Offene Blüte ca. 6 mm breit,chblätter kahl, länglich-lanzettlich, ziemlich spitz, frisch undeutlich, getrocknet deutlich' " nervl g, kürzer als die 2 bis 3 mm langen, bis zum Grunde 2-teiligen, weissen Kronblätter.Kapsel eiförmig, länger als der Kelch, bis auf 2 / 3 oder 3 ß gespalten. VII, VIII.

Verstreut in Moorsümpfen, auf sumpfigen, torfigen Wiesen, Torfhügeln, an quelligen

rn, ln Wiesengräben, in Brüchen. Fehlt in Oesterreich und in der Schweizvollständig.

In Deutschland, besonders im mittleren und nordöstlichen Flachland in Mecklenburg, Hannover.

andenburg, Pommern, in Ost- und Westpreussen, Posen (Alt-Boyen); westlich bis Westfalen, Buxtehude

ammhäuser Moor) und Lüneburg (Kaltenmoor). Ausserdem zerstreut in Schlesien (Sprottebruch bei Quaritz

Arnsdorfer Grundseen bei Liegnitz) sowie ganz vereinzelt im Süden in Württemberg (Wurzacher Ried im

beramt Leutkirch [1865], Buchau [1882] und Oggelshausen (1872] im Oberamt Riedlingen), jedoch nicht in

Bayern (auf keinen Fall um Aschaffenburg!).

Allgemeine V erbreit ung: Nördliches und arktisches Europa, selten in Mittel-europa, Sibirien.

Aendert ab: f. brevifölia Rafin. (= f. latifölia Marsson). Stengel meist niederliegend, 5 bis 15 cm

. vom Grunde an mit zahlreichen, nach allen Seiten hin gestreckten Aesten. Laubblätter länglich- bis

- anzettlich, (1) 2 bis 5 mm breit, + spitz. Blüten öfters einzeln (Selten am Meeresstrande). f. heiödes

) < nes ( = var _ an g us tifölia Marsson). Laubblätter nicht fleischig (Selten). S. crassifölia hat ihre

reitung im nördlichen und arktischen Europa und Asien, von wo sie sich südlich bis in die Moore

or deutschen Tieflandes verfolgen lässt. Ganz vereinzelte Standorte befinden sich in Schlesien und

waben. Pflanzengeographisch verhält sich die Pflanze ganz ähnlich wie Betula nana (pag. 80), Alsine

"cta, Juncus stygius (Bd. II, pag. 163), Carex capitata (Bd. II, pag. 55), welche gleichfalls echt arktisch-prae-

alpine Typen repräsentieren.

Von Bastarden wurden als Seltenheit beobachtet: 1. S. palustris Retz. x S. graminea L.(== S. decipiens Hausskn.). 2. S. graminea L. X S. uliginosa Murr. (= S. adulten'na Focke), vgl.- bhandl. des naturwissenschaftl. Vereins Bremen Heft II, 1867. 3. S. palustris Retz. X S. uliginosaMurr (bei Bremen).